Stiftung Warentest Honig im Test: Discounter oder Marke - welcher ist besser?

Stiftung Warentest hat Honig untersucht. Darunter waren sowohl Proben vom Discounter, als auch Markenware - welcher Honig schnitt besser ab? Das durchaus überraschende Ergebnis und worauf du beim Kauf achten solltest: 

Inhalt
  1. Wildblütenhonig ohne Wildblüten
  2. Wärmebeschädigt – wenn Hitze den Honig zerstört
  3. Schadstoffe in Honig: Glyphosat zum Löffeln
  4. Guter Honig geht auch günstig

Honig ist nicht nur ein beliebter Aufstrich, sondern wird aktuell auch gerne als Alternative zu raffiniertem Zucker genutzt. Dazu gilt das süße Gold seit Jahren als Heilmittel bei Erkältungen und Co.. Honig stimmt somit nicht nur Süßmäuler glücklich, sondern kann auch gesund sein. Die Qualität des Naturproduktes variiert dabei jedoch stark – je nach Sorte, Herkunft und Marke. Was weniger eine Rolle spielt, ist hingegen der Preis. Das zeigen aktuelle Ergebnisse von Stiftung Warentest.

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Insgesamt wurden 36 Honige getestet. Die Kriterien richteten sich nach der Honigverordnung, in der Bestimmungen und Anforderungen für unterschiedliche Honige festgelegt sind. Verkostet und im Labor untersucht wurden darunter mehrere Sorten und Hersteller, sowohl von Marken als auch aus dem Discounter.

So variabel wie die Produktvielfalt zeigten sich auch die Ergebnisse. Zwar wurden jegliche Noten vergeben, gleich ein Viertel der Testprodukte schnitt jedoch mit „mangelhaft ab“.

 

Wildblütenhonig ohne Wildblüten

Unter den Akazien- und Wildblütenhonigen fielen besonders viele durch. Die Problematik: Sie erfüllten besagte Anforderungen wie eine festgelegte Pollenanzahl oder Blütenvielfalt nicht.

Unter den Verlierern ist ein guter Bekannter: Der Wildblütenhonig „Flotte Biene“ von Langnese dürfte eigentlich gar nicht so betitelt werden – zu gering sei die Blütenvielfalt. Der Honig erhielt daher die Note „mangelhaft“. Dafür konnte ein anderer Honig der Marke Langnese überzeugen: Der „Landhonig cremig“ wurde mit „gut“ bewertet.

 

Wärmebeschädigt – wenn Hitze den Honig zerstört

Eine weitere Tücke stellt die Produktionsart da. Wer heiße Zitrone mit Honig zubereitet, lernt: Letzteren erst nach dem Kochen hineingeben. Denn bei zu starker Hitze werden wertvolle Inhaltsstoffe wie Enzyme zerstört. Bei sieben Honigen war genau dies der Fall. Sie gelten als wärmebeschädigt und fallen damit durch.

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Schadstoffe in Honig: Glyphosat zum Löffeln

In einigen Honigen wurden Schadstoffe nachgewiesen, darunter das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Stiftung Warentest nutzt eine Metapher, um die Schadstoffe zu erklären und bezeichnet Honig als „Spiegelbild unserer landwirtschaftlichen Praktiken“. Gentechnisch veränderte oder chemisch behandelte Pflanzen finden sich über die Pollen auch im Honig wieder.

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Guter Honig geht auch günstig

11 Honigsorten erhielten die Note „gut“. Die Preisspanne der Gewinner erstreckte sich von knapp 5 Euro bis 25 Euro pro Kilogramm Honig. Damit waren auch Discounter-Produkte dabei, beispielsweise erhielten der Mischblütenhonig Maribel und der Marlene Waldhonig von Lidl ein „gut“. Auch die Waldhonige von Aldi Nord und Süd schnitten „gut“ ab. Qualität hängt somit nicht zwingend vom Preis ab.

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