Pille oder Training?Medikamente und Sport: Was passiert, wenn ich Ibuprofen und Co. nehme und trainiere?

Du musst regelmäßig Medikamente nehmen und treibst Sport? Vor dem Training schmeißt du öfter mal eine Ibuprofen ein? Dann solltest du das unbedingt lesen.

Inhalt
  1. Schmerzmittel und Sport: Gefährliche Mischung
  2. Betäube deine Schmerzen nicht
  3. Risikoreich: Grippemittel oder Antibiotika nehmen und trainieren
  4. Betablocker und Sport: Vorsicht ist geboten!
  5. Darauf sollten Diabetiker beim Sport achten

 

 

Schmerzmittel und Sport: Gefährliche Mischung

Wahrscheinlich ist es dir auch schon einmal passiert, dass du vor dem Sport Kopfschmerzen hattest und eine Schmerztablette genommen hast, um dein Training nicht sausen lassen zu müssen. Doch das birgt Gefahren. Wenn wir Schmerzen haben und Medikamente brauchen, sollten wir uns immer gegen das Workout entscheiden. Eine Kombination kann deiner Gesundheit schaden.

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Wenn du Medikamente mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) einnimmst und anschließend trainierst, ist das Risiko bei einem anstrengenden Training Übelkeit oder Erbrechen oder Kreislaufversagen zu erleben, um das Zwei- bis Sechsfache erhöht. Gleiches gilt auch für das Versagen der Niere. Dies konnte in Untersuchungen mit Ausdauersportlern nachgewiesen werden.

Warum das so ist? Die Wirkstoffe werden über unsere Niere abgebaut. Doch beim Training wird nicht unsere Niere vorrangig mit Blut versorgt, sondern unsere Muskeln. Dadurch werden die notwendigen Abbauprozesse verlangsamt, was eine Belastung für den Körper ist.

Es gibt gerade im Bereich des Ausdauersports einige Ehrgeizige, die vorbeugend vor dem Training Schmerzmittel einnehmen. Sie erhoffen sich dadurch ein schmerzfreies Workout trotz hoher Anstrengung. Davon ist jedoch in jedem Fall abzuraten.

 

Betäube deine Schmerzen nicht

Der Körper hat nicht ohne Grund Schmerzen. Er möchte dir damit sagen, dass es ihm nicht gut geht und er eine Pause braucht. Anstatt das Leiden mit Schmerzmittel zu betäuben, solltest du darum auf deinen Körper hören und ihm die Pause gönnen. Wer trotz Schmerzen immer weiter trainiert, läuft nur Gefahr, sich wirklich ernsthafte und langwierigere Verletzungen zuzuziehen. 

 

Risikoreich: Grippemittel oder Antibiotika nehmen und trainieren

Es ist toll, dass uns Medikamente bei einer Erkältung oder Grippe dabei helfen können, uns besser zu fühlen. Leider kann es durch die Wirkung der Medikamente passieren, dass du dich fitter fühlst, als du eigentlich bist. Ein gefährlicher Irrtum. So fängst du nämlich schon zu früh wieder mit dem Sport an und setzt dich der Gefahr einer Herzmuskelentzündung aus. 

Auch wenn du Antibiotika nimmst und Sport treibst, kann sich dein Herzmuskel entzünden. Warte darum immer ab, bis du wieder trainierst. Drei Tage nach der letzten Antibiotikaeinnahme kannst du wieder mit einem lockeren Workout starten.

 

Betablocker und Sport: Vorsicht ist geboten!

Betablocker werden bei Bluthochdruck verschrieben. Wer solche Medikamente regelmäßig einnehmen muss, sollte unbedingt mit seinem Arzt absprechen, welche Trainingsart geeignet ist. Denn Betablocker verlangsamen den Stoffwechsel. Sie machen müde und schlapp. Darum sollte gerade bei Ausdauersportarten ganz genau darauf geachtet werden, dass sie nicht zu anstrengend sind und der Körper nicht übermäßig belastet wird.

Gleiches gilt für Entwässerungsmittel (sogenannte Diuretika), die ebenfalls zur Behandlung von Bluthochdruck angewandt werden. Sie senken den Blutdruck auch beim Sport und können darum bei Anstrengung Schwindel hervorrufen. 

 

Darauf sollten Diabetiker beim Sport achten

Sport tut uns allen gut, auch Diabetikern. Gerade wenn länger kein Sport getrieben wurde, ist es jedoch wichtig, zuerst das Gespräch mit einem Arzt zu suchen. So lässt sich am besten feststellen, welche Art von Bewegung für den Körper am besten geeignet ist.

Darüber hinaus muss natürlich dafür gesorgt werden, dass der Blutzuckerspiegel beim Training nicht plötzlich absinkt. Dies kann passieren, da die Muskeln beim Sport so viel Energie verbrauchen. Wird dann auch noch vor dem Training zu viel Insulin gespritzt, kann dies gesundheitliche Folgen haben. Ratsam ist auf jeden Fall den Blutzuckerspiegel vor und nach dem Sport immer zu überprüfen und mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, wie die Medikamente am besten einzunehmen sind.

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