LiebesproblemeStashing: Was es bedeutet, wenn ein Mann dich verheimlicht

Er verheimlicht mich! Stashing - was es bedeutet, wenn ein Mann dich zu Beginn einer Beziehung verheimlicht, erklärt Beziehungsexperte und Parship-Coach Eric Hegmann.

Inhalt
  1. Was es bedeutet, wenn ein Mann dich verheimlicht
  2. Furcht vor der Meinung der Freunde?
  3. Wer den Partner versteckt, will sich nicht einlassen
  4. Zum Partner stehen bedeutet, sich als Paar zu zeigen
  5. Auch Männer können unter Stashing leiden

 

Was es bedeutet, wenn ein Mann dich verheimlicht

Ganz zu Beginn einer Beziehung kann es vorkommen, dass du in folgende Situation gerätst: du hast den Eindruck, es läuft ganz gut, zwischen dir und dem neuen Mann. Von dir aus könnten ruhig Familie und Freunde so langsam von euch erfahren. Er allerdings windet sich immer wieder geschickt darum herum, dich irgendjemandem vorstellen zu müssen. Er will sich offenkundig nicht offiziell zu dir als Freundin bekennen.

Den Partner vor den Freunden und der Familie zu verbergen, dieses Dating-Phänomen wird als „Stashing“ bezeichnet, ein englischer Begriff, der von „to stash“ stammt: verstecken. Die möglichen Gründe für das Verstecken können sehr vielfältig sein - es muss nicht zwangsläufig Bindungsangst dahinter stecken!

 

Furcht vor der Meinung der Freunde?

Seinen neuen Partner den Freunden und der Familie vorzustellen, ist ein Zeichen von Wertschätzung und Verbindlichkeit. Dieses Vorstellen erfordert Mut, denn die zarte Pflanze Verliebtheit übersteht selten einen eisigen Kritikguss, wenn alle Freunde die Augen verdrehen oder per Textnachricht fragen, ob „das wirklich dein Ernst wäre?“

Die Angst vor Zurückweisung durch ausbleibende Anerkennung ist bei vielen Menschen gewaltig - eine mögliche Ursache für das Versteckspiel!

Der Begriff Stashing meint das Verheimlichen eines möglichen neuen Beziehungspartners.
Der Begriff Stashing meint das Verheimlichen eines möglichen neuen Beziehungspartners.
Foto: iStock

Wie schwierig es manchen Singles heute fällt, verbindlich zu sein und zu dieser Haltung auch mutig nach außen festzuhalten, zeigt sich beispielsweise in der Diskussion, ab wann der neue Kontakt auf Instagram und Facebook präsentiert wird. Stashing beginnt in der Wahrnehmung bereits beim Fehlen eines passenden Hashtags beziehungsweise dem Ausbleiben der Verlinkung oder Markierung.

 

Wer den Partner versteckt, will sich nicht einlassen

Den Partner vor Freunden und Familie zu verstecken, ist immer ein Zeichen von Unsicherheit oder geringem Interesse. Entweder der Kontakt befürchtet, seine Partnerwahl würde von den Menschen kritisiert, die ihn am besten kennen und mit denen er schließlich auf einer Wellenlänge liegt, oder es lohnt für ihn den Aufwand nicht, den neuen Kontakt vorzustellen, weil daraus sowieso keine Beziehung entstehen würde.

 

Zum Partner stehen bedeutet, sich als Paar zu zeigen

Warum Menschen „stashen“, hat sehr viel mit Selbstwert zu tun, ob mich eine andere Meinung bedroht oder ob ich zu meinen Entscheidungen stehen kann. In wenigen Fällen ist es aber auch Selbstschutz.

Eine Klientin hatte beispielweise nicht Angst vor der Ablehnung des neuen Kontaktes durch die Eltern und die Freunde, sondern vor deren Zustimmung. Denn sobald die erfolgte, kickte bei ihr die Bindungsangst ein. Der Gedanke, der dahinterlag: „Sobald andere sehen, dass dies eine Beziehung ist, wird mir das zu verbindlich und nah.

Es kann also vorkommen, dass jemand versteckt wird, weil er „zu gut“ ist. Aber darauf hoffen sollte man nicht. Die Erfahrungsberichte zeigen schon deutlich: Wenn man nicht irgendwann den Freunden vorgestellt wird, dann wird aus der Affäre auch keine Beziehung.

 

Auch Männer können unter Stashing leiden

Frauen scheint nicht unbedingt häufiger als Männern zu passieren, versteckt zu werden, aber sie vermissen und hinterfragen „Stashing“ früher. Die neue Frau an seiner Seite vorzustellen, das ist in einer Zeit unverbindlichen Kennenlernens bereits ein Indiz von Verbindlichkeit.

Der Volksmund sagt: „Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.“ Wie so oft steckt in diesen Aussagen ein wahrer Kern: Die Menschen, mit denen ich mich umgebe, denen ähnle ich, weil wir uns für die gleichen Dinge interessieren, weil wir zusammen viel erfahren haben, weil wir uns in unterschiedlichsten Situationen erleben konnten.

Vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Fall, dass jemandem der Freundeskreis so peinlich ist, dass man befürchtet, den neuen Schwarm zu vergraulen. Doch sollte das als Argument kommen, ist dies höchstwahrscheinlich nur ein Vorwand.

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