PsycheWHO erkennt Burn-out als Krankheit an - was du jetzt dazu wissen musst!

Endlich ist es so weit: Burn-out wurde jetzt von der WHO als Krankheit anerkannt. Allerdings gibt es ganz bestimmte Kriterien.

Inhalt
  1. WHO erkennt Burn-out als Krankheit an
  2. Burn-out-Definition laut WHO
  3. Weitere Stressoren werden außer Acht gelassen
 

WHO erkennt Burn-out als Krankheit an

Eine jahrelange Diskussion zwischen den Experten hat nun ein Ende oder sie fängt gerade erst an: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erweitert ihre Klassifikation der Krankheiten und erkennt Burn-out als ernsthafte Erkrankung an. Doch nur unter bestimmten Kriterien soll von Burn-out gesprochen werden.

 

Burn-out-Definition laut WHO

Wer unter "chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird" leidet, der ist laut der WHO an Burn-out erkrankt. Zudem gibt es laut der "Zeit" drei Kriterien, nach denen die psychische Erkrankung diagnostiziert wird:

  1. ein Gefühl von Erschöpfung
  2. zunehmende geistige Distanz oder negative Haltung zum eigenen Job
  3. verringertes berufliches Leistungsvermögen

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Weitere Stressoren werden außer Acht gelassen

Die Weltgesundheitsorganisation weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich nur bei psychischen Problemen, die durch den Job verursacht sind, um Burn-out handelt - und genau da liegt das Problem. Chronischer Stress am Arbeitsplatz ist natürlich meist der maßgebliche Faktor, der die psychische Krankheit begünstigt. Oft ist jedoch nicht alleine der Job der Auslöser, sondern es handelt sich um eine Summe mehrerer Faktoren. Wer zusätzlich mit Belastungen im privaten Umfeld zu kämpfen hat, kann auch den Stress im Beruf nicht so leicht verarbeiten, wie Personen mit einem intakten sozialen Gefüge. Was die Experten der WHO völlig außer Acht lassen: Auch Mütter, die nicht arbeiten gehen, können an Burn-out erkranken.

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Die Diagnose sollte deshalb viel differenzierter sein, als sich nur auf beruflliche Stressoren für Burn-out zu beziehen.

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