Als Kräuter oder ÖlRosmarin: Wirkung der gesunden Heilpflanze

Rosmarin ist lecker und gesund, oder? Welche Rosmarin-Wirkung und Nebenwirkungen du kennen und was du in der Schwangerschaft beachten solltest, verraten wir dir hier.

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Inhalt
  1. Rosmarin: Wirkung einer uralten Heilpflanze
  2. Rosmarin: Gesund durch diese Inhaltsstoffe
  3. Rosmarin-Wirkung und Nebenwirkungen
  4. Rosmarinöl in der Schwangerschaft

Die Heilwirkung von Rosmarin ist lange bekannt - aber wie genau wirkt die Pflanze denn überhaupt? Was Rosmarin für deine Gesundheit tut und welche Nebenwirkungen der Heilpflanze auftreten können, kannst du im Artikel nachlesen.

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Rosmarin: Wirkung einer uralten Heilpflanze

Wir alle kennen diese Heilpflanze - es geht um eine Kräuterart, die uns schon viele Essen verfeinert hat. Es handelt sich natürlich um den guten, alten Rosmarin (lat. Salvia rosmarinus bzw. Rosmarinus officinalis). Die Pflanze kommt bei uns in vielerlei Fällen zur Verwendung: klassisch als Gewürz, aber auch als Tee und wegen seiner ätherischen Öle, aus dem das Rosmarinöl gewonnen wird.

Das hört sich ja alles schon sehr gut an und sogar der botanische Name Rosmarinus officinalis deutet darauf hin, dass Rosmarin schon seit langer Zeit als Heilpflanze zur Anwendung kommt. Denn das lateinische Wort "officin" war einstmals die Bezeichnung für eine Apotheke. Außerdem ist die Pflanze aus der Gattung der Lippenblütler ein Symbol für Liebe und Treue - was sogar die alten Griechen dazu brachten, sie ihrer Göttin Aphrodite zu weihen.

Die Rosmarin-Wirkung beschränkt sich also nicht nur auf eine Verfeinerung leckerer Rezepte, sondern bezieht sich vor allem auf die Gesundheit. Die ätherischen Öle wurden aber früher auch gerne bei Parfum-Rezepten verwendet - inzwischen ist Rosmarinöl eher selten enthalten. Eine Formeln wie die des Kölnisch Wassers bauen aber weiterhin auf den Duft des Rosmarinöls. Es kommt zudem in Badezusätzen und Salben oder Cremes zum Einsatz.

Rosmarin: Wirkung und Nebenwirkung des Krautes sind unterschiedlich
Rosmarin hat verschiedene Wirkungen
Foto: panida wijitpanya/iStock

Für ein besonderes Aroma soll Rosmarin sorgen, wenn die getrockneten Blätter in die Grillkohle gelegt werden. Diese Form der Anwendung soll bewirken, dass das Grillgut eine besondere Räuchernote erhält. Doch wie so viele Gewürze hat Rosmarin auch noch ein paar gesundheitliche Eigenschaften, die es neben seiner Verwendung in Rezepten beliebt gemacht haben. Wie das Gewürz wirkt, erfährst du nun.

 

Rosmarin: Gesund durch diese Inhaltsstoffe

Die Rosmarin-Wirkung wird durch die Inhaltsstoffe bzw. Wirkstoffe erreicht. Hierbei haben diese Gruppen ganz besonders viel Anteil: ätherische Öle und damit verbundene Terpene (also die Bestandteile des Öls) sowie Bitterstoffe und Gerbstoffe. Wegen welcher Inhaltsstoffe genau Rosmarin als gesund Heilpflanze  verwendet wird, siehst du in der nachfolgenden Liste.

Zu den mit den ätherischen Ölen (machen ca. 1% bis 2,5% des Rosmarins aus) verbundenen Inhaltsstoffen im Rosmarinus officinalis gehören u.a.:

  • alpha-Pinen
  • 1,8-Cineol
  • Kampfer

Relevante weitere Substanzen wie Gerb- und Bitterstoffe im Kraut sind u.a.:

  • Carnosolsäure
  • Rosmarinsäure
  • Flavonoide
  • Saponine
  • Eisen
  • Vitamin A
  • Vitamin B1
  • Vitamin C
  • Niacin
  • Kalium
  • Kalzium

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Rosmarin-Wirkung und Nebenwirkungen

Die verschiedenen Stoffe im Rosmarin haben diverse Auswirkungen, die das Gewürz zu der Heilpflanze machen, die es ist. Das Kraut hat unterschiedliche Eigenschaften und kann auf verschiedene Arten verwendet werden - ganz egal ob im Tee oder eben in der Küche, als Duftstoff oder in Salben und Cremes.

Als Gewürz verwenden wir Rosmarin hauptsächlich wegen seines Geschmacks. Schließlich schmeckt Mariniertes mit dem Heilkraut viel aromatischer - ähnlich wie bei Thymian oder Salbei. Der nette Nebeneffekt ist, dass es bei Blähungen und Völlegefühl - also Verdauungsbeschwerden im Oberbauch, besonders wirksam ist.

Außerdem hat Rosmarin eine stark antioxidative Wirkung, die adstringierende Wirkung im Mund (= auf der Zunge zusammenziehen) und der bittere Geschmack werden durch die in der Pflanze enthaltenen Tannine ausgelöst.

Durch das 1,8-Cineol hat das ätherische Rosmarinöl richtig angewendet eine schleimlösende und bakterizide Wirkung. Menschen mit Asthma sollten wie bei jedem ätherischen Öl auf Inhalationen verzichten.

Auf der Haut angewendet kann Rosmarinöl die Durchblutung anregen und kann den Kreislauf wieder in Schwung bringen, außerdem hilft es gegen Verspannungen. Falls du Schmerzen in den Beinen wie Muskelkater hast, obwohl du keinen Sport gemacht hast, kannst du hier lesen, was die Gründe sein könnten.

Doch auch ein Bad macht Freude - und eins mit Rosmarinöl erst recht. Wird Rosmarinöl als Badezusatz verwendet, zeigt es eine belebende Wirkung. Wenn du also schlapp bist, kann dich das Öl wieder frisch und fit machen. Gerade nach einer harten Arbeitswoche ist das vielleicht genau das richtige. Solltest du allerdings Herz- oder Kreislaufprobleme haben, an Krampfadern leiden, einen Infekt mit Fieber oder eine Hautkrankheit haben, solltest du laut der Experten der Apotheken Umschau besser mit deinem Arzt sprechen, bevor du das Bad nimmst.

Bei normaler Einnahme gibt es keine bekannten Rosmarin-Nebenwirkungen. Ausnahmen sind lediglich, wenn du gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch bist und sich eine allergische Reaktion zeigt. Zudem solltest du nicht zu große Mengen Rosmarinöl zu dir nehmen, denn das hat dann doch ein paar Nebenwirkungen:

  • Magen-Darm-Grippe
  • Nierenentzündung

Allerdings sind diese Nebenwirkungen nur möglich, wenn die empfohlenen Dosierungen überschritten werden. Deshalb solltest du das Öl niemals unverdünnt auf die Haut auftragen. Das kann zu Hautrötungen oder Reizungen führen. Wegen des Kampfers sollte das Rosmarinöl zudem niemals bei Säuglingen oder Kleinkindern oral angewandt werden, da es u.a. zu Atemnot führen kann. Für andere Verwendungen solltest du deinen Arzt fragen.

Außerdem ist es laut des Pharmazeuten und Biologen Prof. Dr. Eberhard Teuscher möglich, dass das Rosmarinöl gestreckt ist mit 1,8-Cineol, Borneol, Bornylacetat, Eukalyptusöl, Kampferöl oder Terpentinöl und evtl. diese Nebenwirkungen auslösen können.

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Rosmarinöl in der Schwangerschaft

Sehr wichtig ist allerdings eine Wirkung des Rosmarinöls für Schwangere. Es gibt Hinweise darauf, dass es die Gebärmutter stimulieren könnte und somit abtreibend wirkt. Tierversuche mit Mäusen konnten diesen Effekt nicht beweisen, dennoch steht der Verdacht im Raum. Deswegen ist Rosmarinöl für Schwangere tabu, kleinere Mengen Rosmarin in Rezepten sollten aber kein Problem darstellen. Bei Unsicherheit beim Thema Rosmarin in der Schwangerschaft solltest du deine Ärztin um Rat fragen.

Artikelbild und Social Media: panida wijitpanya/iStock

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