Wöchentlich grüßt das MurmeltierTipps gegen den Montagsblues: Das kannst du gegen die Depression zum Wochenstart tun

Wir sehnen das Wochenende oft regelrecht herbei. Zwei Tage Pause vom Alltag und endlich Zeit für Freunde, Familie, Hobbies oder Nichtstun. Doch dann kommt unvermeidlich der Montag auf uns zu. Wieder klingelt der Wecker und die Pflichten rufen. Das kann schon mal auf das Gemüt schlagen. Doch es muss nicht sein. Was du tun kannst, damit dich der Montagsblues nicht allzu hart erwischt, verrät unsere Expertin Marthe Kniep.

Inhalt
  1. Plane den Wochenstart und verhindere den Montagsblues
  2. Lass das Wochenende gut ausklingen
  3. Mach freitags klar Schiff gegen die Montagsdepression
  4. Ändere deinen Arbeitsrhythmus
  5. Montagsblues? Überdenke deine Arbeitsbedingungen
  6. Lasse dich beruflich coachen
  7. Vorsicht vor der „Falle“ Homeoffice
 

Plane den Wochenstart und verhindere den Montagsblues

Montage kommen wie Weihnachten nicht überraschend. Das heißt, du kannst schon in der Woche davor einiges tun, um dir den Wochenstart so angenehm wie möglich zu gestalten. Lege Termine mit netten Kunden oder Kollegen auf diesen Tag und vermeide stressige Meetings oder Termine mit Menschen, die ein schlechtes Karma haben. Verabrede dich schon Freitag mit angenehmen Menschen zum Mittagstisch oder plane gezielt eine Pause an einem ruhigen Plätzchen. Organisiere für den Abend etwas, was dir Freude macht oder dich entspannt. So kannst du schon am Sonntagabend auf angenehme Momente deines ersten Arbeitstages in der neuen Woche schauen.

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Lass das Wochenende gut ausklingen

Das Wochenende ist zur Erholung da. Doch das gelingt nun mal nicht immer, wenn wir alles, was zu tun ist, nur an diesen Tagen angehen. Was immer du also auf der privaten To-do-Liste hast: Achte darauf, dass du dir Pausen eingestehst und dir neben den häuslichen Pflichten Erlebnisse zugestehst, aus denen du Kraft schöpfst. Erlaube dir, nicht alles zu schaffen, was du dir vorgenommen hast oder was andere an dich herantragen. Stattdessen plane dir einen Termin mit dir selbst ein, an dem du die Woche ausklingen lassen kannst, um dich auf eine Neue einzustimmen.  

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Mach freitags klar Schiff gegen die Montagsdepression

Gehörst du zu den Leuten, die am Freitag nach 18 Uhr oder später erschöpft den Stift auf einen vollen Schreibtisch fallen lassen, weil die Arbeit ohnehin nicht fertig wird? Klar, dass du am Montag schon beim Gedanken an deinen Schreibtisch schlechte Laune bekommst. Um nicht im Chaos zu versinken ist es daher sehr nützlich, sich immer wieder eine feste Zeit einzuplanen, in der du deinen Schreibtisch sortierst. Sinnvollerweise am Freitag, um für Montag gut vorstrukturiert zu sein. Das klingt utopisch? Dann hast du vermutlich entweder zu viel Arbeit, zu wenig Struktur oder es fehlen andere Ressourcen, die du nicht immer bei dir selber findest. Manchmal bremsen einen ja auch andere. Zu hinterfragen, was der Grund für dieses erschöpfende „nie fertig werden“ sein könnte, bringt dich näher Richtung Lösung.

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Ändere deinen Arbeitsrhythmus

Du kennst dich gut und weißt von dir: Montags läufst du dich erst warm und große Würfe finden vor Dienstag nicht statt? Dann versuche deine Woche danach zu gestalten. Richte dir einen „casual Monday“ ein, soweit das in deinem Job möglich ist. Das könnte zum Beispiel heißen: keine Kundentermine, die einen schicken aber leider nicht komfortablen Dress erfordern, keine Konferenzen, in denen größere Projekte beschlossen werden und keine Außentermine. Stattdessen gehst du deine gute Vorbereitung auf die restlichen Tage der Woche an! Je nach Position und Umfang deiner bevorzugten Montagsgestaltung müsstest du das mit anderen abstimmen. Je mehr Gleichgesinnte du findest, desto leichter lässt es sich umsetzen.

 

Montagsblues? Überdenke deine Arbeitsbedingungen

Möglicherweise stresst dich der Gedanke an montags so, weil du überarbeitet bist. Dann ist es höchste Zeit sich Gedanken zu machen, was du daran ändern könntest. Je nach Job ist verschiedenes möglich: Arbeitszeit reduzieren, die Position/das Team wechseln, ein befriedigenderes und klar abgegrenztes Projekt übernehmen, Teile der zu viel gewordenen Arbeit delegieren… Was immer denkbar ist, erst mit sich selber klären, ob es wirklich zur gewünschten Jobzufriedenheit führen könnte und dann mit dem Vorgesetzen oder Kollegen besprechen.

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Lasse dich beruflich coachen

Eine gedrückte Stimmung auf dem montäglichen Weg zur Arbeit ist nicht selten ein Indikator dafür, dass am Arbeitsplatz etwas „nicht in Ordnung“ ist. Manchmal macht man dafür jedoch den Falschen zum Sündenbock: den Chef, die Kollegen, den Kunden!? Dabei ist man auch manchmal mit sich selber unzufrieden, weil man zum Beispiel nicht weiterkommt, sich den nächsten Schritt nicht zutraut oder sich nicht eingestehen mag, dass der Job doch nicht so ist, wie man ihn sich vorgestellt hat.

Um rauszukriegen, was genau dich schon am Montag deprimiert, kann ein berufliches Coaching Klarheit schaffen. Manche Firmen unterstützen sogar, wenn Angestellte an ihrer Persönlichkeit arbeiten und ihr Profil schärfen wollen. Denn ein Blick von einem neutralen Dritten kann wertvolle neue Impulse bringen, von denen auch der Arbeitgeber profitieren kann.

 

Vorsicht vor der „Falle“ Homeoffice

Vielleicht hast du schon mal überlegt den Montag zu einem Homeoffice-Tag zu machen. Das ist dann eine gute Idee, wenn du über genügend Disziplin verfügst, um dein Arbeitspensum auch ohne Chef und Kollegen um dich herum zu bewältigen, wenn du gut organisiert bist und zu Hause in Ruhe arbeiten kannst. Andernfalls läufst du Gefahr, den Montag unproduktiv zu verdaddeln. Dann wäre vom Gefühl her der Dienstag der neue Montag und du hast nicht wirklich etwas gewonnen.

Du hättest zwar den Vorteil, dass du nirgends hinmusst, niemand einfach auf dich zukommen kann und meist auch weniger Anrufe reinkommen. Dafür musst du einen richtigen Arbeitsplatz einrichten, alle wichtigen Unterlagen und Materialien dabeihaben und weiterhin ansprechbar sein. Es ist Typsache, ob das für montags eine Lösung sein könnte. 

Was immer es bei dir ist, denke also daran, dass du Montagen nicht hoffnungslos ausgeliefert bist, sondern immer Raum da ist, kleine Annehmlichkeiten einzubauen und die Weichenstellung nach und nach deinen Bedürfnissen anzupassen.

 

Autorin: Marthe Kniep

 

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