Mönchspfeffer: Wirkung und Produkte des pflanzlichen Heilmittels

Keuschlamm, wie der Mönchspfeffer auch genannt wird, gehört dank seiner Wirkung zu einer der wichtigsten Heilpflanzen innerhalb der Frauenmedizin. Wie die Tees, Kapseln und Co. auf den Zyklus oder die Wechseljahre einzahlen, erfährst du hier!

Mönchspfeffer als Strauch in der Natur
Innerhalb der Frauenmedizin nicht mehr wegzudenken: Mönchspfeffer
Foto: iStock/Carmen Hauser
Inhalt
  1. Mönchspfeffer: Wirkung auf dein hormonelles Gleichgewicht
  2. Anwendungen und Wirkung von Mönchspfeffer
  3. Mönchspfeffer: Was bewirkt er genau?
  4. Wann setzt die Wirkung ein?
  5. Wie Mönchspfeffer dosieren?
  6. Wo wächst Mönchspfeffer?
  7. Gibt es Mönchspfeffer- Nebenwirkungen?
  8. Welche Arten von Präparaten gibt es?
 

Mönchspfeffer: Wirkung auf dein hormonelles Gleichgewicht

Eine Gewürzpflanze mit langer Tradition ist der Mönchspfeffer. Über die Wirkung des Keuschlamms oder Vitex Agnus-Castus, wie das Heilmittel auch gennant wird, wird schon seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. berichtet. Hippokrates empfahl den damaligen Frauen, bei Menstruationsbeschwerden oder der Geburt, auf die Einnahme der mit Wein vermischten Blätter und Früchte der Pflanze zu setzen, um Blutungen zu regulieren und die Nachgeburt zu beschleunigen.

Bis heute gehört der Mönchspfeffer zum festen Bestandteil innerhalb der Frauenmedizin. Kapseln, Tees und Tropfen greifen dabei ins Zyklsugeschehen ein und können vom prämenstruellen Syndrom über den Kinderwunsch bis hin zu den Wechseljahren helfen und für Besserung sorgen.

 

Anwendungen und Wirkung von Mönchspfeffer

Dass sich die Mönchspfeffer-Wirkung bei den unterschiedlichen Beschwerden anpasst, ist seiner Eigenschaft als Anaphrodisiakum zu verdanken. Auch wenn der Wirkmechanismus der Heilpflanze nicht vollständig geklärt ist, so sind sich Experten sicher, dass die Keuschlammfrüchte ausgleichend-regulierend sind. Außerdem tragen sie wärmend, kräftigend, antientzündlich und fruchtbarkeitsfördernd beim weiblichen Zyklus und weiteren Beschwerden bei. Welche genau? Die verschiedenen Anwendungsgebiete und Wirkweisen von Vitex Agnus-Castus erfährst du im Folgenden.

Mönchspfeffer: Wirkung bei PMS

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist bei vielen Frauen ein leidiger Begleiter während des Menstruationszyklus. Es kommt zu Stimmungsschwankungen, Brustspannen und Kopfschmerzen, was die Betroffenen mehr als nur einschränkt. Bist auch du von starken PMS-Symptomen geplagt, können Mönchspfeffer-Arzneimittel Linderung versprechen. Dabei reguliert die Heilpflanze den erhöhten Prolaktin-Spiegel im Blut, der für eine Gelbkörperschwäche verantwortlich ist. Mönchspfeffer wirkt wie der körpereigene Botenstoff Dopamin und gleicht die Ausschüttung des Hormons Prolaktin aus. Dadurch wird dein Zyklus regelmäßiger und deine Schmerzen nehmen ab.

Weiterer Pluspunkt: Darmprobleme und Blähungen, die der Periode geschuldet sind, werden ebenfalls minimiert. Und kalte Füße hast du dank der Einnahme des Keuschlamms ab jetzt nie mehr.

Mönchspfeffer: Wirkung beim Polyzystischen Ovar-Syndrom (PCOS)

Beim Polyzystischen Ovar-Syndrom handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, die den Hormonhaushalt massiv stört. Auch hier sind wieder vor allem Frauen betroffen, die mit einem erhöhten Androgenspiegel, Zyklusstörungen oder Unfruchtbarkeit zu kämpfen haben. Die Einnahme von Mönchspfeffer-Präparaten gleicht die Dysbalance aus und verspricht Linderung der PCOS-Symptome.

Mönchspfeffer: Wirkung bei Kinderwunsch

Tritt ein Mangel an Gelbkörperhormonen (Progesteron) auf, kann Mönchspfeffer ebenfalls für Hilfe sorgen. Das weibliche Hormon bereitet die Gebärmutterschleimhaut unmittelbar nach dem Eisprung auf die Einnistung einer Eizelle vor. Eigentlich. Denn ist Progesteron kaum vorhanden, kann keine Einnistung stattfinden. Die Frau wird also nicht schwanger. Durch die Einnahme des Keuschlamms wird der Progesteronwert reguliert und das Gleichgewicht mit dem ebenfalls vorhandenen Östrogen wiederhergestellt, was bei einer Schwangerschaft zwingend notwendig ist.

Mönchspfeffer: Wirkung bei Wechseljahren

Die Wechseljahre und deren Symptome sind die Vorboten zur eintretenden Menopause. Bei vielen Frauen zieht sich diese Phase über mehrere Jahre und bringt ein Wechselbad der Gefühle mit sich. Nicht nur Stimmungsschwankungen, sondern auch Depressionen können damit einhergehen. Die klassischen Hitzewallungen, sexuelle Unlust oder Schlafstörungen sind weitere Faktoren.

Auch hier haben Forscher herausgefunden, dass Mönchspfeffer und seine Wirkung positiv auf die Beschwerden einzahlen und das Leiden minimieren können.

 

Mönchspfeffer: Was bewirkt er genau?

In den Samenkapseln des Keuschlamms stecken bestimmte Stoffe, die sich auf die Hirnanhangdrüse, der Hypophyse, auswirken. Diese reguliert unseren Hormonspiegel und setzt genau die Hormone frei, die die Fortpflanzung begünstigen. Sollten bei dir zyklusspezifische Probleme wie Periodenschmerzen, ein unerfüllter Kinderwunsch oder Wechseljahre-Beschwerden auftreten, reguliert das Kraut die Ausschüttung des Hormons Prolaktin. Stattdessen wird die Bildung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und von Östrogen begünstigt, die positiv auf den Zyklus einzahlen und Beschwerden lindern.

 

Wann setzt die Wirkung ein?

Da es sich bei den Präparaten um rein pflanzliche Produkte handelt, musst du dich in Sachen Wirkung etwas gedulden. In der Regel dauert es zwei bis drei Monate, bis erste Anzeichen der Besserung, wenn es um Zyklusbeschwerden geht, spürbar werden. Besteht ein Kinderwunsch, müssen sich Paare ebenfalls auf bis zu 12 Wochen einstellen, bis die Wirkung von Kapseln, Tees oder Tabletten einsetzt. Daher solltest du Mönchspfeffer auch immer über einen längeren Zeitraum einnehmen, um optimale Verbesserungen wahrzunehmen.

 

Wie Mönchspfeffer dosieren?

Da es aktuell viele unterschiedliche Darreichungsformen des pflanzlichen Arzneimittels gibt, gibt es auch viele Präparate, die auf die speziellen Beschwerden ausgelegt sind. Bei Menstruationsproblemen sind 40mg Mönchspfeffer pro Tag völlig ausreichend, was auch zur Erhöhung der Fruchtbarkeit empfehlenswert ist.

Zur Regulierung der Wechseljahre-Symptome darf es hingegen etwas mehr sein: 40 bis 80 mg haben sich hier bewährt. 

Unser Tipp: Hast auch du Zyklusprobleme oder mit den Vorboten der Menopause zu kämpfen, solltest du auch immer einen Arzt aufsuchen, der dir bei der Suche und Auswahl des richtigen Präparats behilflich sein kann.

 

Wo wächst Mönchspfeffer?

Ursprünglich kommt der Mönchspfeffer aus klimatisch begünstigten Regionen von Südeuropa bis Westasien und hat es auch in Deutschland geschafft, sich zu etablieren. Auch wenn das Eisenkrautgewächs höhere Temperaturen liebt, gegen reichlich Wasser hat die Heilpflanze überhaupt nichts einzuwenden. Lediglich auf Staunässe möchte das Kraut mit seinen Pfefferfrüchten verzichten und bevorzugt wasserdurchlässige Böden wie Schotter, Lehm und groben Sand, was es bei der Bepflanzung im heimischen Garten zu beachten gilt.

 

Gibt es Mönchspfeffer- Nebenwirkungen?

Bei richtiger Dosierung des pflanzlichen Arzneimittels gilt Mönchspfeffer als nahezu nebenwirkungsfrei. Dennoch kann es bei einzelnen Patienten und / oder Einnahmeabweichungen zu Nebenwirkungen kommen. Häufig treten dann Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Akne oder Juckreiz auf. Auch allergische Reaktionen sind nicht gänzlich auszuschließen und in Form von Atemnot und Schwellungen schon aufgetreten. Sollten auch dir solche Veränderungen auffallen, ist es ratsam, das Präparat abzusetzen, damit die Nebenwirkungen vergehen.

 

Welche Arten von Präparaten gibt es?

Zum Schlucken, Verdünnen und Trinken: Die Heilpflanze gibt es in folgenden Einnahmevarianten:

  • Mönchspfeffer-Kapseln gelten als Klassiker und sind gleichzeitig die beliebteste Darreichungsform.
  • Mönchspfeffer-Tee aus Samen ist im Handel oftmals als Mischung mit weiteren Heilpflanzen zur Frauengesundheit zu kaufen.
  • Als Filmtabletten wird die tägliche Einnahme zum Kinderspiel.
  • Liegen Allergien gegen Bindemittel usw. vor, kommen auch Mönchspfeffer-Tropfen in Frage, die sich gut dosieren lassen.
  • Als Globuli setzen überwiegend Heilpraktiker auf die Wirkung des Krauts und verabreichen diese je nach Krankheitsbild in unterschiedlicher Potenz.

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