DurchblutungsstörungSchaufensterkrankheit: Schmerzen in den Beinen - so merkst du, dass du betroffen bist!

Die Krankheit mit dem ungewöhnlichen Namen ist nicht sehr bekannt - viele Betroffene wissen nichts von ihr, leiden jedoch unter enormen Schmerzen in den Beinen. Lies hier, was die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten sind.

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Inhalt
  1. Was steckt hinter der Schaufensterkrankheit
  2. Schaufensterkrankheit: Das sind die Symptome
  3. Therapie und und Selbsthilfe bei Schaufensterkrankheit

Drei Millionen Deutsche leiden unter Durchblutungsstörungen in den Beinen: Der so genannten "Schaufensterkrankheit". Dumpfe Beinschmerzen zwingen Betroffene immer wieder, stehen zu bleiben. Vielen ist das peinlich. Sie überspielen das mit interessiertem Schaufenster-Gucken. Daher rührt auch der Name der Krankheit.

 

Was steckt hinter der Schaufensterkrankheit

Zwei Drittel der Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung, die unerkannt und daher auch oft unbehandelt bleibt.

Die häufigste Ursache und der größte Risikofaktor der Schaufensterkrankheit ist das Rauchen von Tabak, da das Rauchen für arteriellen Verschlüsse sorgt. Die Muskeln erhalten nicht mehr genug Blut und Sauerstoff.

Als weitere und zweithäufigste Ursache ist Diabetes zu nennen. Auch ein zu hoher Cholesterinspiegel, Thrombose, Bluthochdruck und Übergewicht können das Entstehen der Schaufensterkrankheit begünstigen.

Schmerzen in den Beinen - das kann noch dahinter stecken:

 

Schaufensterkrankheit: Das sind die Symptome

Man teilt die Schaufensterkrankheit in vier Stadien ein. Im ersten Stadium bist du schmerzfrei. Die Arterienwände sind leicht verändert. Im zweiten Stadium hast du krampfähnliche Beschwerden und Schmerzen in den Beinen. Im dritten Stadium bekommst du Schmerzen während der Ruhephasen, zum Beispiel, wenn du deine Beine hochlegst. Lässt du die Beine locker hängen, bringt dies Linderung. Im vierten Stadium bilden sich Geschwüre an den Beinen. Außerdem stirbt Gewebe ab. Hier kann manchmal nur noch eine Amputation helfen.

Suche dringend einen Arzt auf, wenn du eines oder mehrere der folgenden Warnsymptome bei dir feststellt: Schmerzen beim Gehen, die durch Pausen nachlassen, kalte Füße und/oder kalte Unterschenkel, Verlust an Unterschenkel-Behaarung, fleckig-bräunlich oder bläulich verfärbte Beine, schlecht heilende Hautrisse, auch Nagelpilz, Kribbeln oder Brennen.

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Therapie und und Selbsthilfe bei Schaufensterkrankheit

Ein kleiner Eingriff hilft bereits, damit die Beine wieder optimal durchblutet werden: Um schwere Durchblutungsstörungen in den Beinen beseitigen zu können, hilft jetzt ebenfalls das „LimFlow“-Verfahren, auch venöse Arterialisierung genannt.

Dr. Michael Lichtenberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) und Chefarzt der Klinik für Angiologie im Klinikum Hochsauerland in Arnsberg erklärt: "Bei diesem Verfahren wird der Blutfluss in den Beinen des Patienten umgeleitet. Und zwar mit einem ultraschallgeführten Katheter und speziellen Stents. Man umgeht die krankhaften und verschlossenen Arterien und leitet den Blutfluss in die Vene." Der Eingriff findet unter lokaler Betäubung statt und wird von den Krankenkassen übernommen. Wichtig ist, dass man die Ursachen der Arterienverkalkung vermeidet. An erster Stelle empfehlen Ärzte, das Rauchen einzuschränken. Und auch Abnehmen tut den Adern gut – meide also vor allem tierisches Fett sowie Zucker (Redaktion Avanti Ausgabe 2/2021).

Eine Behandlungsmöglichkeit der Schaufensterkrankheit liegt ebenfalls im regelmäßigem Geh- und Gefäßtraining, was die Sauerstoffversorgung in Muskulatur und Gewebe verbessern soll. Um eine Verbesserung zu erzielen ist es wichtig, dass die Übungen mindestens zwei- bis viermal pro Woche für etwa 60 Minuten durchgeführt werden. Die passenden Übungen findet du hier: Beintraining für Anfänger oder Fortgeschrittene 

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