Jede Sekunde zählt!Schlaganfall-Symptome: DAS sind die Warnzeichen!

Was sind typische Schlaganfall-Symptome und kann man einen sogenannten Hirnschlag vorhersehen? Wir klären über die Anzeichen auf.

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Inhalt
  1. Ein Schlaganfall kündigt sich oft vorher an: Das sind die Symptome!
  2. Schlaganfall-Symptome: Akutfälle richtig deuten
  3. Was passiert bei einem Hirnschlag?
  4. Im Notfall solltest du bei Schlaganfall-Symptomen SO handeln!
  5. So kannst du einem Schlaganfall vorbeugen

Die wichtigsten Schlaganfall-Symptome sind viel zu wenigen Menschen bekannt - dabei hat in Deutschland alle drei Minuten ein Mensch einen Schlaganfall - alle neun Minuten stirbt jemand an den Folgen. DIESE Warnzeichen für einen Hirnschlag solltest du unbedingt kennen!

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Ein Schlaganfall kündigt sich oft vorher an: Das sind die Symptome!

Experten schätzen, dass sich etwa jeder dritte Schlaganfall vorher ankündigt. Umso wichtiger ist es, dass jeder über spezielle Schlaganfall-Symptome und mögliche Anzeichen aufgeklärt ist.

Frühe Warnsignale für einen Hirnschlag sind:

  • Sehstörungen
  • Hörstörungen
  • Sprachstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Taubheitsgefühle
  • Lähmungen 

Die Beschwerden verschwinden sehr oft von selbst. Und deshalb gehen leider viele Menschen nicht zum Arzt. Das ist ein Fehler! 

Denn hierbei handelt es sich oft um TIA. Die Abkürzung steht für transitorische ischämische Anämie und bedeutet: vorübergehende Durchblutungsstörung von Hirngefäßen. Sie fühlt sich an wie ein Schlaganfall, geht aber nach Sekunden, Minuten oder Stunden wieder vorbei. Am häufigsten tritt so eine TIA zwischen 60 und 70 Jahren auf.

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Umgangssprachlich wird auch von einem Mini-Schlaganfall gesprochen. Und das ist sehr treffend: Die Symptome sind identisch, der einzige Unterschied ist die Dauer. Auch die Ursachen sind die gleichen: Ein Blutpfropf verstopft kurzzeitig ein kleines Gefäß im Gehirn oder eines, das zum Gehirn führt.

Nur: Bei der TIA löst sich der Pfropf von selbst, die Symptome verschwinden komplett. Es bleiben keine Schäden zurück. So einen Mini-Schlaganfall erleben im Jahr etwa 125.000 Menschen in Deutschland.

Betroffene sollten dankbar sein. Denn eine TIA ist ein Warnsignal des Körpers. Innerhalb des kommenden Monats erleiden etwa zehn Prozent der Betroffenen einen Schlaganfall. Ein Drittel der Patienten bekommt irgendwann im Leben einen Schlag. Um dem vorzubeugen, muss man reagieren. Gehe bei der TIA am gleichen oder spätestens am nächsten Tag zum Arzt, schildere die Symptome und verhindern so Schlimmeres. Es kann sein, dass nach einer TIA blutverdünnende Medikamente verschrieben werden, um das Entstehen von weiteren Blutpfropfen zu verhindern.

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Schlaganfall-Symptome: Akutfälle richtig deuten

Einen akuten Schlaganfall zu erkennen ist für Laien gar nicht so einfach. Denn die Schlaganfall-Symptome reichen von halbseitigen Lähmungen bis hin zu Übelkeit, Erbrechen oder Brustschmerzen. Deshalb ist es besonders wichtig, die sechs wichtigsten Signale zu kennen, die der Körper während eines Schlaganfalls aussendet:

  1. Taubheitsgefühle 
    Die Füße kribbeln, Gesicht, Hände oder Arme sind taub - solche Empfindungsstörungen können ein Anzeichen für einen Schlaganfall sein. Ein typisches Merkmal ist es, wenn diese Erscheinungen nur auf einer Körperseite auftreten. Auch ein SOS-Signal: Das Gesicht wirkt schief und ein Mundwinkel hängt herunter - dann unbedingt einen Arzt aufsuchen.
     
  2. Doppelbilder und Sichteinschränkung 
    Ein eindeutiges Alarmzeichen ist es, wenn auf einmal das Sehen beeinträchtigt ist - auch wenn die Störungen nur kurz anhalten. Häufig ist das Sichtfeld eingeschränkt und der Betroffene nimmt Dinge im Augenwinkel nicht mehr wahr. Ebenso kann das räumliche Sehen gestört sein. Entfernungen werden dann falsch eingeschätzt und man greift daneben oder rempelt gegen Möbel. Viele Betroffene sehen auch doppelt.
     
  3. Sehr starker Kopfschmerz 
    Treten ungewohnte, äußerst heftige Kopfschmerzen auf, könnte das darauf hindeuten, dass eine Hirnregion nicht richtig durchblutet wird. Möglicherweise ist dort auch ein Gefäß geplatzt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass gleichzeitig Übelkeit und Erbrechen auftreten. Auch typisch: Die betroffene Person erscheint verwirrt oder leidet sogar unter Bewusstseinsstörungen. Falls möglich, berichte dem Arzt dann, womit du gerade beschäftigt warst, als die Beschwerden auftraten.
     
  4. Schwindel mit unsicherem Gang 
    Ein Symptom kann auch ein plötzliches Schwindelgefühl sein. Meist in Verbindung mit dem Verlust des Gleichgewichtes und Schwierigkeiten bei der Koordination der Gliedmaßen. Die Betroffenen taumeln, als wären sie auf einem Schiff bei hoher See. Auch Drehschwindel oder das Gefühl, in einem herabsausenden Fahrstuhl zu stehen, können vorkommen.
     
  5. Verständnis- und Sprachstörungen 
    Je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist, kann das Sprachvermögen auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt sein. Reden im abgehackten Telegrammstil, eine nuschelnde, lallende Aussprache, Verdrehen von Silben oder Buchstaben - all das weist auf eine Fehlfunktion im Gehirn hin. Ebenso ist der umgekehrte Fall möglich. Dann hört der Betroffene zwar, was man ihm sagt, kann es aber nicht richtig deuten.
     
  6. Enge in der Brust und Übelkeit 
    Gerade bei Frauen gibt es auch Anzeichen, die nicht nur typisch für einen drohenden Schlaganfall sind. Nimm daher auch Herzflattern oder -stolpern, Luftnot und Brustschmerzen nicht auf die leichte Schulter. In Kombination mit Schwächegefühl und Übelkeit sollten Personen der Risikogruppe (Raucherinnen, hoher Blutdruck) schnell handeln und den Notarzt verständigen.

Bei Unsicherheit empfehlen Mediziner einen einfachen Diagnose-Test: Der Betroffene soll versuchen, die Arme zu heben, zu lächeln und zu sprechen. Kann er das nicht, ist ein Schlaganfall sehr wahrscheinlich. Im Zweifelsfall gilt jedoch immer: Lieber sofort einen Arzt aufsuchen! 

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Was passiert bei einem Hirnschlag?

Die häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist ein verstopftes Blutgefäß. Der Auslöser sind sogenannte Blutpfropfen, die sich überall im Körper bilden können. Besonders gefährdet sind Gefäße, die durch Kalk- und Fettablagerungen verengt sind. Ein solcher Blutpfropf kann über die Blutbahn ins Gehirn gelangen und dort eins der feinen Gefäße verstopfen. Die Folge: Die Nervenzellen werden nicht ausreichend versorgt und drohen abzusterben.

In der Klinik sehen die Ärzte auf einer Computertomografie, wo die Durchblutung blockiert ist. Sie verabreichen spezielle Medikamente über Infusionen, die den Blutpfropf gezielt auflösen (Lyse). So früh wie möglich beginnt dann eine Frührehabilitation mit Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten. So wird das Risiko von Folgeschäden erheblich verringert.

 

Im Notfall solltest du bei Schlaganfall-Symptomen SO handeln!

Ruf am besten sofort einen Krankenwagen oder lass dich in ein Krankenhaus fahren! Zeit ist Hirn - mit dieser Aussage bringen Neurologen es auf den Punkt: Je früher Schlaganfall-Patienten behandelt werden, desto mehr Hirnzellen können gerettet werden.

Am besten stehen die Chancen innerhalb der ersten Stunde. Nach vier Stunden kann es bereits zu spät sein. Dann bleiben Behinderungen zurück, z. B. Lähmungen oder Sprachstörungen, wie bei etwa der Hälfte der Patienten.

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So kannst du einem Schlaganfall vorbeugen

Als Risikopatienten gelten Menschen mit:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Vorhofflimmern
  • Arteriosklerose
  • Schlafapnoe (Atemaussetzer)

Diese Krankheiten sollten gut eingestellt werden. Medikamente müssen sehr konsequent genommen werden, oft lebenslang.

Auch der Lebensstil spielt eine sehr entscheidende Rolle. Wer nicht raucht, sich bewegt und etwa Normalgewicht hat, mindert sein persönliches Schlaganfallrisiko sehr. Daher gilt:

  • Zigaretten und Alkohol meiden
  • gesunde Ernährung
  • regelmäßige Bewegung
  • Stress vermeiden oder aktiv ausgleichen
  • Übergewicht reduzieren

 

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