SchmierläuseWollläuse bekämpfen: So wirst du die Schädlinge los

Du hast wuschelige weiße Punkte auf deiner Pflanze? Das sind Wollläuse. Bekämpfen kannst du die Schädlinge mit den folgenden Mitteln.

Video Platzhalter
Inhalt
  1. Wollläuse bekämpfen: Wenn weiße Punkte Pflanzen-Parasiten sind
  2. Diese Pflanzen und Pflanzenteile werden von Wollläusen befallen
  3. Wollläuse bekämpfen: Hausmittel, um sie loszuwerden
  4. Wollläusen vorbeugen: So bleibst du in Zukunft schmierlausfrei

Oftmals befallen sie Orchideen, Birkenfeigen, Gummibäume oder Kakteen: die Wollläuse. Sie sind neben anderen Schädlingen wie Trauermücken und Spinnmilben häufige Gäste auf deinen Zimmerpflanzen. Wie du die Schädlinge loswerden kannst und mit welchen Hausmitteln das gelingt, kannst du in unserem Artikel nachlesen.

Trauermücken bekämpfen: So bekommst du sie raus aus dem Blumentopf

 

Wollläuse bekämpfen: Wenn weiße Punkte Pflanzen-Parasiten sind

Wollläuse sind fiese kleine Biester – sie befallen Pflanzen und hinterlassen auf der Oberfläche watteartige Ausscheidungen. Diese Verdauungsreste geben ihnen ihren Namen: Wollläuse. Bekämpfen solltest du sie trotzdem.

Eigentlich gehört die Wolllaus zu den Schildläusen. Wolllaus mag putzig klingen, doch der süße Name verschleiert, dass sie deinen Orchideen oder Kakteen durchaus auch den Tod bringen kann. Weniger niedlich sind da schon die Namen Wurzelläuse und Schmierläuse, welche die Wollläuse ebenfalls tragen.

Der Name Schmierlaus kommt daher, dass die wollartige Ausscheidung bei Berührung verschmiert wird. Sollte es also an den Innenseiten des Blumentopfs schmierig sein, kann das auf einen Wolllausbefall hindeuten. Dann gilt es, die Wolllaus zu bekämpfen.

Geeignete Bedingungen findet die Schmierlaus leider ausgerechnet in Zimmern mit trockener Heizungsluft. Allerdings sind die Schmierläuse nicht immer direkt zu erkennen, da sie nur 1 bis 12 mm groß sind.

Water Plants: Zimmerpflanzen in Wasser

 

Diese Pflanzen und Pflanzenteile werden von Wollläusen befallen

Bei den Pflanzen sind die Wollläuse sehr wählerisch, aber nicht nur. Die Wollläuse bekämpfen musst du hauptsächlich bei diesen Zimmerpflanzen:

  • Orchideen
  • Kakteen
  • Birkenfeige
  • Gummibaum
  • Yucca
  • Passionsblume
  • Geldbaum
  • Elefantenfuß
  • Aloe Vera
  • Zitronenbaum
  • Weihnachtsstern

Auch im Garten kann die Wolllaus deine Pflanzen heimsuchen. Hier sind unter anderem Olive, Buchsbaum, Oleander, Bambus, verschiedene Obstbäume sowie Nadelbäume (Kiefer, Douglasie), Ahorn, Buche und Hortensien betroffen.

Doch an welchen Teilen der Pflanzen siedelt sich die Schmierlaus gerne an? Du findest die Schädlinge meist in Hüllblättern, auf der Unterseite der Blätter oder an den Blattachseln. Deswegen werden die Wurzelläuse auch gern übersehen.

Aber warum eigentlich Wurzellaus? Leider findest du die Plagegeister auch im Substrat, wo die Eier abgelegt werden. Es kann also durchaus sein, dass du dir die Schädlinge mit einer neuen Pflanze ins Haus holst. Bei Kakteen findest du die ungebetenen Gäste auch am Wurzelhals.

Schimmel auf Blumenerde: Tipps, um sie loszuwerden

 

Wollläuse bekämpfen: Hausmittel, um sie loszuwerden

Hast du einen Befall mit Wollläusen, solltest du sie unbedingt loswerden. Mit der richtigen Bekämpfung und Behandlung der Pflanzen kannst du sie meist retten und auch in Zukunft schützen.

Dazu brauchst du besonders geeignete Wolllaus-Hausmittel. Denn nur eine gesunde Pflanze ist eine glückliche Pflanze. Beim Wollläuse bekämpfen solltest du also nicht warten, sondern auch schon bei einem geringen Befall einschreiten. Je nach Pflanze kannst du auch unterschiedliche Mittel mit unterschiedlicher Wirkung anwenden.

Wichtig ist es, zunächst auf chemische Mittel zu verzichten und biologische Mittel vorzuziehen. Wenn alle Stricke reißen und du einen starken Befall hast, kannst du immer noch auf chemische Präparate zurückgreifen. Erstmaßnahme ist es jedenfalls, die befallene Pflanze zu isolieren und an einem hellen, kühlen Ort in „Quarantäne“ zu schicken. Stark befallene Pflanzenteile sind besser zu entfernen.

Nützlinge

Du kannst die Wollläuse mit Nützlingen loswerden. Geeignet dafür sind unter anderem der Australische Marienkäfer, Larven von Florfliegen und Schlupfwespen. Diese müssen aber unter Umständen mehrfach ausgebracht werden, um alle Schmierläuse zu erwischen.

Für Florfliegen kannst du im Garten einfach ein Stück Holz mit ein paar Löchern platzieren – entweder in der Nähe der befallenen Pflanzen oder im Baum, wenn du einen Befall erkennen konntest.

Mixtur aus Spiritus, Kernseife und Wasser oder Paraffinöl

Ist dir die Sache mit den Nützlingen gegen die Schädlinge nicht ganz geheuer, kannst du es auch mit dieser Lösung gegen die Laus versuchen. Dafür brauchst du:

  • 1 Liter Wasser
  • 15 Milliliter Spiritus
  • 15 Milliliter Kernseife oder Paraffinöl

Einfach anrühren und in eine Sprühflasche füllen. Anschließend die Pflanze einsprühen (bei Orchideen besser einen Pinsel nehmen) und nach zwei bis drei Tagen die Anwendung nochmals machen.

Kakteen können bei geringem Befall auch mit Brennspiritus behandelt werden. Danach solltest du die Pflanze allerdings umtopfen.

Umtopfen

Machen sich die Schmierläuse an den Wurzeln breit, ist es an der Zeit, die Pflanze unbedingt umzutopfen. Das heißt aber auch, dass du die Wurzeln gründlich abbraust und das Substrat im Bio- oder Hausmüll entsorgst. Über den Kompost können sich die Läuse auch im Garten verbreiten.

Den Blumentopf solltest du zudem mit einer Essiglösung oder Alkohol gründlich reinigen, um verbliebene Eier zu eliminieren. Hast du Angst, dass du dir neue Schädlinge über die Blumenerde ins Haus holst, kannst du sie vorher bei 200 Grad im Backofen abtöten. Diese Anwendung dauert etwa 20 Minuten.

Lebensmittelmotten bekämpfen: So kriegst du sie raus aus dem Haus

 

Wollläusen vorbeugen: So bleibst du in Zukunft schmierlausfrei

Nach dem Befall ist vor dem Befall? Nicht unbedingt. Du kannst die Schmierläuse mit etwas Achtsamkeit auch von deinen Zimmerpflanzen fernhalten. Deswegen solltest du auf folgende vorbeugende Maßnahmen achten:

  • richtige Pflege der Pflanzen
  • Stickstoffdünger nur mit Vorsicht anwenden
  • sonniger Standort
  • regelmäßiges Lüften
  • Düngen mit Jauche aus Brennnessel oder Schachtelhalm
  • vor dem Kauf der Pflanze darauf achten, dass alle Pflanzen der Pflanzengruppe nicht befallen sind

Mit diesen Tipps solltest du dir die Schädlinge dann in Zukunft vom Hals halten können. Deine Pflanzen werden es dir danken und dein Daumen wird damit sicher auch noch mal ein bisschen grüner werden.

Weiterlesen:

Kategorien: