EnergiemangelImmer müde und schlapp: Leide ich am chronischen Erschöpfungssyndrom?

Bist du permanent müde und schlapp? Vielleicht leidest du an myalgischer Enzephalomyelitis, auch bekannt als chronisches Erschöpfungssyndrom. Wir klären über die Krankheit und ihre Symptome auf.

Inhalt
  1. Was ist „myalgische Enzephalomyelitis“?
  2. Ursachen für die Erkrankung
  3. Chronisches Erschöpfungssyndrom: Das sind die Symptome
  4. Wie kann chronische Erschöpfung behandelt werden?

Arbeit, Sport, Hobby, Freunde und dann noch die zig anderen Termine, die das Leben mit sich bringt: Die Agenda ist immer voll. Stressgefühle und permanente Müdigkeit sind bei vielen Menschen eine logische Begleiterscheinung des heute weit verbreiteten Lifestyles, bei dem zusätzlich zu den Belastungen durch den Job auch die Überlastung durch die Freizeit droht. Aber wann sind Erschöpfung und Müdigkeit einfach Nebenwirkungen eines stressigen Alltags und wann sind sie ein Zeichen für das chronische Erschöpfungssyndrom, auch bekannt als „myalgische Enzephalomyelitis“?

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Was ist „myalgische Enzephalomyelitis“?

„Myalgische Enzephalomyelitis“ wird auch als chronisches Erschöpfungssyndrom oder als chronisches Fatigue-Syndrom (CFS) bezeichnet. Laut dem Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom (Fatigatio e. V.) wird die neurologisch/immunologische Multisystemerkrankung vor allem über eine stark verringerte Leistungsfähigkeit definiert: Ist diese gegenüber dem gesunden Zustand um mehr als 50 Prozent verringert und besteht dieser Zustand für mehr als sechs Monate spricht man vom chronischen Erschöpfungssyndrom. Die WHO hat das CFS als Erkrankung des Nervensystems klassifiziert. Neueren Studien zufolge könnte es sich hierbei allerdings auch um eine Autoimmunerkrankung handeln. Fest steht jedoch vorerst nur, dass es sich bei der Krankheit um eine Regulationsstörung des Immunsystems, Nervensystems und des zellulären Energiestoffwechsels handelt.

Die Diagnostik der Krankheit ist schwer und meistens auch sehr langwierig – oft wird sie gar nicht diagnostiziert oder zum Beispiel als Depression fehldiagnostiziert und schadet Menschen unerkannt. Der Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom schätzt, dass derzeit ca. 300.000 Menschen in Deutschland erkrankt sind.

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Ursachen für die Erkrankung

Kompliziert an der Krankheit ist nicht nur die erschwerte Diagnostik, sondern auch die Tatsache, dass ihre Ursache noch nicht abschließend bestimmt werden konnte. Psychische Belastungen und Stress gelten als mögliche Verursacher, aber auch verschiedene Virusinfektionen wie das Pfeiffersche Drüsenfieber werden verdächtigt, mit der Erkrankung in Verbindung zu stehen.

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Chronisches Erschöpfungssyndrom: Das sind die Symptome

Die wenigsten Menschen führen über ihre Leistungsfähigkeit Buch, aber die folgenden Symptome sind ebenfalls Anzeichen für myalgische Enzephalomyelitis – vor allem, wenn alle oder mehrere zusammen auftreten:

  • andauernde oder wiederkehrende körperliche oder mentale Erschöpfung, die zu einer erheblichen Reduktion des Aktivitätsniveaus führt
  • verzögerte oder nur sehr langsame Erholung nach Belastung oder Stress
  • Schlafstörungen, Schlaf bewirkt keine Erholung
  • Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Lese- und Sprechstörungen
  • Herz-Kreislaufbeschwerden, niedriger Blutdruck, Kurzatmigkeit
  • Magen-Darm- und Blasenstörungen
  • Intoleranz gegenüber Hitze und Kälte
  • Appetit-Probleme und Gewichtsveränderungen
  • Verlust der Libido
  • Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm
  • Desorientierung

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Wie kann chronische Erschöpfung behandelt werden?

Da die Ursachen für myalgische Enzephalomyelitis nicht abschließend geklärt sind, ist dementsprechend auch die Behandlung eher schwierig und hängt ganz von dem individuellen Fall ab. Es gibt keine standardisierte Behandlung, was auch die Heilungsmöglichkeiten variieren lässt. Im Normalfall konzentrieren sich Ärzte bei der Behandlung der chronischen Erkrankung vor allem auf die jeweiligen Symptome, die den Betroffenen belasten, um ein möglichst uneingeschränktes und beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

 

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