Höchst ansteckendHirnhautentzündung: Deshalb muss bei Meningitis sofort gehandelt werden

Alle acht Minuten stirbt weltweit ein Mensch an einer Hirnhautentzündung und die Krankheit betrifft auch in Deutschland vor allem Säuglinge und Kleinkinder. 

Eine Hirnhautentzündung ist sehr ansteckend
Meningitis kann tödlich verlaufen
Foto: Istock
Inhalt
  1. Was ist eine Hirnhautentzündung?
  2. Wie steckt man sich mit Hirnhautentzündung an?
  3. Was sind die Symptome einer Hirnhautentzündung?
  4. Kleinkinder und Säuglinge häufig betroffen
  5. Wie wird eine Hirnhautentzündung behandelt?
  6. Deshalb gegen Hirnhautentzündung impfen lassen

 

Was ist eine Hirnhautentzündung?

Bei einer Meningitis entzünden sich die Hirnhäute. Über das Blut werden verschiedene Krankheitserreger zur Hirnhaut transportiert. Dort verursachen sie eine Infektion. Eine Meningitis kann durch Viren oder Bakterien übertragen werden. Bei einer bakteriellen Hirnhautentzündung kann es innerhalb von 24 Stunden zum Todesfall kommen. Dafür infrage kommen Pneumokokken oder Meningokokken. Eine rechtzeitige Diagnose einer bakteriellen Hirnhautentzündung kann Leben retten.

 

Wie steckt man sich mit Hirnhautentzündung an?

Genauso wie bei anderen Bakterien und Viren wird die Meningitis über Körperkontakt oder über kontaminierte Stellen wie Türklinken oder Haltegriffe übertragen. Außerdem können die Erreger durch die Luft gehustet, genießt oder beim Küssen weiter gegeben werden.

 
 

Was sind die Symptome einer Hirnhautentzündung?

Die ersten Symptome einer Meningistis sind meistens Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit. Hinzu kommen hohes Fieber und andere grippeähnliche Anzeichen. Diese Symotome entwickeln sich nach zwei bis zehn Tagen. Bei einer bakteriellen Meningitis sind die Symptome allerdings stärker und noch schneller zu bemerken: Sie kann innerhalb von Stunden von leichten grippalen Symptomen zu einer massiven Verschlechterung bis zum Tod führen.

Zum Glück sind in den Industrieländern wesentlich häufiger Viren für Hinhautentzündungen verantwortlich als Bakterien. Dennoch: Wer die Symptome kennt, kann dafür sorgen, dass eine bakterielle Meningitis nicht zum Schlimmsten führt.

 

Kleinkinder und Säuglinge häufig betroffen

Bei Kindern fehlen typische Symptome einer Hirnhautentzündung meist, deshalb ist sie bei ihnen so schwer zu diagnostizieren. Vor allem die Nackensteifigkeit fehlen. Was bei Kindern auffällt, ist eine verstärkte Teilnahmslosigkeit, Fieber, Trinkschwäche und auffallende Müdigkeit. Eine Diagnose fällt Ärzten oft sehr schwer. Deshalb wird eine Meningitis bei Kindern oft erst sehr spät entdeckt.

 

Wie wird eine Hirnhautentzündung behandelt?

Sobald eine gefestigte Diagnose besteht, setzt der Arzt ein Breitbandantibiotikum ein. Das ist unabhängig davon, ob es sich um eine virale oder bakterielle Infektion handelt. Dabei geht es nur darum, eine mögliche bakterielle Infektion möglichst schnell einzudämmen. Eine Therapie sollte in jedem Fall im Krankenhaus stattfinden. Stellt sich bei den weiteren Untersuchungen heraus, dass es sich nicht um einen bakteriellen Erreger, sondern Viren handelt, werden meist nur noch die Symptome behandelt. Gegen die Viren kann ein Antibiotikum nichts ausrichten.

 

Deshalb gegen Hirnhautentzündung impfen lassen

Zu den Bakterien, die für Meningitis verantwortlich sind, zählen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilius. Gegen alle drei Erreger kann man sich impfen lassen. Bei Erwachsenen wird diese Impfung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) nicht als notwendig betrachtet. Kinder im ersten Lebensjahr sollten gegen Pneumokokken und Heamophilus influenzae geimpft sein. Außerdem empfiehlt die STIKO eine Immunisierung gegen Meningokokken vom Typ C.

 
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