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Was ist der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco?!

Du fragst dich schon immer was der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco ist? Erfahre bei uns alle Fakten zum Thema!

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Advent, Weihnachten und Silvester, gerade in der Winterzeit, wenn sich Familie und Freunde zum Anstoßen zusammenfinden, fragst du dich worin eigentlich der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco liegt? Bei uns erfährst du alle wichtigen Infos und Fakten über die Schaumweine im Überblick.

Feierlicher Toast mit Lichterketten und Schaumwein
Foto: wilpunt/ iStock

1. Unterschied Sekt und Prosecco - Die Herkunft

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Sekt und Prosecco ist wohl das Herkunftsland. Mit der Bezeichnung "Sekt" sind vor allem Schaumweine aus Deutschland und Österreich gemeint. Meistens werden für die Produktion von Sekt mehrere Rebsorten gemischt: Gekennzeichnet werden diese Flaschen Sekt dann als Cuvées.

Auf diese Weise erzielen die Hersteller immer denselben Geschmack beim Endprodukt. Obwohl der Begriff Sekt weltweit verwendet werden darf, gibt es dennoch einige Verordnungen an die sich die Produzenten halten müssen, um ihre Schaumweine als "Sekt" kennzeichnen zu dürfen. Unter anderem der Alkoholgehalt, der Sulfitgehalt und die Reifezeit von mindestens neun Monaten.

Während Schaum- und Perlweine nur dann als "Prosecco" gehandelt werden dürfen, wenn sie in bestimmten Regionen Italiens erzeugt, hergestellt und abgefüllt wurden. Dazu zählen unter anderem die Region Friaul-Julisch, Venetien und Venetien. Auch die Rebsorte ist entscheidend, damit sich ein Schaumwein "Prosecco" nennen darf.

So muss in einem italienischen Schaumwein ein 85 % er Anteil der sogenannten "Glera" Trauben enthalten sein, um den Namen Prosecco tragen zu dürfen. Im Gegensatz zum Sekt ist der Begriff Prosecco also eine geschützte Herkunftsbezeichnung.

2. Was ist der Unterschied zwischen Sekt und Prosecco? Der Alkoholgehalt!

Während Sekt auf einen Alkoholgehalt von mindestens 10 % Umdrehungen kommen muss, um als solcher im Supermarktregal stehen zu dürfen, darf es beim Prosecco etwas weniger sein. Der italienische Schaumwein muss mindestens einen Alkoholgehalt von 8,5 % aufweisen.

Allerdings enthalten die meisten Sektsorten, die im Regal stehen einen Alkoholgehalt von etwa 11-12%. Wohingegen der Prosecco Frizzante und Prosecco Spumante auf etwa 10 Promille kommen. Lies im nächsten Abschnitt, was es mit den Begriffen auf sich hat.

3. Unterschied Sekt und Prosecco: Die Kohlensäure

Grundsätzlich enthält Prosecco weniger Kohlensäure als Sekt. Die Proseccos mit dem Zusatz Frizzante enthalten einen Kohlensäuregehalt von etwa 1 - 2,5 bar, die Spumante Proseccos beinhalten meist einen Kohlensäuredruck von 3 bar.

Der durchschnittliche Sekt ist da wesentlich schäumender - mit einem Kohlensäuredruck von mindestens 3,5 bar. Auch die Art der Produktion der perlenden Alkohole unterscheidet sich wesentlich voneinander. Denn während dem Prosecco die Kohlensäure künstlich zugesetzt wird, entsteht der feinperlige Schaum im Sekt durch die Gärung in der Flasche (Flaschengärung).

Die Säure im Sekt ist demnach milder. Aus diesem Grund wird Sekt als magenfreundlicher betrachtet, da die Säure auf natürliche Weise in der Sekt Flasche (oder im druckfesten Tank) gereift und deshalb weniger aggressiv ist, als die künstlich hinzugefügte.

Deshalb wird Prosecco auch häufig nachgesagt, er sei eine weniger edle Alternative zum Sekt.

Grundsätzlich lässt es sich so formulieren: Prosecco ist Wein, dem die Kohlensäure hinzugefügt wird, während Sekt den Sprudel innerhalb des Gärungsprozesses selbst bildet.

4. Der Geschmacks-Unterschied zwischen Sekt und Prosecco

Ob der Alkohol schmeckt oder nicht, liegt natürlich, wie bei jedem anderen Getränk auch, am persönlichen Gusto. Der eine mag seinen Schaumwein lieblich, der andere bevorzugt halbtrockenen oder trockenen Schaumwein.

Wie süß das Getränk am Ende ist, entscheidet der Hersteller durch Nachjustierung mittels Zucker. Bei der Zuckerdosis im Schaumwein gelten sowohl für Sekt als auch für Prosecco dieselben Verordnungen. Ergo ähneln sich auch die unterschiedlichen Geschmacksstufen beider Schaumweine von herb zu süß. Diese Kennzeichnungen findest du auf den Flaschen:

  • naturherb (brut nature)

  • extra herb (extra brut)

  • herb (brut)

  • extra trocken (extra dry)

  • trocken (dry)

  • halbtrocken (medium dry, demi-sec)

  • mild, lieblich (doux)

Übrigens ist laut Stiftung Warentest weder ein hoher Preis noch der Markenname eine Garantie für einen guten Schaumwein.

5. Unterschied Sekt und Prosecco: Die Haltbarkeit

Grundsätzlich wirst du weder bei Sekt noch bei Prosecco ein Haltbarkeitsdatum finden. Ganz allgemein hält sich Sekt kühl und dunkel gelagert wesentlich länger - viele Jahre - als Prosecco.

Letzteren solltest du innerhalb von zwei Jahren aufbrauchen. Nicht nur weil er nach dieser Zeitspanne an Kohlensäure verliert und nicht mehr schmeckt, sondern da das Getränk "umkippen" könnte. Im Zweifelsfall verlass dich auf den altbewährten Geruchs- und anschließenden Geschmackstest.

Artikelbild und Social Media: wilpunt/ iStock