NaturheilmittelAdaptogene: Diese Pflanzen helfen gegen Stress und Co.

Adaptogene sind Pflanzen, die der Psyche guttun, weil sie einen positiven Effekt auf den gesamten Organismus haben. Wir verraten dir, welcher natürlicher Helfer bei welchen Beschwerden besonders gut wirkt.

Inhalt
  1. Was sind Adaptogene?
  2. Adaptogene versus chemische Medikamente
  3. Ginseng - Superstar unter den Adaptogenen
  4. Rosenwurz - Adaptogen gegen Burn-out
  5. Kava Kava - Adaptogen bei Angststörungen und Depressionen
 

Was sind Adaptogene?

Adaptogene sind Pflanzen, die adaptive (anpassungsfähige) Eigenschaften haben. Das bedeutet: Wenn du sie einnimmst, helfen dir die Wirkstoffe mit belastenden Situationen umzugehen. Körper und Geist schaffen es mithilfe der pflanzlichen Inhaltsstoffe widerstandsfähiger zu werden und du kannst Krisenzeiten besser meistern.

 

Adaptogene versus chemische Medikamente

Schneller Einschlafen, höhere Konzentration, mildern von Ängsten - für all diese Probleme brauchst du keine Psychopharmaka einnehmen da pflanzliche Heilmittel oft mindestens genau so gut wirken. Adaptogene haben dabei meist nicht die Liste an etlichen Nebenwirkungen wie ihr chemisches Pendant.

Wir haben dir drei Pflanzen, die gleich bei mehreren Befindlichkeitsstörungen helfen, zusammengestellt:

 

Ginseng - Superstar unter den Adaptogenen

Die Ginsengwurzel ist der absolute Superstar unter den pflanzlichen Heilmitteln für die Psyche: Sie wirkt gegen Stress, verbessert Hirnleistung und Gedächtnis und fördert zusätzlich den Schlaf. Außerdem gilt Ginseng als Aphrodisiakum.

Die asiatische Power-Knolle hat ihre Wirkung den enthaltenen Ginsenosiden zu verdanken. Diese ähneln im Aufbau den menschlichen Stresshormonen und wirken daher adaptiv.

Ginseng einnehmen: Ginseng gibt es als Pulver, Tee oder in Tablettenform. Da die Wurzel alles andere als lecker ist, raten wir dir, sie lieber in Tablettenform einzunehmen. Pro Tag sollten ein bis zwei Gramm Ginseng eingenommen werden, um das Wohlbefinden zu fördern.

 

Rosenwurz - Adaptogen gegen Burn-out

Rosenwurz oder auch Rhodiola rosea ist in Mooren, Gebirgen und in arktischen Gebieten zu Hause. Ihr karger Lebensraum zeigt: Diese Pflanze ist robust. Diese Widerstandsfähigkeit gibt das Adaptogen förmlich über die Inhaltsstoffe weiter: Die Heilpflanze ist der Geheimtipp bei den ersten Anzeichen von Burn-out und soll gegen Müdigkeit, Erschöpfung und Stress helfen. Zudem wirkt sie stimmungsaufhellend, fördert das Erinnerungsvermögen und steigert die Konzentration.

Rosenwurz einnehmen: Das Adaptogen wird meist in Kapseln oder als Tabletten angeboten. Die empfohlene Dosis liegt zwischen 200 und 600 mg des Extrakts. Wichtig: Das pflanzliche Präparat sollte morgens eingenommen werden, da es sonst zu Schlafstörungen führen kann. Wenn du weiß, dass du bald eine stressige Phase hast, kannst du das Adaptogen präventiv einnehmen und über die kritische Zeit weiterhin anwenden.

 

Kava Kava - Adaptogen bei Angststörungen und Depressionen

Kava Kava ist DAS Kraut gegen Angststörungen und kann von der Angst lösenden Wirkung her mit chemischen Medikamenten wie Benzodiazepinen mithalten. Der Vorteil der Heilpflanze aus der Südsee: Kava Kava macht im Gegensatz zu chemischen Beruhigungsmitteln, nicht abhängig. Grund für die beruhigende Wirkung: Das Apaptogen enthält Kavalctone, die sich an Nervenzellen binden können und dadurch die Gefühle dämpfen. Auch gegen Depressionen und soziale Phobie soll es daher hilfreich sein.

In niedriger Dosierung ist es angenehm entspannend und wird auf Hawaii abends getrunken wie hierzulande das Feierabendbier.

Kava Kava einnehmen: Wie auch bei Ginseng ist der Geschmack allerdings durchaus gewöhnungsbedürftig. Daher gilt auch hier anstatt des Pulvers lieber auf Kapseln zurückgreifen. Kava Kava gibt es außerdem als Tropfen. Die maximale Tagesdosis liegt bei 120 mg.

Aufpassen: Kava Kava ist rezeptpflichtig und nicht für Menschen mit Leberschäden sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet. Zudem sollte während der Anwendung kein Alkohol getrunken werden.

Ginseng, Rosenwurz und Kava Kava sind nur eine kleine Auswahl an Adaptogenen. Grundsätzlich lohnt es sich bei psychischen Problemen Ärzte und Apotheker auch nach pflanzlichen Alternativen zu fragen. Gegen nahezu jede Befindlichkeitsstörung ist nämlich ein Kraut gewachsen.

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