FamilieKuscheln beeinflusst DNA von Kindern

Inhalt
  1. Kuscheln beeinflusst Baby-Gene
  2. Viel Kuscheln wirkt positiv auf Immunsystem und Stoffwechsel
  3. Wenig Kuscheln = schlechte Gesundheit
  4. Macht Kuscheln glücklich?

Kuscheln macht nicht nur Spaß, sondern beeinflusst sogar die DNA von Kindern, wie eine neue Studie belegt. Liebe Eltern: auf die Plätze - fertig - kuscheln!

Umarmen, Küssen, Kuscheln: Wer ein Neugeborenes schon mal gesehen hat, verspürt oft automatisch das Verlangen, es zu knuddeln. Gleichzeitig sind Babys verrückt nach Körperkontakt - vor allem zu Mama und Papa.

 

Kuscheln beeinflusst Baby-Gene

Dass dies nicht nur aus Spaß an der Freud passiert, sondern auch medizinisch vorteilhaft ist, belegt nun eine Studie der University of British Columbia und des BC Children's Hospital Research Institute.

So wirkt sich die körperliche Zuwendung der Eltern auf die DNA und die Entwicklung des Kindes aus, wie die Wissenschaftler herausgefunden haben.

 

Viel Kuscheln wirkt positiv auf Immunsystem und Stoffwechsel

In der Studie wurden 94 (gesunde) Kinder untersucht. Ihre Eltern haben ein Tagebuch über das Verhalten mit ihren Kindern geführt - seit der fünften Lebenswoche der Babys. Darin notierten sie, wie viel das Baby schlief, schrie, quengelte, aß, trank - und wie oft und lange die Eltern ihrem Baby körperliche Nähe schenkten.

Nach viereinhalb Jahren wurde schließlich die DNA der Kinder untersucht. Hier haben die Forscher biochemische Veränderungen an fünf Stellen der Grundbausteine entdeckt ("DNA-Methylierung"). Eine Stelle beeinflusst das Immunsystem des Kindes, eine andere den Stoffwechsel.

 

Wenig Kuscheln = schlechte Gesundheit

Die Kinder, die nur wenig gekuschelt wurden, hatten im Alter von viereinhalb Jahren für ihr Alter unterentwickelte Zellen. Das sei ein Indiz dafür, so die Forscher, dass die Kinder auch körperlich unterentwickelt waren bzw. sich langsamer entwickelten. Diejenigen Kinder dagegen, die viel physische Zuwendung ihrer Eltern erhielten, entwickelten sich hingegen umso besser.

Kuscheln wirkt sich also auf das epigenetische Alter der Kinder aus.  Je weniger Körperkontakt, desto niedriger ist das epigenetische Alter. Liegt ein Unterschied zwischen dem epigenetischen Alter und dem chronologischen Alter vor, leidet die Gesundheit darunter.

 

Macht Kuscheln glücklich?

Die 94 Kinder aus der Studie werden auch weiterhin von den Eltern und Wissenschaftlern beobachtet. Jetzt wollen sie die Wirkung vom Kuscheln auf die psychologische Entwicklung der Kinder untersuchen. Die Wissenschaftler vermuten, dass Kinder, die häufig gekuschelt werden, glücklicher sind. Dies gilt es nun wissenschaftlich zu belegen.

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(ww7)

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