FrauengesundheitWie ich lernte, die Wechseljahre zu lieben

Hormone Frauen Wechseljahre
Entspannt durch die Wechseljahre: das geht!
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Inhalt
  1. Wechseljahre: kein Grund für ein Horrorszenario
  2. Ein Drittel der Frauen kann sich sogar auf die Wechseljahre freuen!
  3. Mein Erfahrungsbericht zu den Hitzewallungen: So sieht es gerade aus
  4. Wechseljahre und Schwitzen: Ja, kommt vor
  5. Falten: Kein Grund zu leiden
  6. Haarausfall: Manchmal sind Wechseljahre fies!
  7. Experten für die Wechseljahre: Gynäkologen
  8. Wechseljahre und Psyche: Einstellungssache

Keine Panik, das sind nur die Wechseljahre! Die Hormonumstellung wirbelt zwar einiges durcheinander, aber du kannst diese Zeit auch als Chance sehen. Ein Erfahrungsbericht.

 

Wechseljahre: kein Grund für ein Horrorszenario

Schon lange, bevor es soweit ist, wird den meisten Frauen Angst gemacht: Du wirst alt! Eine Frau in den Wechseljahren ist nicht mehr sexy. Dein Körper spielt verrückt. Du wirst schwitzen wie verrückt. Deine Stimmung fährt Achterbahn. Doch wenn diese Sätze vielleicht nicht genauso ausgesprochen werden, das ist die Botschaft hinter vielen Texten und Gesprächen über die Wechseljahre.

Deshalb fühlst du dich vielleicht auch so oder so ähnlich, schon lange, bevor es überhaupt losgeht. Der Grund dafür: Bei uns werden die Wechseljahre oft als Krankheit betrachtet. Ich kann dich vorab beruhigen, du kannst trotzdem fröhlich bleiben!

 

Ein Drittel der Frauen kann sich sogar auf die Wechseljahre freuen!

Etwa 30 Prozent aller Frauen macht sich total umsonst verrückt. Denn sie sind statistisch überhaupt nicht betroffen. Gynäkologen wissen, dass 30 Prozent gar keine Beschwerden bei den Wechseljahren verspüren. Ein weiteres Drittel hat nur leichte Probleme. Und lediglich 30 Prozent leiden tatsächlich unter heftigeren Beschwerden. Ich würde mich momentan in dem mittleren Drittel vermuten.

 

Mein Erfahrungsbericht zu den Hitzewallungen: So sieht es gerade aus

Mit 49 Jahren habe ich jetzt seit ungefähr einem halben Jahr eine etwas unregelmäßigere Periode, die auch mal zwei oder drei Monate ausbleibt. Was als Hitzewallungen beschrieben wird, hatte ich auch schon einige Male. Es fühlt sich dann so an, als stünde ich unter einem Ganzkörper-Heißluftföhn. Einmal für circa eine Minute auf Stufe drei, Höchsttemperatur, und zack ist es wieder weg. Schlimm? Überhaupt nicht. Mir war halt ein bisschen warm!

 

Wechseljahre und Schwitzen: Ja, kommt vor

Schweißausbrüche! Das ist wahrscheinlich das Hauptsymptom, das die meisten mit den Wechseljahren verbinden. Das passiert mir auch ab und zu mal. Und ja, es ist nicht angenehm. Aber es gibt ein paar Verhaltensregeln, die machen es viel leichter. Wenn ich merke, dass mich wieder so ein Hitzeschwall erreicht, dann zieh ich sofort die Jacke aus.

Sieht vielleicht manchmal etwas merkwürdig aus, wenn ich im Bus sitze und mir meine Jacke ausziehe, obwohl es draußen nur zehn Grad sind, aber mir ist das egal. Dann habe ich mir noch angewöhnt, immer Feuchttücher in der Tasche zu haben. Sobald ich irgendwo angekommen bin, geh' ich einfach kurz mal auf die Toilette, und schwupps ist das Problem behoben. Ich fühle mich wieder frisch, und der Tag kann weitergehen.

 

Falten: Kein Grund zu leiden

Falten auf der Stirn, an den Augen und die fiesen kleinen auf der Oberlippe: Ja, ich sehe nicht mehr aus wie vor 20 Jahren. Das beweist mir der Blick in den Spiegel. Aber ich bin ja auch nicht mehr dieselbe. Die letzten 20 Jahre lang habe ich viel Spaß gehabt, und den darf man jetzt auch sehen. Ich bin mir sicher, dass viele Frauen anders damit umgehen. Das ist ja auch voll in Ordnung.

Wenn jemand sich die Falten unterspritzen lassen möchte oder viel Geld für teure Cremes ausgibt – eine private Entscheidung. Aber wie auch immer, es gibt keinen Grund zu leiden. Denn was wäre denn die Option? Falten komplett vermeiden? Nicht mehr lächeln?

Ich durfte auf einem Termin mal Hannelore Elstner kennenlernen. Eine wunderbare Frau, die auch gar nicht so wenig Falten hat. Vielleicht hat sie ihre wahnsinnig tolle Ausstrahlung auch wegen der Falten? Auf jeden Fall war ich persönlich nach diesem Treffen völlig beruhigt und habe mich mit meinen Falten angefreundet.

 

Haarausfall: Manchmal sind Wechseljahre fies!

Wenn sich die Haare verabschieden, ist das immer gemein. Ein schöner Schopf fühlt sich einfach unbeschreiblich weiblich an. Und das ist auch das Signal an die Außenwelt. Leider führt das Hormonchaos im Körper manchmal dazu, dass Haare ausfallen. Zum Glück habe ich damit keine großen Probleme.

Aber ich weiß, dass viele meiner Freundinnen darunter leiden. Allerdings gibt es eine ganze Menge Mittel, die dagegen helfen können. Nahrungsergänzungsmittel, die die Haare mit optimalen Wirkstoffen versorgen zum Beispiel. Oder es gibt einen Schaum mit dem Wirkstoff Minoxidil, der das Haarwachstum wieder anregen kann. Viele Dermatologen bieten darüber hinaus extra Haarsprechstunden an, um das Problem zu beheben. Wer also unter Haarausfall leidet, kann durchaus etwas dagegen tun.

 

Experten für die Wechseljahre: Gynäkologen

Ich weiß natürlich, dass ich mich mit meinen mittelschweren Beschwerden glücklich schätzen kann, aber ich würde auch nicht zögern, einen Experten zurate zu ziehen. Gynäkologen wissen ganz genau, welche Präparate gegen welche Beschwerden helfen. Das kann zum Beispiel Mönchspfeffer sein, Traubensilberkerze oder Sojapräparate. Und bevor du vielleicht unter deinem Wechseljahres-Zustand leidest, wäre es einen Versuch wert. Da viele Frauen mittlerweile Bedenken vor Hormonen haben, verordnen Experten vermehrt pflanzliche Präparate. 

 

Wechseljahre und Psyche: Einstellungssache

Was ich tatsächlich häufig bemerke: Ich bin eher mal müde. Manchmal ist meine Stimmung gereizt. Und ich muss mit meiner Figur aufpassen. Aber ich merke noch etwas anderes. Ich habe nämlich beschlossen, mich einfach weiterhin richtig gut zu fühlen.

Wenn ich schlapp bin, lege ich mich einfach mal hin. Ich will zwar etwas abnehmen, aber ich lass mich dadurch nicht verrückt machen. Und wenn ich mich vielleicht doch mal etwas älter und nicht so attraktiv finde, dann gönne ich mir etwas Schönes. Ein wirklich ausgiebiges Pflegeritual den ganzen Nachmittag lang. Oder ich kaufe mir eine sündhaft teure Tasche.

Vielleicht schwänze ich aber auch einen wichtigen Termin und gehe einfach zum Yoga. Denn ich habe beschlossen: Ich gehe jetzt einfach etwas besser mit mir um. Und dafür bin ich den Wechseljahren sogar ein bisschen dankbar. 

Wie man mit Yoga abnehmen kann, zeigt dieses Video.

 

 

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