Psychische ErkrankungStiller Burn-out: Achte auf diese Symptome!

Ein psychischer Zusammenbruch erfolgt meist nicht plötzlich, sondern kündigt sich langsam an: Der stille Burn-out ist diese erste Stufe vor dem großen Knall. Wer die Anzeichen kennt, kann dagegen steuern und sich vor dem endgültigen Burn-out schützen.

Inhalt
  1. Ungeduld wird immer größer
  2. Ständige Unzufriedenheit und Selbstzweifel
  3. Work-Life-Balance ist im Ungleichgewicht
  4. Permanente Erreichbarkeit als Priorität
  5. Geräuschsempfindlichkeit ist größer als sonst
  6. Konzentrationsmangel sowohl im Büro als auch privat
  7. Nächtliches Grübeln sorgt für Schlaflosigkeit
  8. Stillen Burn-out behandeln

Stress, Überlastung, permanenter Zeitdruck und kein Raum mehr für Entspannung - das sind die Faktoren, die dem stillen Burn-out den Weg ebnen. Bei folgenden Anzeichen weißt du, dass du schnell die Notbremse ziehen solltest und auf dich und deine seelische Gesundheit achten musst:

 

Ungeduld wird immer größer

Egal, ob an der Supermarktskasse oder wenn der Computer etwas länger braucht, um hochzufahren: Bei jeglicher zeitlichen Verzögerung reißt dir sofort der Geduldsfaden, du bist unruhig, nervös und neigst zu plötzlichen Wutanfällen? Dann könntest du bereits unter stillem Burn-out leiden.

 

Ständige Unzufriedenheit und Selbstzweifel

Es ist ein furchtbarer Teufelskreis: Du möchtest so gerne Lohn für deine Mühen bekommen und rackerst dich im Job permanent ab. Doch die Anerkennung bleibt aus. Du gibst deshalb noch mehr Gas, wofür du aber wieder kein Lob bekommst. Die Unzufriedenheit wächst immer mehr und paart sich mit dem Gefühl, nie gut genug zu sein. Wenn dir dieses Verhalten und die daraus resultierenden Gefühle bekannt vorkommen, ist die Gefahr an Burn-out zu erkranken leider gegeben.

 

Work-Life-Balance ist im Ungleichgewicht

Eigentlich wissen wir ja, dass wir auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance achten sollen. Menschen, die unter einem stillen Burn-out leiden, ist es aber gar nicht bewusst, dass sie ihr privates Leben vernachlässigen. Du bist immer die Letzte im Büro, nimmst ständig neue Aufgaben an und bist am Wochenende zu kaputt, um dich mit Freunden zu treffen? Das sind Verhaltensweisen, die die psychische Erkrankung definitiv begünstigen können.

 

Permanente Erreichbarkeit als Priorität

Wer sein Handy immer neben sich liegen hat und gar nicht mehr abschalten kann, steht immer unter einer gewissen Grundspannung. Diese Anspannung und die ständige Sorge ohne das Smartphone etwas zu verpassen, erhöhen das Stresslevel. Du gehört auch zu denen, die ihr Handy nie aus der Hand legen? Dann achte auf dich, denn es kann bereits ein Hinweis sein, dass der stille Burn-out schon in vollem Gange ist.

 

Geräuschsempfindlichkeit ist größer als sonst

Natürlich gibt es Menschen, die empfindlicher auf Geräusche reagieren als andere. Wenn du allerdings an dir selbst feststellst, dass dich plötzlich alltägliche Geräusche wie das Klackern der Tastaturen deiner Kollegen oder eine tickende Uhr, dir den letzten Nerv rauben, kann es ein Anzeichen für psychische Überlastung sein.

 

Konzentrationsmangel sowohl im Büro als auch privat

Wer ständig unter Strom steht, verliert meist automatisch die Fähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Schließlich ist die schier endlos lange To-do-Liste immer im Hinterkopf. Fällt es dir auch schwer, dich auf eine Sache zu konzentrieren? Das könnte ebenfalls ein Symptom des stillen Burn-outs sein.

 

Nächtliches Grübeln sorgt für Schlaflosigkeit

Wenn permanente Gedankenspiralen dir den Schlaf rauben, ist das meist ein eindeutiges Anzeichen von psychischem Stress.

 

Stillen Burn-out behandeln

Wenn du bei dir Symptome der psychischen Erkrankung erkennst, solltest du deiner Seelenpflege mehr Zeit einräumen. Natürlich kann man nicht gleich sein ganzes Leben ändern, aber Entspannungstechniken wie autogenes Training oder eine einfache Meditation helfen, den Stresspegel zu senken und sind leicht in den Alltag zu integrieren.

Wer allerdings schon zu sehr in der Abwärtsspirale gefangen ist, sollte sich professionelle Hilfe holen, denn aus einem stillen Burn-out kann sich leicht ein kompletter psychischer Zusammenbruch mit Panikattacken und Depressionen entwickeln. Wer therapeutische Hilfe benötigt, kann im deutschlandweiten Verzeichnis einen spezifischen Therapeuten finden.

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