Selbstwertgefühl & innere StärkeSelbstbewusstsein bei Kindern stärken: 8 Tipps für alle Eltern

Der Grundstein für unser Selbstbewusstsein wird in den ersten 6 Lebensjahren gelegt. Ob ein Kind also später zu einem selbstbewussten Erwachsenen heranwächst, hängt davon ab, wie sie in ihrer frühsten Kindheit geprägt werden.

Kinder, die von ihren Eltern stark kritisiert werden, die von anderen Kindern gehänselt werden, häufig mit anderen Kindern verglichen werden oder zu hohe Erwartungen nicht erfüllen können, leiden zwangsläufig unter einem geringen Selbstwertgefühl. 

Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl muss man als Eltern Schritt für Schritt aufbauen. Es entwickelt sich nicht von einem Tag auf den anderen. Und am allerwichtigsten ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Denn wie soll ein Kind lernen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, auf andere zuzugehen und für seine eigene Meinung einzustehen, wenn wir ihnen das als Eltern nicht vorleben?

 

Mit diesen Tipps stärkst du das Selbstbewusstsein deines Kindes

Interesse zeigen

Ermutigt euer Kind, über sich zu sprechen - jeden Tag. Fragt, wie es im Kindergarten oder in der Schule war. Fragt nach seiner Meinung, seinen Wünschen und Ängsten. Auf diese Weise wird das Selbstwertgefühl des Kindes aufgebaut, es lernt: Ich bin wichtig, meine Meinung zählt, andere Menschen interessieren sich für mich. 

Anerkennung und Lob aussprechen

Lobende Worte und Gesten sind ein schneller und effektiver Weg, das Selbstbewusstsein des Kindes aufzubauen. Ähnlich wie wir Erwachsene wollen auch Kinder ihrer selbst wegen geliebt werden. Egal ob sie Fehler machen und welche Stärken und Schwächen sie haben. Lobt euer Kind mindestens einmal am Tag, am besten für etwas, für das es sich anstrengen musste. Lobt aber auch, wenn etwas nicht gelungen ist - nämlich für den Versuch und den Mut, etwas Neues auszuprobieren. 

Neue Dinge ausprobieren

Ermutige dein Kind, neue Dinge auszuprobieren, gib ihm aber gleichzeitig auch den Rückhalt und die Sicherheit, dass du da bist, wenn es dich braucht. Neue Dinge zu erkunden, neugierig zu sein, das ist für jedes Kind enorm wichtig und trägt nicht nur dazu bei den eigenen Horizont zu erweitern, sondern auch, in Zukunft offen für Neues zu sein. 

Liebe und Zuwendung geben - jeden Tag

Ein Kind mit einem geringen Selbstbewusstsein braucht besonders viel Zuspruch. Nimm es mindestens einmal am Tag in den Arm und sag: Ich hab dich lieb, wie schön das es dich gibt. Emotionale Wärme in Form eines Lächelns oder einer liebevollen Geste, wie zum Beispiel sanft über das Haar zu streichen, sind genauso wichtig. Jedes Kind braucht das Gefühl geliebt zu werden. Mit diesen Emotionen sollten Eltern also niemals geizen. 

Verhalten kritisieren, aber niemals die Person

Ein Kind zu kritisieren, dass eh schon ein sehr geringes Selbstbewusstsein hat, kann gefährlich sein. Daher sollten wir Eltern unbedingt darauf achten, wie wir Kritik üben. Von daher gilt: Das Verhalten kritisieren, aber nicht die Person. Ein Beispiel: "Ich hab dich lieb, aber dein frecher Ton gefällt mir nicht." 

Selbst ein Vorbild sein

Wenn ihr wollt, dass eure Kinder richtig mit Fehlern und Schwächen umgehen, dann solltet ihr mit gutem Beispiel vorangehen. Zeig deinem Kind, dass es sich für seine Fehler und Schwächen nicht schämen muss, sondern dass es wichtig ist, daraus zu lernen, um gestärkt daraus hervorgehen zu können. 

Keine Vergleiche mit anderen ziehen

Jedes Kind sollte das Gefühl haben, einzigartig zu sein. Vergleiche untergraben die Selbstachtung, nicht nur von Kindern, auch von Erwachsenen. Vergleich dein Kind also nicht mit seinen Geschwistern oder Freunden. Das erzeugt bei deinem Kind den Eindruck, als wäre es weniger wert. 

Das Kind nicht in Watte packen

Um ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln zu können, müssen Kinder in jungen Jahren Risiken eingehen, Fehler machen, Niederlagen einstecken und manchmal auch Kummer und Schmerz fühlen. Alle Eltern wollen ihre Kinder beschützen, doch durch Überbehütung gaukeln wir ihnen eine Welt vor, die es so nicht gibt. Kummer und Krisen in der Kindheit und Jugend zu erleben und zu verarbeiten, hilft einem als Erwachsener besser damit umzugehen. Denn spätestens mit dem Einstieg ins Berufsleben fühlen sich überhütete Kinder schnell überfordert und sind somit anfälliger für Burn-out und Depressionen. 

 

Daran erkennst du, dass dein Kind ein geringes Selbstwertgefühl hat
 

  • Es redet oft geringschätzig von sich.
  • Es traut sich viele Dinge nicht zu und geht neuen Herausforderungen aus dem Weg.
  • Es ist in Gegenwart von anderen eher schüchtern und zurückhaltend.
  • Es vergleicht sich oft mit anderen und macht sich dabei selbst runter.
  • Es geht nicht gerne in den Kindergarten oder in die Schule. 
  • Es gibt schnell auf und ist frustriert, wenn ihm etwas nicht sofort gelingt. 
  • Es sucht ständig Zuwendung und brauch viel Bestätigung. 

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