Frauen-Krankheit

Vulvodynie: Symptome, Ursachen und Behandlung der schmerzhaften Krankheit

Ein stechender Schmerz, ein unangenehmes Jucken - Vulvodynie kann sich auf viele Arten äußern. Fest steht: Die Krankheit ist für Frauen sehr belastend.

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Was ist Vulvodynie?

Vulvodynie: Symptome, Ursachen und Behandlung der schmerzhaften Krankheit
Eine Vulvodynie kann für Frauen sehr schmerzhaft und auch psychisch belastend sein. Foto: iStock

Zuerst einmal bedeutet die Diagnose Vulvodynie, dass die Frau ein Unwohlsein und Schmerzen im Bereich der Vulva, also dem äußeren Bereich ihrer Vagina, verspürt. Einige Frauen haben die Schmerzen beim oder nach dem Sex. In einigen Fällen können auch schon nur leichte Berührungen, die Beschwerden auslösen. "Diese können von einem Unwohlsein, über ein Brennen, Jucken, Stechen bis hin zu wirklich starken Schmerzen reichen", erklärt Dr. Felix Neis, Experte von der Universitätsfrauenklinik Tübingen. Vor allem, wenn die Schmerzen beim Sex auftreten, ist es nach Ansicht des Experten ganz wichtig, mit dem Partner zu reden und die Beschwerden anzusprechen.

Was sind die Ursachen für Vulvodynie?

Die Ursachen für Vulvodynie sind sehr vielfältig. Bei einigen Frauen können vaginale Infektionen, wie zum Beispiel durch einen Pilz oder ein Bakterium, aber auch autoimmune Hauterkrankungen der Grund für die Schmerzen sein. Auch ein neues Waschmittel, ein Gleitgel oder synthetische Unterwäsche können zum Beispiel eine allergische Reaktion der Haut hervorrufen, die zu einer Vulvodynie führt. "Es kann aber durchaus auch ein vermeintlich einfacher Grund, wie trockene Haut oder hormonelles Ungleichgewicht, Beschwerden auslösen", sagt Dr. Neis.

Allerdings sind auch Inkontinenz oder ein verstärkter Scheidenausfluss als mögliche Ursachen zu nennen. Im Großen und Ganzen kommt alles, was die Haut beeinflussen und verändern kann, als möglicher Auslöser infrage.

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Wie häufig kommt Vulvodynie vor?

In der Dysplasiesprechstunde der Universitätsfrauenklinik behandeln die Spezialisten etwa drei Patientinnen pro Woche, die unter einer Vulvodynie leiden. Allerdings sind diese Frauen in der Regel bereits schon länger in Behandlung und kommen nach längerer Leidensphase mit Überweisung in die Spezialsprechstunde des Universitätsklinikums Tübingen.

Ist Vulvodynie heilbar?

Ja, wenn es möglich ist, die Ursache für die Schmerzen zu ermitteln. Leider gibt es Frauen, die im schlimmsten Fall jahrelang unter den Beschwerden leiden, da es nicht ganz leicht ist, der Ursache auf die Schliche zu kommen. Hier hilft es, nicht nur mit seinem Gynäkologen, sondern auch mit seinem Dermatologen das Gespräch zu suchen. Je nachdem, welche Ursache gefunden wird, kann diese auf unterschiedliche Arten und Weisen behandelt werden. In einigen Fällen reicht schon eine fettende Creme, um die Feuchtigkeit der Haut zu regulieren und die Beschwerden mit der Zeit zu lindern. Ist eine Pilz- oderBakterieninfektion der Grund für die Schmerzen, werden Medikamente eingesetzt. Auch Hormontherapien kommen je nach Ursache für die Behandlung infrage.

Hilfe bei Dyspareunie, Vaginismus und Vulvodynie findest du zum Beispiel über die Vaginismus-Selbsthilfe.de.

(ww8)