Migräne-AttackenSchmerzen im Kopf: Meine Erfahrungen mit Migräne

Vor allem Frauen leiden unter Migräne - während einer Attacke sind sie häufig stark in ihrem Alltag eingeschränkt. In diesem #wunderbarECHT-Artikel teile ich meine Migräne-Erfahrungen mit dir.

Meine Erfahrungen mit Migräne.
Foto: Alena Igdeeva/iStock
Inhalt
  1. Die Gründe für Migräne sind schwer zu fassen
  2. "Verlorene Tage" durch Migräne-Attacke
  3. Migräne vorbeugen: Das habe ich schon alles versucht

Es ist vollkommen dunkel, draußen scheint die Sonne, doch deine Vorhänge sind zugezogen. Obwohl die Fenster geschlossen sind, hörst du jedes Geräusch von draußen, wie ein Hammerschlag. Dein Kopf pulsiert schmerzhaft – jedes Pochen ist wie ein Stich. Dir ist übel, schwindelig, heiß und einfach nur elend…

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Du kennst diese Situation? Dann geht es dir wie etwa acht Millionen Menschen in Deutschland, die unter Migräne leiden. Frauen sind doppelt bis dreimal so häufig betroffen wie Männer.

Auch ich leide unter dieser besonders qualvollen Form von Kopfschmerzen – eine Migräneattacke habe ich zwischen einem bis zwei Mal im Monat. Eine Attacke dauert mindestens 24 Stunden, oft aber bis zu 48 Stunden.

 

Mein "kleines Glück": Ich gehöre nicht zu den Betroffenen, die unter der sogenannten "Aura-Migräne" leiden. Hier gehören, neben den oben beschriebenen Symptomen, noch visuelle Wahrnehmungsstörungen (wie etwa ein Flimmern vor den Augen) zum Krankheitsbild. Das stelle ich mir furchtbar vor.

Nichtsdestotrotz fühle ich mich durch die immer wieder kehrenden Schmerzen stark in meinem Alltag eingeschränkt – vor allem, weil ich nicht so richtig einschätzen kann, wann die nächste Attacke kommt.

 

Die Gründe für Migräne sind schwer zu fassen

Ärzte machen Schlafstörungen, Stress und einen ungeregelten Tagesablauf verantwortlich für Migräneanfälle. Aber auch die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann als Nebenwirkung starke Kopfschmerzen mit sich bringen. Alkohol und entzündungsfördernde Lebensmittel können Migräneattacken zudem triggern. Diese "Facts" über Migräne kenne ich alle und trotzdem habe ich noch keine Lösung gefunden, wie ich meine Attacken reduzieren kann. Oft fühle ich mich hilflos.

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Mein Freund macht sich bei Migräneattacken immer sehr großen Sorgen und ist besonders mitfühlend, aber es geht auch anders: Viele Menschen sind nicht so feinfühlig und der Auffassung, dass es schon nicht so schlimm ist, sind ja „nur“ Kopfschmerzen.

 

"Verlorene Tage" durch Migräne-Attacke

Wenn ich eine Attacke bekommen, sind oft zwei Tage einfach "verloren", weil ich nur im Bett liegen kann. Passiert die Attacke unter Woche, muss ich mich häufig krankmelden. Das ist weder besonders schön für den Arbeitgeber, noch fühle ich mich wohl damit, häufig zu fehlen. Fällt die Migräne auf ein Wochenende, kann ich meine Pläne streichen und die Erholung fehlt. Das kostet mich sehr viel Kraft.

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Ich bin deprimiert und müde. Auch diese Angst, dass irgendwas in meinem Kopf "nicht stimmt" ist da. Manchmal ist der Schmerz so stark, dass ich überlege, ins Krankenhaus zu fahren. Dann auf einmal, von einer Stunde zur nächsten, ist der Schmerz verschwunden.

 

Migräne vorbeugen: Das habe ich schon alles versucht

Da ich mich durch die Migräne so sehr in meinem Leben eingeschränkt fühle, habe ich nichts unversucht gelassen, um die Attacken weniger werden zu lassen: Von der Ernährungsumstellung (kein Alkohol, kein Fleisch, viel Obst und Gemüse), bis hin zu täglichen Bewegungseinheiten. Auch spezielle Migräne-Medikamente habe ich ausprobiert, mit denen fühle ich mich aber wie betäubt und nicht so recht wohl.

Der Besuch beim Orthopäden kann bei Migräne-Patienten helfen: Eventuell kann eine Fehlstellung der Wirbel einen Nerv einklemmen und Migräne hervorrufen. Dies ist bei mir allerdings nicht der Fall. Auch ein MRT habe ich durchführen lassen, um zu sehen, ob in meinem Kopf wirklich "alles ok" ist.

Am richtigen Umgang mit meiner Migräne arbeite ich noch. Ich versuche zu schauen, was mir guttut und was nicht. Viel Bewegung und Spaziergänge an der frischen Luft machen den Kopf frei. Und: Die schmerzfreien Tage bewusster genießen! Denn davon gibt es ja zum Glück eine ganze Menge!

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