AlkoholsuchtAb wann ist man Alkoholiker? Daran merkst du es

Nichts gegen ein schönes Gläschen Wein. Doch Vorsicht: 6,7 Millionen Deutsche trinken zu viel. Aber ab wann ist man Alkoholiker? Diese Anzeichen verraten es dir.

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Inhalt
  1. Ab wann ist man Alkoholiker?
  2. Test: Ab wann ist man Alkoholiker?
  3. Zu viel Alkohol schädigt den Körper nachhaltig
  4. Psychotherapie ist bei Alkoholmissbrauch unerlässlich
  5. Neue Therapiemöglichkeiten bei kurzzeitigem Alkoholmissbrauch
  6. Alkoholsucht ist in Deutschland eine Volkskrankheit
  7. Alkoholsucht: Hilfe für Betroffene und Angehörige

Alkohol hat gute Seiten, keine Frage. Er entspannt, fördert die gute Laune, gehört bei vielen geselligen Anlässen einfach dazu. Leider gibt es auch die großen Gefahren und die Frage: Ab wann ist man Alkoholiker? So kannst du herausfinden, ob du gefährdet bist.

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Ab wann ist man Alkoholiker?

Als gesundheitlich unbedenklich gelten für Männer 24 Gramm reiner Alkohol pro Tag (z. B. 0,6 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein), bei Frauen ist es die Hälfte (0,3 Liter Bier bzw. 0,125 Liter Wein). Zudem solltest du es schaffen, an wenigstens zwei Tagen in der Woche keinen Alkohol zu trinken. Wer häufiger mehr oder gewohnheitsmäßig jeden Tag trinkt, sollte auf jeden Fall einmal mit seinem Hausarzt sprechen. Die Sucht beginnt oft schleichend, man sollte die Anzeichen nicht verdrängen.

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Test: Ab wann ist man Alkoholiker?

Hinweis zum Test: Der Test ersetzt keine professionelle Hilfe durch eine Ärztin oder eine Suchthilfestelle.

Stelle dir folgende zehn Fragen, um zu überprüfen, ob du Gefahr läuftst, ein Alkoholproblem zu entwickeln. Wenn du zwei oder mehr Fragen mit "Ja" beantwortest, solltest du dir Hilfe suchen.

  1. Sind alkoholfreie Tage die Ausnahme?
  2. Freust du dich schon tagsüber auf den Alkohol am Abend?
  3. Trinkst du häufig mehr als du dir vorgenommen hast?
  4. Bekommst du Entzugserscheinungen, wie Zittern, Schlafstörungen, erhöhten Puls oder Schwitzen, wenn du keinen Alkohol trinkst?
  5. Brauchst du immer mehr Alkohol, um die entspannungsfördernde Wirkung zu bekommen?
  6. Kommt es vor, dass du morgens Alkohol brauchst, um dich wegen eines starken Katers wieder fit zu fühlen?
  7. Hast du häufiger wegen deiner Trinkgewohnheiten Schuldgefühle oder Gewissensbisse?
  8. Trinkst du häufig sogar während der Arbeitszeit oder in den Pausen (heimlich) Alkohol?
  9. Vernachlässigst du Freunde und Hobbies, aufgrund deines Trinkverhaltens?
  10. Trinkst du noch weiter Alkohol, obwohl du schon körperliche und seelische Folgen bemerkst?

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Zu viel Alkohol schädigt den Körper nachhaltig

Wer über längere Zeit zu viel trinkt, riskiert seine psychische und physische Gesundheit. Das sind die körperlichen Folgen:

  • Die Nervenzellen im Gehirn werden geschädigt.
  • Leberzellen sterben ab. Es kommt zu Entzündungen bis hin zur Leberzirrhose.
  • Auch die Schleimhautzellen von Mundhöhle, Speiseröhre und Magen werden angegriffen. Dadurch steigt das Risiko für Speiseröhren- und Magenkrebs.
  • Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt die Bauchspeicheldrüse und es kann zu einer gefährlichen, chronischen Bauchspeichelentzündung kommen.

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Psychotherapie ist bei Alkoholmissbrauch unerlässlich

Ein wichtiger Schritt, um die Alkoholsucht zu überwinden, ist eine Psychotherapie. Es ist ratsam, zunächst eine stationäre Therapie zu machen, um den Verlockungen des Alltags zu entkommen. Anschließend ist es weiterhin wichtig, sich therapeutisch behandeln zu lassen, um eine Stütze im Alltag zu haben. Als Psychotherapie bei Alkoholsucht eignen sich sowohl eine Verhaltenstherapie als auch tiefenpsychologische Ansätze, wie zum Beispiel das Ärzteblatt schreibt.

 

Neue Therapiemöglichkeiten bei kurzzeitigem Alkoholmissbrauch

Wenn der Alkoholkonsum erst eine kurze Zeitspanne deutlich überhand genommen hat, kann es noch möglich sein, dass der Patient nicht völlig abstinent sein muss, sondern lernt, sein Trinkverhalten zu mäßigen. Zahlreiche Therapeuten bieten inzwischen Kurse mit dem Ziel an, das Trinkverhalten zu kontrollieren und somit den Alkoholkonsum zumindest einzuschränken.

Diese Therapieform eignet sich jedoch nicht bei langjährigen Alkoholikern, bei denen das Trinken schon lange zum Alltag gehört.

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Alkoholsucht ist in Deutschland eine Volkskrankheit

Experten des Gesundheitsministeriums schätzen, dass rund 6,7 Millionen Deutsche Alkohol in riskanten Mengen trinken, 1,6 Millionen gelten als körperlich abhängig, bei 1,4 Millionen liegt ein Alkoholmissbrauch vor. Alkohol oder Alkohol in Verbindung mit Tabakkonsum fordern hierzulande jedes Jahr rund 75 000 Tote - ein Vielfaches mehr als der Straßenverkehr. Alkoholsucht ist somit ein schwerwiegende Erkrankung, weshalb es so wichtig ist, sich die Frage "Bin ich Alkoholiker?" ehrlich zu beantworten und im Fall einer Sucht Hilfe zu holen.

 

Alkoholsucht: Hilfe für Betroffene und Angehörige

Um deinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen, kannst du dich als Betroffene oder Angehörige an zahlreiche Hilfestellen wenden:

Mehr zum Thema Sucht und dazu, wie sie entsteht und wann sie beginnt, erfährst du in diesem PraxisVITA-Video!

Weiterführender Link: Kenn dein Limit

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