Gesund und lecker

Microgreens: So einfach kannst du das Superfood anbauen

Keimlinge stecken voller Power. Und das Beste: Microgreens kannst du easy selbst anbauen. Wir verraten dir, wie es geht.

Microgreens
Der Anbau von Microgreens ist kinderleicht Foto: iStock / Lakshmi3

Ob als scharf-würziges Topping für die Avocado-Stulle, grünes i-Tüpfelchen für den Asia-Salat oder als Dekoration für Pasta-Gerichte: Der Food-Trend Microgreens ist aktuell in aller Munde. Wir verraten dir, welches Saatgut sich für die Anzucht des Mini-Gemüses eignet und klären die Frage, wie gesund die Keimlinge wirklich sind. Natürlich findest du in diesem Artikel auch eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit welcher die Anzucht bei dir zu Hause gelingt. Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren – und einen guten Appetit!

Was sind Microgreens?

Du hörst das erste Mal von Microgreens? Ich bin mir sicher, dass du sie dennoch schon gegessen hast. Denn damit sind Keimlinge und Sprossen gemeint. Der Unterschied ist, dass Microgreens zu einem späteren Zeitpunkt geerntet werden und sich somit schon eine kleine Pflanze entwickelt. So landet grünes Gemüse im Mini-Format auf deinem Teller. Und das hat es in sich, denn die Microgreens stecken voller Nährstoffe und gelten daher als Superfood. Das Tolle daran ist, dass du die Keimlinge das ganze Jahr über super einfach zu Hause anbauen kannst. Im Prinzip brauchst du dafür nur einen tiefen Teller, Küchenpapier, etwas Wasser und natürlich die Samen, beziehungsweise ein Bio-Saatpad. Es gibt jedoch auch Keimgläser und praktische und schicke Anzuchtsysteme, mit welchen das Anbauen hygienisch und wie von selbst gelingt. Unsere Favoriten stellen wir dir in diesem Artikel vor.

Microgreens Sorten: Welche gibt es?

Es gibt eine ganze Menge verschiedener Microgreens Sorten. Unsere liebsten Samen für das Anbauen der kleinen Pflänzchen:

  • Radieschen

  • Brokkoli-Sprossen

  • Pak-Choi

  • Rucola

  • Senf

  • Kresse

  • Rettich

  • Rote Bete

  • Mangold

  • Alfalfa

  • Buchweizen

  • Quinoa

  • Mungobohnen

  • Fenchel

  • Amaranth

Wir empfehlen dir in jedem Fall, zu Bio-Saatgut zu greifen. Schließlich sind die zarten Keimlinge viel zu empfindlich, um sie gründlich zu waschen. Die Produkte, die wir dir in diesem Artikel vorstellen, haben alle Bio-Qualität. Es gibt verschiedene tolle Sets – perfekt, um sich an das Thema Sprossen heranzutasten und die Lieblingssorten zu finden. Unsere Lieblinge sind die Sets von SaatPur, veleaf und ZenGreens.

Wie baut man Microgreens an?

Die Anzucht von Microgreens ist kinderleicht. Du benötigst lediglich die Samen, Wasser und ein passendes Gefäß. Erde benötigst du dementsprechend nicht zwangsläufig, wobei du die Samen natürlich auch in einem Blumentopf mit etwas Erde ziehen kannst. Davon raten wir dir jedoch ab, da sich die Erde bei der Ernte schwer von deinen Keimsprossen löst. Hier hilft dann nur die Schere, wodurch ein Teil deiner grünen Microgreens verloren geht.

In der Schulzeit hast du bestimmt auch Kresse in Eierkartons gezogen. Das klappt wunderbar! Alternativ eignet sich feuchtes Küchenpapier als Grundlage für dein Saatgut. Die Sprossen sollten an einem hellen Platz stehen, zum Beispiel auf der Fensterbank. Direkte Sonneneinstrahlung solltest du jedoch vermeiden, da die Keimlinge insbesondere im Sommer auf diese Weise eingehen könnten. Wenn du dein Mini-Gemüse in Szene setzen möchtest, triffst du mit einem Anzuchtsystem eine gute Wahl. Das Modell von ingarden ist richtig schick und hat 2022 sogar den reddot Award für Produktdesign gewonnen. Dank des LED Wachstumslichts wachsen die Keimlinge perfekt.

Sollte dir das zu teuer sind, könnten Keimgläser oder Keimschalen eine tolle Alternative für dich sein. Dank der Löcher im Decken kannst du deine Microgreens einfach frisch halten. 

Eine weitere Option sind sogenannte Grow Grow Nuts. Hier wächst dein Gemüse in einer Kokosnuss-Schale. Tipp: Ein tolles Mitbringsel oder Geschenk für Freund*innen.

Microgreens und Sprossen: Was ist der Unterschied?

Im Prinzip sind die Begriffe Sprossen und Keimlinge ein Synonym für die Microgreens. Der Unterschied in der Pflanze besteht darin, dass du sie länger wachsen lässt. Das Ergebnis: Brokkoli, Rote Bete und Co. im Miniatur-Format.

Wie werden Microgreens gepflegt?

Damit dein Saatgut wie gewünscht wächst und gedeiht, solltest du die Sprossen regelmäßig lüften und feucht halten. Als Gießwasser eignet sich herkömmliches Leitungswasser in Zimmertemperatur. Doch Vorsicht: Übergieße die Pflanzen auf keinen Fall, denn so kann es zu  Schimmel kommen. Dann solltest du die Pflanzen auf keinen Fall verzehren. Statt einer Gießkanne kannst du eine Sprühflasche verwenden, um die Pflanzen feucht zu halten.

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Wann werden Microgreens geerntet?

Deine Microgreens sind bereit für die Ernte, sobald zwei Keimblätter vollständig entwickelt sind. Die Dauer der Anzucht unterscheidet sich von Sorte zu Sorte. Einige Microgreens Samen sind nach wenigen Tagen ausgewachsenes Gemüse, andere wachsen bis zu zwei Wochen. Die genauen Infos findest du auf der Verpackung deiner gewählten Samen.

Wie gesund sind Microgreens?

Die Superfood Sprossen sind sehr gesund, denn sie enthalten eine Vielzahl wertvoller Vitalstoffe und gesunde sekundäre Pflanzenstoffe. Das Mini-Gemüse ist reich an verschiedenen Vitaminen, darunter Beta-Carotin, Vitamin C, B-Vitamine und Vitamin A. An Mineralstoffen mangelt es den Sprossen auch nicht, denn sie enthalten Kalzium, Eisen und Zink. Die Microgreens sollten natürlich nicht als Alternative zu herkömmlichem Gemüse verstanden werden, sondern als ein leckeres und dekoratives Extra. Du möchtest dich intensiver mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandersetzen? Dann legen wir dir unsere Artikel über Bittertropfen, Darmkuren und Saftkuren ans Herz.

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