Muffiger GeruchMeine Wäsche stinkt nach dem Waschen: Warum ist das so und was hilft?

Nichts duftet so gut wie frisch gewaschene Wäsche ... obwohl: Manchmal riechen Handtücher, T-Shirts oder Hosen, die gerade aus der Waschmaschine kommen, absolut widerlich. Woher kommt dieser säuerliche, modrig-muffige Gestank bloß? Und wie wird man ihn wieder los?

Inhalt
  1. Warum stinkt meine Wäsche nach dem Waschen so muffig?
  2. Ab wann stinkt die Wäsche in der Waschmaschine?
  3. Warum riecht dunkle Wäsche oder Funktionswäsche oft besonders fies?
  4. Weshalb riecht meine Wäsche nach dem Trocknen komisch?
  5. Was ist zu tun, wenn frisch gewaschene Wäsche stinkt?
  6. Wie kann ich verhindern, dass meine Handtücher und Co. miefen?
 

Warum stinkt meine Wäsche nach dem Waschen so muffig?

Der fiese Geruch in frisch gewaschener Wäsche kommt durch Bakterien zustande. Die unsichtbaren Übeltäter finden in feuchter, warmer Umgebung einen wunderbaren Nährboden. Sie vermehren sich und produzieren chemische Stoffe, die für einen penetranten, säuerlichen und modrigen Gestank sorgen. Gelegentlich riecht die Wäsche auch nach Urin, nach Erbrochenem oder irgendwie modrig und schimmelig.

Je länger die Wäsche in der Waschmaschine liegenbleibt, desto stärker vermehren sich die kleinen Biester und desto eher müffeln deine Sachen hinterher. Wenn du zu wenig Waschpulver verwendet hast oder häufig Kurz- oder umweltfreundliche Eco-Waschprogramme auswählst, bietest du damit den Keimen ebenfalls ideale Bedingungen. Denn kurze Waschzeiten oder wasser- und energiesparende Waschgänge sind zu sanft, um die Eindringlinge zu bekämpfen.

Das Mief-Risiko steigt zusätzlich, wenn du die Wäsche in der geschlossenen Waschmaschine liegengelassen hast. Dann fühlen sich die Übeltäter nämlich besonders wohl. Es kann auch sein, dass deine Waschmaschine von Mikroorganismen und Schimmelsporen durchsetzt ist, und deswegen selbst stinkt. Dies passiert, wenn die Klappe und die Waschpulverschublade nach dem Waschgang geschlossen bleibt. So kann das Innere der Maschine nicht trocknen und die warme Feuchtigkeit ist ein Paradies für alle möglichen ungeladenen Gäste.

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Ab wann stinkt die Wäsche in der Waschmaschine?

Ab wann die Wäsche anfängt zu stinken, wenn du sie in der Maschine vergessen hast, lässt sich nicht eindeutig sagen. Ein paar Stunden sind normalerweise in Ordnung, aber wenn du sie einen ganzen Tag darin liegenlässt, ist eine böse olfaktorische Überraschung recht wahrscheinlich. Hattest du die Kleidung stark verschwitzt zur Schmutzwäsche gegeben oder sie längere Zeit im Wäschekorb liegen gelassen, können sich von vorneherein mehr Bakterien in den Textilfasern eingenistet haben - dann fängt es auch schon früher an zu miefen.

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Warum riecht dunkle Wäsche oder Funktionswäsche oft besonders fies?

Funktionswäsche und Sportbekleidung sowie Textilien aus Kunstfasern schwitzen wir üblicherweise stärker voll als andere Kleidungsstücke. Hinzu kommt, dass diese Stoffe meistens keine Waschtemperaturen über 30 °C und kein starkes Waschmittel vertragen. Es sind also einerseits schon vor der Wäsche mehr Bakterien in den Fasern, andererseits werden nicht so viele abgetötet - denn die Keime überstehen Temperaturen von unter 60 °C sowie Feinwaschmittel in der Regel problemlos.

Dunkle Wäsche verträgt meistens auch keine Waschtemperaturen ab 60 °C und Colorwaschmittel enthält keine Bleiche, die weiße Wäsche zum Strahlen bringt und keimabtötend wirkt. Deswegen müffeln deine schwarzen T-Shirts, dunkelblauen Jeans und dunklen Sweatshirts eher als deine schneeweiße Bettwäsche nach dem Waschen.

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Weshalb riecht meine Wäsche nach dem Trocknen komisch?

Manchmal duftet die Wäsche noch ganz frisch, wenn du sie aus der Waschmaschine holst, mieft dann aber säuerlich und stechend, wenn du sie vom Wäscheständer abhängst oder aus dem Schrank holst und anziehst. Das kann passieren, wenn du die Wäsche zu früh und noch feucht zusammengelegt und in den Kleiderschrank geräumt hast.

Gleiches gilt, wenn du deine Wäsche an einem feuchten Ort - zum Beispiel im Keller - aufgehängt oder die feuchten Kleidungsstücke zu eng neben- und übereinander auf dem Wäscheständer zusammengequetscht hast. In diesen Fällen hatten die Bakterien ausreichend Zeit und Gelegenheit, sich zu vermehren.

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Was ist zu tun, wenn frisch gewaschene Wäsche stinkt?

Sofern die Kleidungsstücke das erlauben, solltest du sie gleich noch einmal mit einer Waschtemperatur von mindestens 60 °C und mit starkem Waschpulver in die Maschine geben. Zusätzliches Spülen kann ebenfalls helfen. Ist dies nicht möglich, kannst du versuchen, den Bakterien mit einem Hygienespüler den Garaus zu machen - das hilft jedoch nicht unbedingt, wenn sich schon sehr viele Keime in den Fasern eingenistet haben.

Als Hausmittel kannst du einen Esslöffel Natron unter das Waschpulver mischen, wenn du es in die Schublade füllst. Ebenso desinfizierend wirkt Zitronensäure. Zu heller Wäsche kannst du 220 Milliliter frisch gepressten (und gefilterten) Zitronensaft direkt mit in die Waschtrommel geben. Für dunkle Wäsche solltest du den Zitronensaft vorher mit Wasser verdünnen - sonst wirkt er aufhellend.

Ein weiterer Geheimtipp gegen stinkende Wäsche, der auch bei dunkler Wäsche funktioniert, ist Essigwasser. Fülle deine Spüle mit kaltem Wasser und gib dann eine Tasse Essigessenz dazu. Darin kannst du die miefenden Kleidungsstücke für mindestens eine Stunde, gern aber auch über Nacht, einweichen lassen. Anschließend wäschst du sie ganz normal in der Waschmaschine, schleuderst sie im Anschluss noch einmal ordentlich durch und hängst sie hinterher sofort zum Trocknen auf.

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Wie kann ich verhindern, dass meine Handtücher und Co. miefen?

Handtücher, Bettwäsche und andere Textilien, die Temperaturen über 60 °C vertragen, solltest du auch immer mit heißem Wasser waschen. Außerdem empfiehlt sich für helle Stoffe ein Waschmittel, das Bleiche enthält. Ansonsten gilt grundsätzlich: nicht geizig sein. Benutze ausreichende Mengen an Waschpulver und nutze die sparsamen oder schnellen Waschprogramme nur zwischendurch für leicht verschmutzte und nicht zu stark beanspruchte und verschwitzte Kleidungsstücke.

Die Wäsche muss außerdem ordentlich und schnell trocknen können. Dabei hilft, sie nach der Wäsche noch einmal so kräftig wie möglich durchzuschleudern (Achtung! Nicht jedes Kleidungsstück verträgt das - Wollpullover laufen zum Beispiel ein, wenn du sie zu stark schleuderst). Lasse sie anschließend nicht zu lange in der Maschine liegen. Handtücher, Bettwäsche und Tischdecken sind überdies meistens für den Trockner geeignet - das solltest du ruhig ab und zu nutzen.

Hast du die Möglichkeit, deine Sachen draußen an der frischen Luft trocknen zu lassen, ist das aber ideal. Das ist umweltfreundlich und durch die Sonne und den Wind bekommt deine Wäsche einen extrafrischen Duft.

Wie oft sollte ich meine Wäsche eigentlich waschen? Das siehst du im Video:

 

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