NachhaltigkeitUmweltschutz: So kannst du Plastikmüll deiner Beauty-Produkte vermeiden

Weniger Plastik zu produzieren, ist besser für unsere Umwelt. Doch Kosmetik ist oft in Plastik verpackt. Wir sagen dir, wie du trotzdem Beauty-Müll vermeiden oder zumindest eindämmen kannst - und zeigen dir die besten nachhaltigen Naturkosmetikfirmen.

Inhalt
  1. Bambus/Baumwolle-Wattestäbchen benutzen
  2. Shampoo-Bars statt Shampoo-Flaschen
  3. Recycelbare Flaschen & Refills kaufen
  4. Keine Plastikrasier-Klingen sondern Edelstahl-Klinge
  5. Slipeinlagen, Binden und Tampons aus Baumwolle
  6. Das kannst du noch tun, um Beauty-Müll zu vermeiden:
  7. Die besten Naturkosmetikfirmen 

Shampoos, Creme-Tigel, Q-Tipps - die Beautywelt besteht zu großen Teilen aus Kunststoff. Der landet im Meer, oft als kleinste Form, dem Mikroplastik. Mittlerweile bestehen laut WWF drei Viertel des Mülls im Meer aus Plastik, insgesamt sind es etwa 140 Millionen Tonnen. Jedes Jahr kommen etwa neun Millionen Tonnen dazu. Bis es sich komplett zersetzt, dauert es bis zu 400 Jahre. Die Folge: Im Jahr 2050 könnte es, wenn sich nichts ändert, weniger Fische im Wasser geben - und dafür mehr Plastik.

Die Tiere verwechseln die Mikropartikel oft mit Futter und sterben qualvoll daran. Oder sie verfangen sich in Kunststofftüten, aus denen sie sich nicht befreien können. Zuletzt wurde im März ein Wal an der philippinischen Küste angespült - er hatte 40 Kilogramm Plastik in seinem Magen. 

Fakt ist: Wir produzieren zu viel Plastik - auch mit unseren Kosmetikartikeln. Das muss nicht sein! Mit den folgenden Tipps kannst du deinen Beauty-Müll eindämmen.  

 

Bambus/Baumwolle-Wattestäbchen benutzen

Q-Tipps aus Kunststoff werden ab 2021 verboten sein - warum solange mit der Umstellung warten? Schließlich gibt es jetzt schon bei Drogerie-Ketten, wie dm Wattestäbchen aus Bambus und Baumwolle. Die sind mit durchschnittlich 2 Euro pro 100ter-Packung (z.B. von Hydrophil) zwar mehr als doppelt so teuer - aber die Umwelt dankt es dir auf Dauer.

 

Shampoo-Bars statt Shampoo-Flaschen

Die Natur-Kosmetikfirma Lush konnte in den Jahren 2015 bis 2016 nach eigenen Angaben weltweit 15.890.925 Plastikflaschen einsparen - und zwar mit dem Verkauf von Shampoo-Bars. Die kommen nämlich ohne Plastikverpackung aus. Die Vorteile des festen Haarshampoos? Sie halten bis zu 80 Haarwäschen (drei Mal so lange wie mit einer Flasche), sind reisefreundlich, sind voller ätherischer Öle und ohne synthetische Konservierungsstoffe. Derzeit gibt es immer mehr Firmen, die Shampoo-Bars und sogar Conditioner, also Haarspülungen, auf den Markt bringen. 

 

Recycelbare Flaschen & Refills kaufen

Augen-Make-up-Entferner, Shampoos, Reinigungsmilch, Bodylotions: Alles Kosmetikartikel, die wir täglich benutzen - und die irgendwann im Mülleimer landen. Die Behältnisse gibt es glücklicherweise von einigen Naturkosmetikfirmen (die besten kannst du weiter unten nachlesen) aus bis zu 100 Prozent recyclebarem Kunststoff. Allerdings sind die Pumpvorrichtungen an den Flaschen oft nicht inbegriffen. Was das Shampoo betrifft, ist also eine Shampoo-Bar immer noch die bessere, weil umweltfreundlichere Wahl. Zusätzlich kannst du auf Refills zurückgreifen, also Nachfüll-Packungen und statt Cremeseifen ein klassisches Seifenstück (Anleitung für Seifen-Cupcakes) verwenden.

Übrigens: Glasflaschen sind leider nicht unbedingt eine gute Alternative zu Plastik. Denn es verbraucht in der Produktion viel von dem natürlichen (und leider auch schwindenen Rohstoff) Sand. Zudem ist Glas schwerer als Plastik, was den Transport komplizierter macht. 

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Keine Plastikrasier-Klingen sondern Edelstahl-Klinge

Wenn wir uns einen Rasierer oder Klingen kaufen, ist beides nicht nur in, sondern auch aus Kunststoff verpackt. Viel umweltschonender sind Edelstahlklingen (auch Edelstahl-Hobel genannt), die recycelt werden können. 

 

Slipeinlagen, Binden und Tampons aus Baumwolle

Bio-Tampons aus 100 Prozent Bio-Baumwolle sind kompostierbar - im Gegensatz zu konventionellen Tampons, die einen Kunststoff-Anteil haben und somit nicht biologisch abbaubar sind. Einziger Haken: Die Plasikhülle um die Tampons bleibt natürlich. Zumindest produzierst du mit der Verwendung von Bio-Tampons aber weniger Müll. Noch umweltfreundlicher ist übrigens die Menstruationstasse.

Neben Bio-Tampons, gibt es auch Binden und Slipeinlagen aus 100 Prozent Baumwolle, die bis zu 99% biologisch abbaubar und kompostierfähig sind. Die meisten Einlagen kommen ohne Plastikklebefolie aus.

 

Das kannst du noch tun, um Beauty-Müll zu vermeiden:

Wenn du dir unsicher bist, ob eine Kosmetikfirma auf Nachhaltigkeit setzt, kannst du auf diese Sigel achten:

  • BDIH
  • Natrue
  • Demeter
  • Fairtrade
  • CSE
  • Ecocert

 

 

Die besten Naturkosmetikfirmen 

Die Vorreiter für Naturkosmetik sind die Firmen Dr. Hauschka und Lush. Beide Unternehmen setzen sich für die Umwelt ein, aber stehen auch für faire Arbeitsbedingungen. Weitere Bio-Beautymarken (das ist nur eine Auswahl!):

  • Ren clean skincare
  • We Breathe von Studio 78 Paris
  • Uoga Uoga
  • Aesop
  • Mahlenbrey
  • Akamuti
  • Smooth Panda
  • Bambusliebe

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