Freizeit? Krank!

Leisure Sickness: Warum wir immer im Urlaub krank werden

Als Freizeitkrankheit (englisch: Leisure Sickness) bezeichnet man das Phänomen, immer dann krank zu werden, wenn Urlaub, Wochenende und Co. anstehen. Ursache, Symptome und Gegenmittel.

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Die niederländischen Psychologen Ad Vingerhoets und Maaike van Huijgevoort von der Tilburg Universität haben die Leisure Sickness im Jahr 2002 zum ersten Mal der American Psychosomatic Society auf einem Kongress am Beispiel einer Studie vorgestellt. Was du über Leisure-Sickness-Symptome wissen solltest und welche Gegenmittel es gibt, verraten wir dir hier.

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Leisure Sickness: Wie entsteht die Freizeitkrankheit?

Wenn man immer dann krank wird, wenn Urlaubstage anstehen, ist nicht bloß Pech im Spiel, sondern tatsächlich ein erwiesenes Leiden: die sogenannte Freizeit- oder Ferienkrankheit, besser bekannt als Leisure Sickness. Die Ursache dafür ist Medizinern inzwischen bekannt, da Betroffene - in Deutschland leiden rund 3 Prozent der Menschen an der Leisure Sickness - meist eine Sache gemeinsam haben: Dauerstress bei der Arbeit, eine verantwortungsvolle Position, (zu) viel Ehrgeiz.

Die Stresshormone (u.a. Cortisol oder der Botenstoff Noradrenalin), die von Montag bis Freitag ausgeschüttet werden, schützen uns vor Krankheiten: das Immunsystem wird voll beansprucht, der Körper zehrt an allen Kraftreserven, um Bakterien und Viren in Schach zu halten und arbeitsfähig zu bleiben.

Was auf den ersten Blick ganz praktisch klingt, ist auf Dauer ziemlich heimtückisch, denn: Lässt der Stress und die Anspannung am Wochenende oder Urlaub nach, sinkt die Produktion des Stresshormone im Körper. Mit der Entspannung des Körpers, fährt allerdings auch das Immunsystem herunter - es will sich schließlich regenerieren. Dabei wird der Körper allerdings anfälliger für Krankheitserreger und andere Beschwerden - was er ohnehin schon ist, da Stress an sich auch im Verruf steht, Krankheiten Tür und Tor zu öffnen.

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Was sind die Leisure-Sickness-Symptome?

Die Symptome des Leisure-Sickness-Syndroms könnten unterschiedlicher nicht sein: von Muskel- und Gelenkschmerzen über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Migräne bis hin zu Entzündungen, Grippe und Erkältungen samt Husten, Schnupfen, Erbrechen und Co. Sogar für depressive Phasen kann man während der Leisure Sickness anfälliger sein.

Wer ohnehin an einer chronischen Erkrankung leidet, etwa Rückenschmerzen oder Herz-Kreislauf-Problemen, neigt im Rahmen der Freizeitkrankheit oft zu jenen Beschwerden. Auch Beschwerden von Autoimmunkrankheiten, wie z.B. Allergien, kommen bei der Freizeitkrankheit verstärkt zum Vorschein.

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Wie vermeide ich die Leisure Sickness?

Um dem Teufelskreis der Leisure Sickness zu entkommen, raten Experten zu folgenden Maßnahmen:

  • langsam runterfahren: am besten die ersten beiden Urlaubstage zu Hause verbringen und erst dann in den wohl verdienten Urlaub fahren
  • kleine Auszeiten in den Alltag einbauen: bewusste Entspannungsmomente, sei es eine Kaffeepause oder eine Runde Gassi gehen mit dem Hund nach Feierabend
  • Urlaub Urlaub sein lassen: Handy, Laptop & Co. ausschalten, Arbeitsmails ruhen lassen!
  • Bewegung im Urlaub: Wassersport, Naturwanderungen & Co. helfen dabei, bewusst abzuschalten
  • im Urlaub entspannen: nicht jeden Tag mit Aktivitäten und Erlebnissen vollpacken, sondern entspannte Strandtage dazwischen legen
  • langsam hochfahren: Nach dem Urlaub nicht direkt wieder in die Arbeit stürzen. Besser: zwei Tage vor Arbeitsbeginn aus dem Urlaub wiederkehren und sich in der Heimat mental akklimatisieren
  • unabhängig von Urlaub und Wochenende: in den Alltag Dinge einbauen, die einem Spaß machen - sei es auch nur eine Viertelstunde am Tag

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