Irre ZahnmythenMundhygiene im Faktencheck: 5 Mythen aufgeklärt

Viele verschiedene Mythen ranken sich um das wichtige Thema der Mundhygiene: Fluorid ist giftig, Kaffee verfärbt die Zähne und Äpfel ersetzen das Putzen. Stimmen sie wirklich oder ist alles nur heiße Luft?

Inhalt
  1. Fluorid ist giftig?
  2. Elektrische Zahnbürsten sind besser als Handzahnbürsten?
  3. Von Tee und Kaffee bekommt man braune Zähne?
  4. Ein Apfel ersetzt das Zähneputzen?
  5. Von Mundspülung wird man betrunken?

Es kursieren viele Weisheiten und Ratschläge zu der richtigen Mundhygiene. Allerdings verbirgt sich hinter vielen Mythen gefährliches Halbwissen, welches sogar schädlich für die Mundgesundheit sein kann!

 

Fluorid ist giftig?

Ein Fehler, den viele begehen: Das Giftgas "Fluor" mit Fluorid verwechseln! Denn so ähnlich die Worte auch klingen, sind es doch zwei unterschiedliche Stoffe. Die Behauptung, dass Fluorid giftig sei, ist also falsch. Mit Natrium verbunden, findet sich das Fluorid in nahezu jeder Zahnpasta und ist für den Schutz der äußeren Zahnschicht wichtig.

Auch interessant: Stiftung Warentest testet Zahnpasta - Platz 1 kostet nur 49 Cent

 

Elektrische Zahnbürsten sind besser als Handzahnbürsten?

Die Auflösung: Elektrische Zahnbürsten sind nur ein klein wenig besser als Handzahnbürsten. Wer das Zähneputzen gut gelernt hat und mit viel Muße ausübt, der kann beim Handputzen bleiben. Schöne, kleine kreisende Bewegungen mit der Bürste, eine Massage des Zahnfleisches und sorgfältiges Putzen der Eckzähne – das hört sich nach viel Arbeit an.

Für Muffel empfehlen Zahnärzte deswegen elektrische Zahnbürsten, die den größten Teil der Arbeit abnehmen und ein hervorragendes Putz-Ergebnis garantieren. Die Entscheidung, womit geputzt wird, kann also ohne schlechtes Gewissen, individuell gemacht werden.

Gut zu wissen: Zähne zum Verlieben mit der richtigen Zahnpflege

 

Von Tee und Kaffee bekommt man braune Zähne?

Der Mythos hält sich felsenfest: Kaffee und Tee sind dafür verantwortlich, dass Zähne braun werden. Allerdings liegt das nicht nur an den Farbstoffen, die in den Getränken enthalten sind. Denn: Mit der Zeit baut der Zahnschmelz ab, welcher als äußerer Schutzschild dient. Sobald die helle Schmelzschicht dünner wird, schimmert das darunterliegende, gelbe Zahnbein - auch Dentin genannt - stärker durch.

Grundsätzlich schaden das Genießen der geliebten Heißgetränke den Zähnen also nicht! Bei guter und regelmäßiger Zahnpflege, kann das Braun-Werden vermieden werden. Ein Tipp: Um Verfärbungen gänzlich zu vermeiden, sollte langsames Nippen über einen langen Zeitraum vermieden werden. Lieber eine ganze Tasse Kaffee oder Tee auf einmal genießen.

Ebenfalls spannend: Wie oft sollte ich zur professionellen Zahnreinigung gehen?

 

Ein Apfel ersetzt das Zähneputzen?

Dieser Mythos enthält keinerlei Wahrheitsgehalt und kann sogar schädlich für die Zähne sein! Anstatt die Zähne, wie versprochen, zu reinigen, greift die im Apfel enthaltene Säure den Zahnschmelz an. Das regelmäßige, tägliche Putzen mit Zahnbürste und Zahnpasta bleibt unersetzlich.

 

Von Mundspülung wird man betrunken?

Betrunken sein ohne Bier, Wein oder Schnaps zu konsumieren? Tatsächlich enthalten einige Mundspülungen immerhin fast 30 % Alkohol. Das ist fast so stark wie Gin – hier wäre es also sogar möglich, durch einen Atemalkoholtest zu fallen. Betrunken wird man dadurch jedoch nicht! Da bei der Mundspülung nur eine geringe Menge benutzt wird und die Flüssigkeit im besten Fall nicht heruntergeschluckt werden soll, kann der Mythos widerlegt werden.

Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu Mundspülungen, die gänzlich ohne Alkohol auskommen – einfach auf die Beschriftung auf der Flasche achten.

Auch interessant:

 

Kategorien: