UngleichgewichtOxidativer Stress: So entsteht er und was dagegen hilft

'Oxidativer Stress', das hört sich ziemlich fremd an, doch wir sind fast alle davon betroffen. Freie Radikale - schädliche Umwelteinflüsse und eine ungesunde Lebensweise, greifen die Körperzellen an. Lies hier, was du dagegen tun kannst.

Inhalt
  1. Oxidativer Stress: Was ist das und ist es gefährlich?
  2. Das sind die Symptome
  3. So schützt du dich vor oxidativem Stress

Zusammen mit Professor Dr. Mang, Gesundheitsexperte von der Bodensee Klinik, erklären wir, wie ein Ungleichgewicht der Zellstrukturen im Körper entsteht und was du dagegen tun kannst.

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Oxidativer Stress: Was ist das und ist es gefährlich?

Oxidativer Stress wird durch ein Ungleichgewicht zwischen den "guten" Antioxidantien und den "schlechten", freien Radikalen im Körper ausgelöst, was schädlich für unsere Zellstrukturen sein kann.

Freie Radikale sind Stoffwechselprodukte, die auch natürlicherweise im Körper vorkommen. Es handelt sich bei ihnen Sauerstoffverbindungen, denen ein Elektron fehlt. Um sich zu stabilisieren, entziehen sie es anderen hauteigenen Molekülen und schädigen sie somit. Entsteht ein Übergewicht dieser Verbindungen, ist ihre Wirkung schädlich und man bezeichnet dies als oxidativen Stress.

Prof. Dr. Mang nennt als Auslöser für oxidativen Stress:

  • unausgewogene Ernährung
  • ungesunder Lebensstil:  Rauchen, Alkoholkonsum und andere Drogen
  • übermäßiger Stress
  • Einnahme von Medikamenten
  • übermäßige UV-A- und B-Strahlung (durch Sonne und Solarium)
  • Umwelteinflüsse (Abgase, Herbizide, Ozon, Schwermetalle) 

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Das sind die Symptome

Oxidativer Stress ist keine Krankheit, die durch ein deutliches und unmittelbares Krankheitsbild bemerkt werden kann. Unser Körper verfügt über verschiedene Abwehrmechanismen, die jedoch durch ein Übergewicht der freien Radikalen stark überfordert sein können.

Prof. Mang warnt: "Die Auswirkungen von oxidativem Stress sind nicht unmittelbar, sondern eher langfristig bemerkbar. Zwar sind die Forschungen dazu noch nicht gänzlich abgeschlossen, es gilt aber als erwiesen, dass er eine Schädigung der Zellen und Störung des Stoffwechsels erzeugt. Das hat zum einen eine frühzeitige Hautalterung zur Folge, es wird aber auch angenommen, dass dadurch ein erhöhtes Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs besteht. Ebenso werden Schädigungen des zentralen Nervensystems vermutet, die beispielsweise Schlaganfälle, Demenz und Parkinson begünstigen können."

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So schützt du dich vor oxidativem Stress

Mithilfe von Antioxidantien kannst du oxidativem Stress bekämpfen und die schädlichen Effekte mindern. Sie fungieren als Gegenpart zu den freien Radikalen. Ein gesunder Lebensstil, die richtige Ernährung und die richtige Hautpflege sind das A und O.

Gesundheitsexperte Prof. Mang empfiehlt, auf pflanzliche Lebensmittel zu setzen. Vitamin C, ein besonders wichtiges Antioxidans sollte in großen Mengen auf dem Speiseplan stehen (wie etwa in Grapefruits, Kiwis und Orangen enthalten). Aber auch Vitamin E ist ein hochpotentes Antioxidans und findet sich in Nüssen (besonders Walnüsse), Blaubeeren oder hochwertigen Pflanzenölen, wie Leinöl oder Hanfsamenöl. Weitere Lebensmittel mit hohem Antioxidantienanteil sind u.a. Spinat, Grünkohl, Paprika, Karotten und Tomaten.

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Auch bei der Hautpflege kannst du einiges tun: Der tägliche UV-Schutz sollte immer beachtet werden, um die Haut vor freien Radikalen und somit auch vor frühzeitiger Faltenbildung zu bewahren. Eine gründliche Gesichtsreinigung befreit von Make-up, Staub und Schmutz. Es gibt auch Cremes mit antioxidativen Eigenschaften, die die Haut vor vorzeitiger Hautalterung schützen können.

Genügt die richtige Ernährung und Pflege, um den Schutz vor freien Radikalen und oxidativem Stress zu gewährleisten? Prof. Mang erklärt: "Wer sich ausgewogen ernährt und darauf achtet Risikofaktoren für oxidativen Stress möglichst zu meiden oder gering zu halten, ist auf einem guten Weg. Gänzlich schützen kann man sich dagegen allerdings nicht. Zudem ist es in unserem heutigen, stressigen Alltag oft nicht einfach den Bedarf an Antioxidantien vollständig zu decken. Daher können auch Nahrungsergänzungsmittel helfen, Körper und Zellen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen."

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