Sperma schlucken: Das sind die 7 häufigsten Fragen!
Beim Thema Sperma schlucken scheiden sich die Geister. Die einen sagen "Ist doch nur Wasser", die anderen finden den Gedanken daran, Sperma zu schlucken, einfach nur ekelig. Die häufigsten Fragen zum Thema.
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- Sperma schlucken ja oder nein?
- Woraus besteht Sperma? Zusammensetzung, Kalorien & Nährstoffe
- Wie schmeckt Sperma?
- Kann man den Geschmack von Sperma durch die Ernährung ändern?
- Ist es gesund Sperma zu schlucken?
- Können beim Sperma schlucken Krankheiten übertragen werden?
- Hygiene & Safer Sex: So kannst du Oralsex sicherer machen
- Gibt es so etwas wie eine Sperma-Allergie?
Viele Männer lieben ihn: Der Blowjob ist die perfekte Art ihn zu verwöhnen - doch viele sind sich unsicher: Sperma schlucken, ja oder nein? Wir haben alle wichtigen Fragen zu diesem Thema gesammelt und bringen Licht ins Dunkle.
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Sperma schlucken ja oder nein?
Die Entscheidung ob du das Sperma deines Partners schlucken möchtest oder nicht liegt bei dir. Für viele ist das Schlucken von Sperma oder Periodenblut, wie beim Rainbow Kiss, einfach ein Zeichen von purer Intimität und Genuss. Andere hingegen können dem Nichts abgewinnen. Und das ist auch völlig in Ordnung!
Wichtig ist, sich klar zu machen, dass ihr euch eure Liebe auf ganz unterschiedliche Weise zeigen könnt. Fühlen sich alle Beteiligten wohl, gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, wenn es um (Oral-) Sex geht.
Uns ist es wichtig zu betonen, dass Sperma schlucken keine Pflicht und kein „Beweis“ für guten Sex ist, sondern immer eine Frage von Lust, Grenzen und ob ihr beide Spaß an der Sex-Praktik habt.
Du findest die Vorstellung aufregend, das Sperma deines Partners zu schlucken? Dann solltest du dir den folgenden Artikel durchlesen. Neben interessanten Fakten rund um Sperma kursieren nämlich auch zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten über angebliche gesundheitliche Vorteile. Dabei dienen viele davon lediglich dazu, jemanden zum Schlucken zu überreden.
Welche Gerüchte sich um das Thema ranken, was wirklich dahinter steckt, welche gesundheitlichen Risiken es gibt und ob Sperma tatsächlich gesund ist, erklären wir hier.
Woraus besteht Sperma? Zusammensetzung, Kalorien & Nährstoffe
Die Menge eines Ejakulats beträgt zwischen 2 und 6 Milliliter. Dabei sind in jedem Milliliter zwischen 35 Millionen und 200 Millionen Spermien enthalten (machen nur 0,5 % des gesamten Ejakulats aus). Ein Spermium ist dabei nur etwa 60 Mikrometer lang. Ein Ejakulat hat nur etwa fünf Kalorien – also etwa so viele wie ein Kaugummi.
Etwa 20 Prozent des Spermas besteht aus einem dünnflüssigen, trüben Prostatasekret. Das ist eine Salzlösung, die Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink, Citrat und Spermin enthält. Das Prostatasekret ist mit einem pH-Wert zwischen 6,4 und 6,8 leicht sauer. Weitere 70 Prozent des Spermas sind dagegen alkalisch und enthalten Fruktose (als Energiequelle für die Spermienbewegung). Die restlichen 10 Prozent des Spermas enthalten die Spermien. Insgesamt hat ein (gesundes) Sperma einen pH-Wert zwischen 7 und 7,8, ist also leicht basisch.
Zudem enthält Sperma verschiedene Hormone wie etwa Dopamin ("Glückshormon"), Noradrenalin (zur Blutdrucksteigerung), Tyrosin (zur Beruhigung), Oxytocin ("Kuschelhormon"), Vasopressin (gefäßverengende Wirkung), Östrogene (weibliche Sexualhormone), Pheromone sowie Wasser.
Vom Sperma Schlucken kann man schwanger werden. Das stimmt natürlich nicht! Ist das Sperma im Verdauungstrakt, gibt es von dort aus keinen Weg in die Gebärmutter.
Sperma ist eine gute Proteinquelle. Auch das stimmt nicht. Sperma besteht hauptsächlich aus Wasser und ist nur leicht proteinhaltig.
Sperma hilft gegen Halsschmerzen. Stimmt nicht! Im Gegenteil. Da Sperma einen eher sauren pH-Wert hat, reizt das Ejakulat im Zweifel den ohnehin schon gereizten Hals.
Sperma bestimmt das Geschlecht des Babys. Stimmt! Während die Eizelle immer ein X-Chromosom enthält, bringen Spermien entweder ein X- oder ein Y-Chromosom mit. Erreicht ein Spermium mit X-Chromosom die Eizelle zuerst, entwickelt sich daraus ein Mädchen, bei einem Y-Chromosom wird es ein Junge.
Wie schmeckt Sperma?
Die Antwort darauf ist individuell verschieden, denn zahlreiche Einflüsse können sich auf den Geschmack auswirken. Dazu zählen zum Beispiel Ernährungsgewohnheiten, die Menge an getrunkener Flüssigkeit, Medikamente sowie Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin.
Sie verändern die Zusammensetzung des Ejakulats, was sich direkt am Geschmack und Geruch bemerkbar macht. Meist schmeckt Sperma mild-salzig bis leicht süß, manchmal aber auch bitter oder hat einen metallischen oder Kastanien-Nachgeschmack.
Kann man den Geschmack von Sperma durch die Ernährung ändern?
Das Gerücht ist zwar hartnäckig, aber einfach nicht wahr. Wenn ein Mann auf die Idee kommt "Heute esse ich mal Ananas, dann schmeckt mein Sperma heute Abend meiner Freundin", müssen wir ihn leider enttäuschen. Ernährung kann zwar den Sperma-Geschmack oder -Geruch etwas verändern, ist aber nicht kurzfristig planbar.
Das Ejakulat hat einen charakteristischen Geruch, ausgelöst vom darin enthaltenen Spermin.
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Wer den Oralsex dennoch mit einem anderen Geschmack aufpeppen möchte, der kann zusätzlich Lebensmittel in das Liebesspiel integrieren. Der Pfefferminz Blowjob ist da zum Beispiel ein absoluter Geheimtipp. Genauso wie der prickelnde Bubble Blowjob. Aber auch Gleitgel mit Geschmack bringt eine fruchtige neue Dimension in euer Sexleben.
Ist es gesund Sperma zu schlucken?
Sind sexuell übertragbare Krankheiten ausgeschlossen, ist es weder gefährlich noch super gesund Sperma zu schlucken. In Anbetracht dessen, dass Sperma hauptsächlich aus Wasser besteht und angesichts der geringen Menge an Ejakulat, das beim Schlucken aufgenommen wird, gibt es außerdem den berechtigten Zweifel, ob es überhaupt eine nennenswerte gesundheitliche Wirkung auf den Körper hat.
Nichtsdestotrotz halten sich viele Gerüchte und Halbwahrheiten rund ums Thema „Sperma, das Wundermittel“ hartnäckig. Hier haben wir einige für dich aufgedröselt.
Sperma ist ein Stimmungsaufheller
Der im Sperma enthaltene Hormon-Mix aus Dopamin und Oxytocin soll laut einer Studie der State University of New York eine anti-depressive Wirkung bei Frauen entfalten. Dies wurde allerdings nur anhand vaginaler Absorption untersucht (nicht oral oder anal). Zwar klingt die Theorie plausibel, weil die bekannten Glückshormone Oxytocin und Dopamin im Spiel sind, doch dass Sperma bei Depressionen helfen soll, ist wissenschaftlich bisher nicht belegt.
Wer darüber hinaus beim Sex auf das Kondom verzichtet, geht ein gesundheitliches Risiko ein. Ohne regelmäßige Tests aller Beteiligten auf Geschlechtskrankheiten solltet ihr darauf lieber verzichten.
Hinzu kommt, dass Hormone wie Oxytocin oder Dopamin genauso beim Küssen oder Kuscheln produziert werden - ganz ohne Risiko sich eine Geschlechtskrankheit einzufangen.
Sperma hilft gegen Hautalterung
Fest steht, dass Sperma Spurenelemente, Proteine, Enzyme und andere Substanzen enthält. Einige davon könnten sich tatsächlich positiv auf die Haut auswirken, allen voran das sogenannte Spermidin. Einer Studie aus dem Jahr 2009 zufolge regt Spermidin die Zellerneuerung an.
Bei Spermidin handelt es sich um einen Stoff, den auch andere Organe unseres Körpers (männlich und weiblich) produzieren und der die Regeneration sowie die Reparatur von Zellen unterstützt.
Fakt ist aber auch, dass Sperma nicht dasselbe ist wie reines Spermidin. Zudem blockt die natürliche Hautbarriere viele Stoffe ab. So, dass diese meist gar nicht tief genug vordringen, um eine Wirkung zu entfalten. Das bloße Auftragen des Spermas als „verjüngende Gesichtsmaske“ oder das Schlucken führt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum erhofften Ergebnis.
Hinzu kommt, dass das Polyamin Spermidin genauso in verschiedenen anderen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Grapefruit, Soja und Weizenkeimen vorkommt.
Sperma ist antibakteriell
Bis heute hält sich der Mythos, Sperma zu schlucken würde gegen Halsschmerzen helfen. Das ist natürlich Quatsch. Im schlimmsten Fall reizt die Samenflüssigkeit den Hals noch mehr. Worauf die Halbwahrheit beruht? Immer mal wieder gibt es schlechte, nicht hinreichend erforschte oder falsch interpretierte Studien zum Thema.
So wurde zum Beispiel in dieser Studie die antibakteriellen Eigenschaften von menschlichem Sperma untersucht. Dabei zeigte sich, dass Sperma im Reagenzglas bestimmte Bakterien wie Staphylokokken hemmen kann, andere Bakterien sowie Pilze oder Mykoplasmen jedoch nicht.
Der Haken: Diese Ergebnisse wurden unter Labor Bedingungen erzielt nicht beim Schlucken in den eigenen vier Wänden. Hinzu kommt, dass eindeutige Belege fehlen. Denn wie es in der Studie heißt: „Die Natur möglicher antibakterieller Substanzen im Sperma wird diskutiert.“
Können beim Sperma schlucken Krankheiten übertragen werden?
Ja, tatsächlich. Genau wie das Scheidensekret kann auch das Sperma Viren von sexuell übertragbaren Krankheiten enthalten. Laut der deutschen Aidshilfe kann es durch ungeschützten Oralverkehr auch zu Infektionen kommen wie zum Beispiel mit den HI-Viren. Aber auch andere sexuelle Krankheiten wie Syphilis-Erreger, Tripper, Hepatitis B, Chlamydien oder HP-Viren können auf diese Weise übertragen werden Sperma schlucken solltest du also nur, wenn du über den Gesundheitszustand deines Partners Bescheid weißt. Am besten benutzt du ansonsten ein Kondom.
Das Risiko sich beim Oralsex zu infizierenist zwar geringer als bei vaginalem oder analem Sex, aber geringer heißt nicht, dass kein Risiko besteht.
Hygiene & Safer Sex: So kannst du Oralsex sicherer machen
Solltet ihr eine offene Beziehung führen oder wechselnde Sexualpartner*innen haben, empfehlen wir auch beim Oralsex unbedingt auf Lecktücher oder Kondome zurückzugreifen. Gerade für die gebende Person beim Blasen und Lecken besteht ein größeres Risiko einer Infektion. Deshalb geht auf Nummer sicher!


Gibt es so etwas wie eine Sperma-Allergie?
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) berichtet, dass zwar nur 60 Fälle von Sperma-Allergie in Deutschland medizinisch dokumentiert seien, die Dunkelziffer liege aber wohl deutlich höher. Typische Symptome sind neben Hautreizungen auch Erbrechen, Durchfall, Atemnot und ein allergischer Schock. Auch Männer können eine Sperma-Allergie entwickeln (Autoimmun-Reaktion).
Wer eine "Sperma-Allergie" hat, ist nicht auf die komplette Flüssigkeit allergisch, sondern bloß auf das im Sperma enthaltene Eiweiß.
Artikelbild und Social media: katleho Seisa/iStock








