LaufkolumneHalbmarathon-Challenge: Die Angst vor dem Tag X

In nur wenigen Tagen werde ich meinen ersten Halbmarathon laufen. Ich bin nervös – vor allem, wenn ich einen Blick auf den Wetterbericht werfe.

Inhalt
  1. 21 Kilometer bei 33 Grad Hitze: Geht das gut? 
  2. Was ess ich denn bloß - vorher und nachher?
  3. Bis zum Start hab ich einfach noch weiter ein bisschen Angst

Es ist nicht mein erster Wettkampf und eigentlich bin ich auch nicht der aufgeregte Typ, aber der Start des Halbmarathons rückt immer näher und plötzlich werde ich doch nervös. Was in erster Linie am Wetter liegt. In Hamburg sind für Sonntag 33 Grad und Sonne vorausgesagt. Bei diesen Temperaturen wird der Halbmarathon zur echten Tortur. Schaffe ich das? 

 

21 Kilometer bei 33 Grad Hitze: Geht das gut? 

Es muss, denn ein Zurück, gibt es nicht. Trotzdem hoffe ich jeden Morgen beim Blick aufs Wetter auf einen plötzlichen Temperatursturz. Bisher blieb das jedoch ein frommer Wunsch. Das Wetter kann ich nicht ändern, aber meine Einstellung und meine Strategie. Langsam anlaufen, nicht Überpacen auf den ersten drei bis fünf Kilometern lautet der wichtigste Expertentipp. Ob damit meine Wunschzeit in Gefahr ist? Möglich. Aber dank der Hitzewelle sehe ich es gelassen. Das Wetter soll nicht als Ausrede dienen, aber Fakt ist, wer kein Profiläufer ist, wird die Strecke bei Außentemperaturen über 25 Grad anders angehen müssen, um ins Ziel zu kommen. Und auch andere Zeiten laufen. Das beruhigt mich ein bisschen

Meine Kollegin Tina, die ähnliche Probleme mit dem Wetter hat, und ich haben uns bereits für alle Eventualitäten gerüstet: eine super schicke Kopfbedeckung, die uns vor der Sonne schützt, luftige Laufkleidung und Gel-Nahrung für den Wettkampf, falls wir zwischendurch doch ein bisschen Zusatzpower brauchen. Und auch der Veranstalter reagiert auf das ungewöhnlich heiße Wetter in Hamburg. Ab Kilometer 7,5 gibt es Duschen an der Strecke, für eine kurze Abkühlung. Mal gucken, ob wir es soweit kommen lassen. 

 

Was ess ich denn bloß - vorher und nachher?

Schon vor dem Tag X gilt es sich richtig zu ernähren. Damit der Wasserspeicher des Körpers optimal gefüllt ist, sollten Läufer schon am Vortag viel trinken. Idealerweise zwei bis drei Liter Wasser über den Tag verteilt. Abends sollten Kohlehydrate auf dem Speiseplan stehen, aber nicht zu viel - sonst wird es eine unruhige Nacht. 

Am Morgen des Wettkampfes ein leichtes Frühstück zum Beispiel mit Haferflocken, Joghurt und Obst. Wichtig ist, mindestens drei Stunden vor dem Wettkampf zu frühstücken. Für mich heißt das, um 7 Uhr morgens. Aber ich werde eh früh wach sein, die Aufregung wird mich aus dem Bett treiben und dann habe ich genug Zeit, um in Ruhe zu frühstücken und ausreichend zu trinken. Von Kaffee und schwarzem Tee raten die Laufexperten ab. So ganz ohne Koffein? An einem Sonntagmorgen? Aber zum Glück bleibt noch das Adrenalin und das ist an Wettkampftagen nicht zu unterschätzen. Sollte ich vor dem Lauf noch Hunger verspüren, rät der Experte spätestens eine Dreiviertelstunde vorher noch eine reife Banane, ein Rosinenbrötchen oder einen Fruchtriegel zu essen. 

Und nach dem Lauf, kommt dann das große Fressen? In meiner Fantasie auf jeden Fall. Bei einem durchschnittlichen Kalorienverbrauch von 1500 bis 2000 Kilokalorien werde ich Sonntagabend auf nichts verzichten. Nudeln, am besten mit viiiiiel Käse, literweise Wasser und ein gigantischer Nachtisch, den ich mit niemandem teilen werde stehen ganz hoch im Kurs! 

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Bis zum Start hab ich einfach noch weiter ein bisschen Angst

Doch bis dahin bleiben mir noch ein paar Tage. Tage in denen ich täglich das Wetter checken werde, mich mit meiner Lieblingslaufpartnerin Tina über alle Details unterhalten kann und in denen ich auch noch ein bisschen Schiss vor dem großen Tag haben kann. Denn 21,0975 Kilometer Laufstrecke verdienen Respekt. Und den habe ich und zwar nicht zu knapp! Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich im Frühjahr einen ganzen Marathon laufen werde? Nein? Vermutlich weil ich mir bei dem Gedanken daran fast in die Hosen mache ...

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