Postorgasmic Illness SyndromSperma-Allergie: Das sind die Symptome!

Eine Sperma-Allergie ist selten, aber nicht ungefährlich. Diese Symptome zeigen die Abwehrreaktion des Immunsystems.

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Inhalt
  1. Sperma-Allergie? Diese Symptome zeigen es
  2. Wie lebt es sich mit einer Allergie gegen Spermien?
  3. Was, wenn eine  betroffene Frau schwanger werden möchte?
  4. Können auch Männer eine Sperma-Allergie haben? Weichen die Symptome ab?

Juckende Haut, Schwellungen und Rötungen sind typische Symptome von Allergien. Anschließend kommt es zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen - in schlimmen Fällen zu Atemnot, Ohnmacht und einem anaphylaktischen Schock, der tödlich enden kann. Aber wie ist das bei einer Sperma-Allergie? Was sind die Symptome?

Eine Frau beschreibt in verschiedenen Internet-Foren, wie man sich fühlt, wenn man bemerkt gegen etwas allergisch zu sein, was für viele Menschen zu ihrem Sex-Leben einfach dazugehört: Sperma.

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Sperma-Allergie? Diese Symptome zeigen es

Die Symptome einer Sperma-Allergie, die die Frau beschreibt, sind:

  • heftiges Brennen und Juckreiz in der Vagina
  • anschwellende Schleimhäute
  • Hautausschläge
  • Übelkeit bis zum Erbrechen
  • Durchfall

Diese Syptome zeigen sich bei der Betroffenen jedes Mal nach dem Sex, wenn sie in Kontakt mit Sperma kommt.

Zunächst ist es der Frau peinlich, mit den Beschwerden zum Arzt zu gehen. Als sie es nicht mehr aushält, sucht sie einen Gynäkologen auf. Sein Verdacht: Sperma-Allergie. Also sucht die Frau einen Allergologen auf. Nach einem Test bestätigt er ihr die seltene Allergie gegen Sperma.

Genau genommen sind Betroffene jedoch nicht gegen die Spermien an sich allergisch. Viel mehr ist es die Flüssigkeit, in der die Spermien sich befinden, das sogenannte Seminalplasma. Dieses Plasma enthält ein bestimmtes Eiweiß, das sogenannte prostataspezifische Antigen, kurz PSA. Es wird in der Prostata produziert und ist somit in jedem Sperma enthalten. Im Rückschluss heißt das für die Allergiker: Es ist egal, wessen Sperma es ist, mit dem sie in Kontakt kommen - jedes löst bei ihnen die allergische Reaktion aus.

Wie viele Menschen davon betroffen sind, ist unklar. Weltweit sind nur etwa 100 Fälle beschrieben, amerikanische Daten gehen von rund 40.000 Betroffenen aus. Die Dunkelziffer der Sperma-Allergiker, so schätzen Experten, ist hoch. Das Brennen und Jucken beim Sex ist für Betroffene sehr unangenehm, oft gehen sie davon aus, dass es eine Krankheit ist, die mit Salben und Hoffnung wieder weg geht. Viele Menschen wissen gar nicht, dass so etwas wie Sperma-Allergie überhaupt existiert.

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Wie lebt es sich mit einer Allergie gegen Spermien?

Wer unter dieser Allergie leidet, muss beim Sex Kondome benutzen. Sie schützen vor jeglichem Kontakt mit der Spermaflüssigkeit.

 

Was, wenn eine  betroffene Frau schwanger werden möchte?

Frauen mit Sperma-Allergie sind keineswegs unfruchtbar. Treten die Symptome nur in geringem Maße auf, reichen schon allergieunterdrückende Medikamente vor dem Sex aus.

Wer sich Zeit lassen kann und will, kann mit einer Hyposensibilisierung starten, bei der ihr Körper eine Toleranz gegen das Sperma entwickeln kann. Die Behandlung der Hyposensibilisierung wird bei fast allen Allergien angewendet, um das Leiden zu bekämpfen oder zumindest zu minimieren.

Eine dritte Option: künstliche Befruchtung. Dabei wird dem Sperma die Flüssigkeit entzogen, sodass nur das Spermium direkt in die Eizelle iniziert wird. Die Kosten für diese Behandlung übernimmt die Krankenkasse allerdings nicht.

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Können auch Männer eine Sperma-Allergie haben? Weichen die Symptome ab?

Auch Männer können eine Sperma-Allergie entwickeln. Dieses Postorgasmic Illness Syndrom, kurz POIS, kann bei Männern grippeähnliche Symptome hervorrufen (Fieber, Schüttelfrost, Schwitzen). Sie treten etwa eine halbe Stunde nach dem Samenerguss auf und können bis zu sieben Tagen anhalten.

Bei Männern ist es eine Autoimmunkrankheit - sie vertragen ihr eigenes Sperma nicht. Auch ein Kondom kann in diesem Fall natürlich keine Abhilfe verschaffen. Entweder müssen Betroffene enthaltsam leben oder sich mit den Symptomen arrangieren und diese bekämpfen. Die gute Nachricht: Experten schätzen die Zahl betroffener Männer noch weitaus geringer ein, als die betroffener Frauen. Doch auch hier gilt: Die Dunkelziffer kann weitaus höher sein...

(ww7)

 

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