Gefährliche FitnessZu viel Sport macht müde, dick und unfruchtbar

 Zu oft, zu, lange oder zu hart - wer seinen Körper überfordert, riskiert Nervosität und Abgeschlagenheit und verringerte Fruchtbarkeit.
Zu oft, zu, lange oder zu hart - wer seinen Körper überfordert, riskiert Nervosität und Abgeschlagenheit und verringerte Fruchtbarkeit.
Foto: iStock
Inhalt
  1. Wie zu viel Sport unserem Körper schadet
  2. Zu viel Sport kann die Fruchtbarkeit mindern
  3. Zu viel Sport macht müde
  4. Zu viel Sport macht dick
  5. Zu viel Sport macht nervös
  6. Zu viel Sport macht krank
  7. Zu viel Sport führt zu Pickeln
  8. Zu viel Sport fördert Glieder- und Gelenkschmerzen

Zu viel Sport ist ungesund. Es macht müde, dick, mindert die Fruchtbarkeit und fördert Pickel. Wie zu viel Sport unserem Körper schadet.

 

Wie zu viel Sport unserem Körper schadet

Schwimmen, Joggen, Fahrradfahren - Sport ist gesund. Eigentlich. Doch wer zu viel und mit zu hoher Intenisät mehrmals pro Woche trainiert, riskiert negative Folgen für den Körper. Denn zu viel Sport ist ungesund. Die möglichen  Folgen: Gewichtszunahme, Müdgkeit, mehr Pickel und eine gestörte Fruchtbarkeit.

 

Zu viel Sport kann die Fruchtbarkeit mindern

Die Fitness-Seite MeineFitness.net hat neun internationale Studien ausgewertet sowie mit Medizinern gesprochen und dabei herausgefunden, dass der anhaltende Fitnesstrend eine Gefahr für die Fruchtbarkeit von jungen Frauen darstellt. Die Schwedische “Nord-Trøndelag” Studie mit 3.887 Teilnehmerinnen zeigt: 5 bis 7 mal die Woche Sport zu machen, bedeutet, 3,2 mal häufiger Probleme mit der Fruchtbarkeit zu haben

Allerdings: Anscheinend sind nur schlanke Frauen betroffen. Übergewichtige Frauen profitieren von jeglichem Sport in Form einer höheren Fruchtbarkeit!

Wenn man die aktuelle Studienlage betrachtet, kristallisieren sich vier Punkte sehr deutlich heraus.

  • Die Anzahl der Tage Sport pro Woche beeinflussen die Fruchtbarkeit.
  • Frauen, die fast jeden Tag trainieren, haben ein wesentlich höheres Risiko, unfruchtbar zu werden, als weniger aktive Frauen.
  • Je länger das Training dauert, desto höher ist das Risiko. Studien haben gezeigt, dass über 60 Minuten Training am Stück schlecht für die Fruchtbarkeit von Frauen sind.
  • Die Intensität des Trainings ist ein wichtiger Faktor. Frauen, die bis zur Erschöpfung oder einfach nur sehr intensiv trainieren, leiden öfter unter Unfruchtbarkeit.
  • Diese Regeln scheinen nur für schlanke Frauen zu gelten, nicht für Übergewichtige.

Frau Dr. Wibke Wilkening, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe erklärt die verminderte Fruchtbarkeit mit einer Veränderung der Hormone: „Erhöhte sportliche Aktivität kann negativen Einfluss auf die Hormonachse zwischen Gehirn, Hypophyse und Ovar nehmen. In ausgeprägten Fällen kommt die Sekretion vollständig zum erliegen und der Zyklus bleibt aus.

Studien belegen: Sport kann das Risiko der Unfruchtbarkeit um den Faktor 6,2 erhöhen.
Studien belegen: Sport kann das Risiko der Unfruchtbarkeit um den Faktor 6,2 erhöhen.
Foto: MeineFitness.net

Es ist jedoch nicht unbedingt der Sport an sich, der die Fruchtbarkeit beeinflusst, sondern der gesteigerte, aber nicht gedeckte Energiebedarf: „Es ist ein bekanntes Phänomen, dass unterhalb eines - sicher individuell unterschiedlichen - Minimalgewichts der Körper im Sinne eines Selbsterhalts als erstes die reproduktive Funktion herunterfährt und schließlich abschaltet. Eine Schwangerschaft ist für einen Organismus ein belastender und Energie raubender Zustand, den sich der Körper bei einer Minimalversorgung nicht mehr leistet, sei es aufgrund einer Essstörung oder bei erhöhtem Verbrauch durch massiven Sport“, so Frau Dr. Wilkening.

Was sollten Frauen also tun, um sich bei Kinderwunsch keinem erhöhten Risiko auszusetzen?

  • Nicht bis zur absoluten Erschöpfung trainieren!
  • Nicht mehr als 3 mal die Woche trainieren!
  • Nicht länger als 60 Minuten am Tag trainieren!
  • Sowohl vor als auch nach dem Training genug essen, um den Energiebedarf zu decken!
 

Zu viel Sport macht müde

Eigentlich soll Sport das Einschlafen erleichtert. Wer zu viel Sport treibt, schläft weder schneller ein, noch bis zum Morgen durch. Der Grund: Die Überreizung des sympathischen Nervensystemes. Es schüttet übermäßig das Stresshormon Adrenalin aus und lässt den Körper so nicht zur Ruhe kommen.

 

Zu viel Sport macht dick

Sport hilft beim Abnehmen - das ist richtig. Zu viel Sport allerdings nicht. Der Grund: Wer zu viel trainiert, baut Muskeln ab und Fett auf. Die Hormone in unserem Körper geraten aus dem Gleichgewicht, er produziert zu viel Cortisol, aber zu wenig Testosteron (ja, auch Frauen besitzen das männliche Sexualhormon). Das Problem: Cortisol macht dick. Es fördert vor allem das gefährliche innere Bauchfett. Und blockiert die Insulinwirkung. Diese sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut transportiert und in den Fettzellen gespeichert wird.

 

Zu viel Sport macht nervös

Die Folgen eines übermäßigen Workouts: Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Auch hier liegt die Ursache in der Überforderung des sympathischen Nervensystems. Nimmt das sympathische Nervensystem überhand, wird der Körper in Leistungsbereitschaft gesetzt: Blutdruck und Puls steigen an, Wachsamkeit und Konzentration nehmen zu.

 

Zu viel Sport macht krank

Sport, vor allem an der frischen Luft, stärkt das Immunsystem. Aber Vorsicht: Zu viel Sport macht krank. Der Grund: Wird der Körper in einen Dauerstress versetzt, und dazu zählt jegliche körperliche Anstrengung, nehmen die Immunzellen ab und die Abwehrzellen bilden sich langsamer. Die Folge: ein schwaches Immunsystem. Bakterien und Viren haben jetzt ein leichtes Spiel.

 

Zu viel Sport führt zu Pickeln

Wer Sport treibt, der schwitzt. Und Schweiß begünstigt Pickel. Der Grund: Beim Schwitzen wird das Spurenelement Zink schneller ausgeschieden. Zink bremst die Talgproduktion und fördert gleichzeitig den Wundheilungsprozess.

 

Zu viel Sport fördert Glieder- und Gelenkschmerzen

Muskelkater ist besser als sein Ruf. Sobald wir bestimmte Muskeln nicht beanspruchen, bauen sich diese wie von selbst ab. Die Folge: winzige Verletzungen im Muskel. Diese Verletzungen müssen repariert werden, der Muskelkater tritt ein. Dauert der Muskelkater mehrere Tage oder Wochen ein, ist das das Zeichen für einen Übertrainingszustand. Wer zu oft, zu viel oder zu lange Sport treibt, läuft schnell Gefahr, seine Glieder und Gelenke zu viel zu belasten.

 

Im Video: So hälst du auch mit weniger Sport dein Gewicht:

 

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