FrühwehenVorzeitige Wehen: Das musst du wissen

Wie erkenne ich vorzeitige Wehen?
Wie erkennt man vorzeitige Wehen?
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Inhalt
  1. Ursachen: Wie entstehen vorzeitige Wehen?
  2. Symptome: Wie erkennt man vorzeitige Wehen?
  3. Was kann man bei Frühwehen tun?

Viele Schwangere haben Angst vor vorzeitigen Wehen. Umso wichtiger ist es, informiert zu sein. Was vorzeitige Wehen sind, wie du sie erkennst und was du tun kannst, wenn sie eintreten.

In der Schwangerschaft lernt man seinen Körper noch einmal ganz neu kennen. Jede kleine Veränderung wird wahrgenommen – umso beunruhigender zeigen sich werdende Mütter, wenn plötzlich Kontraktionen auftreten, obwohl der Geburtstermin noch in der Ferne liegt. Als vorzeitige Wehen werden Wehen bezeichnet, die vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche auftreten.

Doch was kaum jemand weiß: Bereits ab der 25. Schwangerschaftswoche kann es zu Übungswehen kommen. Dabei handelt es sich lediglich um ein Training des Körpers, bei dem sich der Bauchraum kurzzeitig und meist schmerzfrei verhärtet. Diese unregelmäßigen Kontraktionen sind harmlos.

Kurz vor Entbindung folgt eine weitere Übungswoche. Meist ab der 36. Woche können sogenannte Vorwehen auftreten, Schwangere verspüren dabei gelegentlich ein Ziehen in Rücken und Bauch, der verhärtet ist. Auch das ist normal und deutet nicht auf eine Frühgeburt hin.

Vorzeitige Wehen oder Frühwehen bedeuten hingegen, dass der Körper die Geburt bereits einleitet.

 

Ursachen: Wie entstehen vorzeitige Wehen?

Was genau die vorzeitigen Wehen auslöst, bleibt in den meisten Fällen unklar. Es gibt allerdings einige Risikofaktoren, die Frühwehen begünstigen können:

  • Infektionen
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Überdehnung der Gebärmutter
  • Zu viel Fruchtwasser
  • Stress, psychische Belastung
  • Plazentalösung

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Symptome: Wie erkennt man vorzeitige Wehen?

Im Gegensatz zu den Übungswehen treten bei vorzeitigen Wehen bereits Schmerzen auf. Ein leichtes Stechen oder Ziehen kann jederzeit auftreten - das ist bei den Veränderungen in der Schwangerschaft auch normal. Aufhorchen sollte man, wenn die Schmerzen stärker und regelmäßiger werden. Die Kontraktionen der Gebärmutterwand folgen wie bei normalen Wehen in immer kürzeren Abständen aufeinander.  Ein sicheres Zeichen für vorzeitige Wehen ist zusätzlich die Öffnung des Muttermundes. 

 

Was kann man bei Frühwehen tun?

Wenn frühzeitige Wehen und Kontraktionen öfter als dreimal pro Stunde auftreten, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Dort wird zunächst untersucht, ob es sich tatsächlich um Wehen handelt. In manchen Fällen reicht bereits Ruhe und Entspannung, um die Gebärmutter zu entlasten. Falls der Muttermund jedoch bereits geöffnet ist, können Ärzte die Geburt zwar nicht mehr aufhalten, aber immer noch verzögern.

Dafür verordnen sie sogenannte Wehenhemmer. Zusätzlich gibt es mittlerweile aber auch spezielle Medikamente für das Baby. Diese gelangen über die Plazenta zum Kind und beschleunigen die Reifung der Lunge. So wird das Baby auf die Frühgeburt vorbereitet und kann in vielen Fällen bereits eigenständig atmen.

Das Einzige, was man als Schwangere selbst tun kann, ist, sich gut auf die Geburt vorzubereiten und sich an die Anweisungen des Arztes halten. Ist der Muttermund noch nicht geöffnet, kann auch strikte Bettruhe helfen – so oder so gilt für die werdende Mutter: Ruhe bewahren!

Damit die Sachen im Ernstfall schon gepackt sind, erfährst du im Video, was in jeden Klinikkoffer gehört:

 

(ww4)

 

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