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Plötzliche Ohrgeräusche: Wie sie entstehen & das kannst du tun

Misstöne im Ohr sind in den meisten Fällen harmlos. Nur selten kommt es zum chronischen Tinnitus. Was dahintersteckt.

Nahaufnahme einer jungen brünetten Frau, die sich das Ohr hält.
Symbolbild Foto: Yurii Yarema/iStock
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Insbesondere sind sie in keiner Weise ein Ersatz für professionelle Diagnosen, Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte/Ärztinnen. Genauso wenig dürfen die hier angebotenen Informationen als Grundlage für eigenständige Diagnosen sowie Behandlungen oder Änderungen an einer bereits empfohlenen Behandlung dienen.

Plötzlich auftretende Ohrgeräusche sind in den meisten Fällen harmlos und führen äußerst selten zum chronischen Tinnitus. Welche Ursachen die Misstöne haben, wie Betroffene Ohrgeräusche richtig deuten und was sie dagegen tun können, erfährst du hier.

Plötzlicher Lärm

Wenn das Gehör z. B. einem lauten Knall ausgesetzt wird, kann das die feinen Haarzellen im Innenohr überlasten. Typische Folge: ein dumpfes Gefühl im Ohr. Bei einem sogenannten Knalltrauma rasch den HNO-Arzt aufsuchen. Behandelt wird meist mit einer Infusionstherapie mit Kortison.

Seelische Belastung

Mediziner sagen: Auch psychische Faktoren können die Entwicklung von Ohrgeräuschen begünstigen. Die Hauptursache ist Stress. Das dabei ausgeschüttete Hormon Kortisol lässt kleinste Gefäße im Ohr verkrampfen. Das irritiert die Sinneszellen, die am Hörvorgang beteiligt sind. Durch die fehlerhafte Signalverarbeitung im Gehirn entstehen Ohr-Nebengeräusche. Was dagegen hilft: Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation.

Knistern im Ohr: Daher kommt es und das kannst du dagegen tun

Bluthochdruck

Ein pulsierendes Rauschen in den Ohren kann ein Warnhinweis für einen zu hohen Blutdruck sein. Wir hören dann unser eigenes Blut, das mit erhöhtem Druck im Takt unseres Pulses durch die Adern fließt.

Bitte deinen Hausarzt oder Apotheker möglichst bald, deinen Blutdruck zu kontrollieren. Besonders, wenn sich weitere Symptome wie innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder ein gerötetes Gesicht einstellen. Bei Werten dauerhaft über 140/90 mmHg sollte behandelt werden. Gut zu wissen: Oft werden die durch Bluthochdruck ausgelösten Ohrgeräusche von anderen Symptomen begleitet. Zu ihnen zählen zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Nasenbluten.

Puls im Ohr: Wenn du deinen Herzschlag hörst

Grippale Infekte

Sie hören die Welt wie durch Watte? Hinzu kommt Ohrenrauschen? Dahinter steckt oft eine Erkältung, bei der sich Sekret in der sog. Eustachischen Röhre, die Mittelohr und Nasenrachen miteinander verbindet, staut. Ist der Infekt ausgestanden, verschwinden die unangenehmen Begleiterscheinungen meist rasch und die Ohren werden wieder frei.

Verspannungen und Blockaden

Neue Studien zeigen, dass auch Verspannungen in Schulter und Nacken Ohrgeräusche verursachen können. Nerven und Muskeln liegen im Nacken nah an den Ausläufern des Stammhirns – dort wiederum sitzt ein Nervenkern, der fürs Hören zuständig ist.

Sind Muskeln dauerverkrampft, kann dies zu einer Nervenreizung führen und Misstöne auslösen. Dann können Massagen, Krankengymnastik und Dehnen helfen. Tipp: Auch häufiges bewusstes Gähnen wirkt effektiv. Dabei den Mund möglichst weit öffnen und zehn Sekunden halten.

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Tinnitus behandeln

Verschwinden Ohrgeräusche auch nach 24 Stunden nicht, solltest du zum Arzt gehen. Bleibt das Piepen trotz Behandlung dauerhaft bestehen, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Ziel ist dann, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern – etwa mit Entspannungs- und Verhaltenstherapien oder speziellen Hörgeräten.

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