Frauen-GesundheitZyste in der Brust: Was Frauen über Brustzysten wissen müssen

Inhalt
  1. Symptome: Wie äußert sich eine Zyste in der Brust?
  2. Warum entstehen Brustzysten?
  3. Therapie: Muss eine Zyste in der Brust behandelt werden?

Hinter Veränderungen in der Brust kann auch eine Zyste stecken. Die Verhärtung ist meist harmlos – trotzdem sollte jede Frau einige Dinge über Brustzysten wissen.

Wer eine Veränderung in der Brust bemerkt, ist in Sorge. Doch neben Brustkrebs gibt es viele weitere, deutlich wahrscheinlichere Ursachen - zum Beispiel eine Zyste. Dabei handelt es sich um eine kleine Blase, die mit Flüssigkeit gefüllt und meist völlig ungefährlich ist. Trotzdem ist ein Gang zum Arzt unvermeidbar – um die Zyste zu behandeln und Brustkrebs auszuschließen.

Zysten bringen die meisten Frauen mit den Eierstöcken in Verbindung. Dort treten sie, beispielsweise aufgrund hormoneller Schwankungen, recht häufig auf. Doch auch in der Brust kann sich eine Zyste bilden – so wie überall in unserem Körper. Entgegen vielerlei Gerüchte erhöht eine Brustzyste nicht das Risiko für Brustkrebs.

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Symptome: Wie äußert sich eine Zyste in der Brust?

In den meisten Fällen verursachen Brustzysten keine Symptome und werden zufällig beim Abtasten entdeckt. Erst wenn die Zyste eine bestimmte Größe erreicht hat, kann sie auf das umliegende Gewebe drücken und dadurch Schmerzen verursachen. Ein ungewöhnlicher Ausfluss aus der Brustwarze kann ebenfalls auf eine Zyste hinweisen und sollte auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

Jede Frau sollte regelmäßig ihre Brust abtasten. Das kann man ganz einfach in den täglichen Ablauf integrieren und die Brust zum Beispiel unter der Dusche abtasten. Tipp: Eine Woche nach der Periode ist das Gewebe besonders weich und weniger empfindlich.

Wer eine Veränderung feststellt, muss nicht in Panik verfallen – in vielen Fällen entpuppt sich ein Knubbel als harmlos. Das kann aber nur ein Arzt beurteilen. Dieser untersucht die Brust mithilfe von Ultraschall und kann damit eine Zyste diagnostizieren.

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Zysten in der Brust sind meist harmlos.
Zysten in der Brust sind meist harmlos.
Foto: iStock
 

Warum entstehen Brustzysten?

Jede Frau kann eine Zyste in der Brust bekommen. Manchmal sind diese auch angeboren. Die Ursachen hierfür sind nicht gänzlich geklärt: Ein Grund kann eine verstopfte Brustdrüse sein, so dass sich Flüssigkeit anstaut und verkapselt – eine Zyste entsteht.

Wie bei Eierstockzysten besteht auch bei Zysten in der Brust eine Verbindung zum Hormonhaushalt. Hormonelle Schwankungen können zur Zystenbildung beitragen.

Besonders häufig treten Zysten in der Brust in den Wechseljahren auf. Die hormonelle Umstellung kann zu einer sogenannten Mastopathie, einer gutartigen Gewebsveränderung der Brust, einhergehen.  Als Folge bilden sich Zysten.

 

Therapie: Muss eine Zyste in der Brust behandelt werden?

Die gute Nachricht: Viele Zysten bilden sich von ganz alleine zurück. Trotzdem sollte eine Veränderung immer von einem Arzt untersucht und beobachtet werden.

Diagnostiziert der Arzt eine Zyste in der Brust, wird empfohlen, diese alle drei Monate zu kontrollieren. So können Veränderungen, wie Vergrößerungen der Zyste, rechtzeitig erkannt werden.

Nur ab einer bestimmten Größe oder bei Schmerzen muss eine Zyste behandelt werden. Handelt es sich um eine gutartige Blase, kann sie punktiert und damit entleert werden. Das nimmt den Druck.

In seltenen Fällen wird eine Brustzyste operativ entfernt -zu einer Operation entscheidet sich der Arzt aber nur, wenn Zysten entweder immer wieder auftreten oder das Risiko einer bösartigen Veränderung besteht.

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(ww4)

 

 

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