Was ist gut für die Leber?Fettleber: Symptome und Ernährung

Die Fettleber ist die häufigste chronische Lebererkrankung Deutschlands. Welche Symptome du hast, welche Ernährung im Falle einer Fettleber gut ist und welche Ernährung gut für die Leber ist, um einer Fettleber vorzubeugen, erfährst du hier.

Inhalt
  1. Fettleber: Die Volkskrankheit der westlichen Welt
  2. Symptome der Fettleber: Anfangs kaum zu erkennen
  3. Fettleber-Ernährung: So wirst du sie wieder los
  4. Gut für die Leber: Was einer Fettleber vorbeugen kann

Die Leber ist unser Hauptorgan für den Stoffwechsel. Durch falsche Ernährung, Alkohol oder auch zu wenig Bewegung können wir aber im Laufe vieler Jahre eine Fettleber bekommen. Alles über die Symptome, Folgen und welche Ernährung gut für die Leber ist, erfährst du hier.

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Fettleber: Die Volkskrankheit der westlichen Welt

Die nicht-alkoholische Fettleber

„Eine Fettleber kriegen doch nur Alkoholiker“, mögen manche Menschen jetzt sagen – aber weit gefehlt. Die nicht-alkoholische Fettleberlebererkrankung gehört zu den weltweit häufigsten Lebererkrankungen. In Europa sind nach Schätzungen etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung davon betroffen, so die Ernährungs-Umschau. Das ist schon eine ganze Menge.

Die Gründe sind vielfältig. Zum einen wird die Fettleber heute häufiger auch als solche erkannt, zum anderen hat sich unser Lebensstil stark geändert und wir werden immer älter. Begünstigt wird die Fettleber durch andere Erkrankungen wie Diabetes und Übergewicht, es kommt also auch die richtige Ernährung für die Leber an.

Seltener kann auch eine Mangelernährung mit zu wenig Proteinen oder ein rascher Gewichtsverlust zur Fettleber führen.

Doch glücklicherweise kannst du gegen die Fettleber im Frühstadium noch etwas tun. Im Endstadium der Fettleber kann eine Leberzirrhose, also die Vernarbung der Leber, auftreten. Da hilft oft nur noch eine Transplantation, doch so weit muss es natürlich gar nicht erst kommen.

Insgesamt sind Frauen häufiger von der Fettleber betroffen als Männer, aber die nicht-alkoholische Fettleber ist letztlich eine Wohlstandserkrankung, sie tritt also vor allem in reichen Ländern auf.

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Die alkoholische Fettleber

Neben der nicht-alkoholischen Fettleber gibt es auch die Erkrankung durch Alkohol. Diese Variante ist weitaus bekannter, kommt aber deutlich seltener vor. Die Ursache einer alkoholischen Fettleber ist Alkoholmissbrauch.

Frauen sind auch hier wiederum anfälliger. Im Durchschnitt sollte eine Frau nicht mehr als 12 g Alkohol (entspricht 0,25 Liter Bier) am Tag trinken, bei einem Mann sind es 24 g (0,5 Liter Bier).

Es hilft aber auch nicht, dass du unter der Woche verzichtest und am Wochenende dann eine Menge Bier oder Wein trinkst – damit hast du den Schnitt dann auch wieder erreicht und die Leber muss alles auf einmal abbauen.

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Symptome der Fettleber: Anfangs kaum zu erkennen

Die Erkrankung der Leber ist sehr tückisch, denn falls du an einer Fettleber leidest, kann es gut sein, dass du es über Jahre nicht mitbekommst, dass in deinem Bauch etwas nicht ganz stimmt. Symptome sind im ersten Stadium der Fettleber selten.

Auch die Leberwerte schlagen zunächst nicht Alarm. Erst wenn sich die Leber entzündet, weißt du, dass du ein Problem hast. Insgesamt gibt es drei Stufen der Fettleber, schreibt der NDR:

  • Stufe 1: Fettleber ohne Entzündung
  • Stufe 2: Entzündete Fettleber (bei etwa 50 Prozent)
  • Stufe 3: Leberzirrhose (bei etwa 10 Prozent)

Da sich richtige Symptome aber nur bedingt zeigen, ist es schwierig, die Krankheit zu erkennen. Lediglich häufige Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten könnten als Symptome auf eine Fettleber hinweisen.

Zudem kann es als Symptom der Fettleber ein Völlegefühl im rechten Oberbauch geben, da die Leber durch die Verfettung anschwillt und umliegende Organe langsam wegdrängt. Manchmal kann der Arzt beim Abtasten des Bauches die Verfettung feststellen, erkennbar ist die Fettleber aber auch via Ultraschall.

Erst durch die Entzündung steigen die Leberwerte an. Auch Symptome einer Hepatitis (Gelbsucht) können in der zweiten Stufe auftreten. Ob die Vernarbung der Leber schon weit vorangeschritten ist oder die Möglichkeit besteht, dass es dazu kommt, kann der Arzt durch einer transienten Elastographie mittels Ultraschall feststellen.

Wird die Fettleber nicht erkannt oder behandelt, kann es bei einem Leberversagen auch zu Herz-Kreislauf-Störungen, im schlimmsten Fall sogar zu einem Herzinfarkt kommen. Die verfettete Leber kann nämlich ihrer Stoffwechselfunktion nicht mehr nachkommen, was auch Probleme bei der Blutgerinnung verursacht.

Dazu kann kommen, dass du schnell blaue Flecken bekommst, auch die Symptome einer Gelbsucht können beim Leberversagen auftreten. Doch was kannst du vorher schon tun?

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Fettleber-Ernährung: So wirst du sie wieder los

Hast du eine Fettleber diagnostiziert bekommen, ist die Welt noch nicht untergegangen. Zum Glück kannst du mit der richtigen Ernährung der Fettleber den Garaus machen, sofern noch keine Vernarbung festzustellen ist. Mit Medikamenten kannst du einer Fettleber nicht beikommen.

Zuerst solltest du auf jeglichen Alkohol verzichten. Ebenso sind besonders zuckerhaltige Getränke wie Limonade nicht gut für die Leber – du solltest also vor allem Wasser, Tee und Kaffee trinken.

Muss es doch noch was anderes sein, kann eine gut verdünnte Saftschorle trinken. Die restliche Fettleber-Ernährung sollte möglichst kalorienarm und fettarm sein. Also viel Gemüse und zuckerarmes Obst essen, mageres Fleisch oder auch fettarme Milchprodukte.

Ebenfalls nicht so gut für die Ernährung bei Fettleber sind Produkte mit Weißmehl. Auch Kartoffeln, Reis, Mais und Vollkornprodukte verbrauchen viel Insulin und sind daher nicht so gut geeignet.

Verbunden mit genügend Bewegung kannst du dich also ganz schön lecker ernähren und gleichzeitig wieder gesund werden. Die purzelnden Pfunde gibt’s oben drauf. Ist die Fettleber noch nicht in einem Frühstadium, kann sich die Leber innerhalb einiger Wochen oder Monate wieder erholen.

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Gut für die Leber: Was einer Fettleber vorbeugen kann

Gut für die Leber ist es, den Wirkstoff Inulin zu dir zu nehmen. Er unterstützt die Stoffwechselfunktion der Leber. Inulin ist zum Beispiel in Wurzelgemüse enthalten. Du findest es aber auch in Löwenzahn, Artischocken oder Chicorée.

Mit mindestens 10.000 Schritten am Tag – am besten noch ein bisschen Sport dazu – bist du bewegungstechnisch auf der sicheren Seite und brauchst dir dann keine Sorgen machen. Kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung bist du auf einem guten Weg.

Wenn du dann noch auf Alkohol verzichtest oder nur einen moderaten Konsum hast, ist das natürlich auch gut für die Leber.

Bei Diabetikern hingegen sollte ein Arzt den Blutzuckerspiegel richtig einstellen, um einer Fettleber vorzubeugen.

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