MasturbierenSelbstbefriedigung Schwangerschaft: Was du darfst und worauf du achten solltest

Selbstbefriedigung in der Schwangerschaft? Klar! Worauf du allerdings achten solltest und welche positiven Effekte Masturbation haben kann, verraten wir dir.

Inhalt
  1. Warum Masturbation in der Schwangerschaft gut sein kann
  2. Wann solltest du auf Selbstbefriedigung in der Schwangerschaft verzichten?
  3. Vibrator in der Schwangerschaft: Ein Tabu oder kein Problem?

Viele Frauen haben in der Schwangerschaft keine Lust mehr auf Sex, andere wiederum mehr denn je. Egal ob du mehr Typ eins oder zwei entsprichst, beides ist völlig ok. Um sich langsam an das ranzutasten, was dir momentan gefällt, oder weil du mehr Lust hast als dein Partner: Selbstbefriedigung in der Schwangerschaft ist nicht nur legitim, sondern hat auch zahlreiche positive Nebeneffekte. Welche das sind und worauf du dennoch achten solltest, verraten wir dir.

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Warum Masturbation in der Schwangerschaft gut sein kann

Sex ist während der Schwangerschaft eigentlich kein Problem, wobei Masturbation zur sichersten Variante gehört. Zudem wird dadurch Blutfluss im Uterus gesteigert und dein Kind bekommt so mehr Sauerstoff.

Aber es gibt noch mehr gute Gründe, selbst Hand anzulegen. Vielleicht hat dein Partner nicht immer Lust oder eventuell ist auch einfach nur dein Babybauch im Weg. Dann ist ein gegenseitiger Handjob eventuell genau das Richtige.

Masturbation kann außerdem Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Rücken- oder Ischiasbeschwerden, aber auch geschwollene Füße lindern. Zumindest hilft es einigen. Auf jeden Fall baut Sex, egal in welcher Form, Stress ab, verbessert den Schlaf und setzt Glückshormone frei.

Zusätzlicher Pluspunkt: Orgasmen sind in der Schwangerschaft deutlich intensiver! Denn während dieser Zeit sind deine Genitalien sehr gut durchblutet. Dein Baby freut sich übrigens auch sehr, wenn du einen Orgasmus hast. Denn vom Sex bekommt dein ungeborenes Kind nichts mit, aber hinterher wird es mit Endorphinen überschüttet.

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Wann solltest du auf Selbstbefriedigung in der Schwangerschaft verzichten?

Doch, auch wenn generell gilt "Tu das, was dir guttut", gibt es von dieser Regel ein paar Ausnahmen. Auf jegliche Form der Selbstbefriedigung solltest du in der Schwangerschaft verzichten, wenn …

  • ... du eine Risikoschwangerschaft hast und die Gefahr einer Frühgeburt besteht. Dann könnte ein Orgasmus Wehen auslösen.
  • ... es bereits eine Vorgeschichte in Bezug auf vorzeitige Wehen gibt.
  • ... du einen geschwächten Gebärmutterhals hast. Denn dann kann sich dein Muttermund auch ohne Wehen öffnen. Daher solltest du hier, wenn überhaupt, nur oberflächlich Hand anlegen.
  • ... deine Plazenta zu tief sitzt.
  • ... du bereits Vaginalblutungen hattest.
  • ... eine Uterusinfektion vorliegt.
  • ... intrauterine Wachstumsbeschränkungen vorliegen.

Generell gilt: Sprich offen über deine Bedürfnisse mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen. Er/Sie kann dir genau sagen, worauf du im Speziellen achten solltest.

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Vibrator in der Schwangerschaft: Ein Tabu oder kein Problem?

Wenn dein Arzt oder deine Ärztin keine Bedenken äußert, sind Vibratoren in der Schwangerschaft kein Problem. Gleiches gilt für Dildos. Allerdings solltest du es generell ruhig angehen lassen. Dr. Krychman (Autor von „100 Questions & Answers About Women's Sexual Wellness and Vitality“) erklärt, dass Sextoys bei korrekter Anwendung sicher sind. Auch, wenn sich ein Vibratoren in der Regel mit einem Warnhinweis versehen sind. 

Von Liebesperlen solltest du aber lieber die Finger lassen. Sie können den Muttermund reizen sowie  vorzeitige Wehen auslösen.

Zudem solltest du besser zu auf Sextoys, die du mit einer Fernbedienung oder App bedienst, verzichten. Denn die Auswirkungen von Funkwellen in der Nähe eines ungeborenen Babys sind noch unerforscht.

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Sextoys in der Schwangerschaft: Darauf solltest du achten!

Du hast das Go, um Sextoys zu verwenden? Dann solltest du auf Folgendes achten:

  • Verwende nur Sexspielzeug, das schadstofffrei ist und aus medizinischem und hautfreundlichem Silikon besteht.
  • Verzichte auf übergroße und überlange Exemplare.
  • Verwende Gleitgel auf Wasserbasis.
  • Reinige das Spielzeug mit Toy Cleaner.
  • Bewahre dein Sextoy so auf, dass weder Schmutz noch Staub darauf gelangen kann.
  • Dein Sexspielzeug sollte heile sein. Denn in Rissen können sich Bakterien ansammeln.

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