Blasenentzündung vorbeugen: Den Bakterien keine Chance geben

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Dem Volksmund zutrotz, nasse Klamotten sind nur in den seltensten Fällen an einer Blasenentzündung schuld.
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Inhalt
  1. Darmbakterien sind Auslöser für Blasenentzündung
  2. Warum sind Frauen häufiger betroffen als Männer?
  3. Und was ist mit Kälte?
  4. Blasenentzündung: So beugen wir am besten vor

Schon früher hieß es: raus aus den nassen Klamotten. Sie sollen eine Blasenentzündung auslösen. Oder etwa nicht? So beugen Sie einer Blasenentzündung vor.

Dauernd zur Toilette müssen, Brennen, Jucken: Wer einmal eine Blasenentzündung hatte, wünscht sich keine Zweite. Aber wie beugt man ihr vor? Sind nasse Klamotten wirklich der Auslöser? Und woher kommt die Blasenentzündung eigentlich? 

 

Darmbakterien sind Auslöser für Blasenentzündung

Eins vorweg: Nasse Klamotten sind nicht allein der Grund, warum es zu einer Blasenentzündung kommt. Auslöser für eine Blasenentzündung sind immer Bakterien, in den seltensten Fällen auch Pilze. „Die Ursachen können unterschiedlich sein“, sagt Dr. Ulrike Hohenfellner, Fachärztin für Urologie dem Online-Portal gesundheit.de. „Meist wird eine Blasenentzündung durch Darmbakterien ausgelöst.“ Und zwar zu 80 Prozent. Der Grund: Gelangen Darmbakterien in die Harnröhre, können sie dort eine Entzündung der Blasenschleimhaut auslösen. Eine Blasenentzündung ist die Folge.

 

Warum sind Frauen häufiger betroffen als Männer?

Frauen sind von einer Blasenentzündung deutlich häufiger betroffen, weil ihre Harnröhre rund vier Zentimeter kürzer ist und näher am After anliegt, als die der Männer. Auch Frauen in den Wechseljahren klagen vermehrt über eine Blasenentzündung. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, wird die Blase anfälliger für Keime. Jetzt haben Bakterien ein Leichtes, sich zu vermehren und in die Harnröhre zu gelangen.

Eine weitere Risikogruppe: Frauen, die sexuell aktiv sind. Blasenentzündungen als Folge von Sex werden auch liebevoll Honeymoon Zystitis genannt. Aber wie kann Sex zu einer Blasenentzündung führen? Durch Bakterien in der Harnröhre. Zudem können beim Sex die schützenden Schleimhäute des Intimbereichs verletzt werden. Hier ist die Intimpflege und das Wasserlassen nach dem Sex wichtig. Viele Frauen spüren nach dem Geschlechtsverkehr sowieso schon einen starken Harndrang. Durch das Urinieren können Keime schneller ausgespült werden. 

Apropos: Intimpflege. Auch eine übertriebene Hygiene kann eine Blasenentzündung auslösen. Hier gilt: Weniger ist mehr. Das tägliche Waschen mit Wasser reicht im Notfall völlig aus, um einer Blasenentzündung vorzubeugen.

 

Und was ist mit Kälte?

Niemand bekommt eine Blasenentzündung, weil er zu lange auf kalten Steinen gesessen hat. Unsere Eltern hatten trotzdem nicht ganz unrecht, wenn sie mahnend den Zeigefinger hoben. Denn - ein warmgehaltener Unterleib kann die Ausbreitung von Bakterien eindämmen und einer Blasenentzündung vorbeugen. Kälte hingegen fördert die Ausbreitung der kleinen Übeltäter.

 

Blasenentzündung: So beugen wir am besten vor

Essentiell ist die richtige Intimhygiene. Auf keinen Fall den Vaginalbereich mit Seife oder parfümierten Waschgels säubern. Besorgen Sie sich lieber ein medizinisches Gel aus der Apotheke. Auch beim Geschlechtsverkehr sollte darauf geachtet werden, Praktiken zu vermeiden, bei denen Darmbakterien in die Scheide gelangen. Und generell gilt wie immer: Es sollte alles vermieden werden, was das Immunsystem schwächt, also Stress , zu wenig Schlaf und einseitige Ernährung.

Weitere Ursachen für eine Blasenentzündung können ein schwaches Immunsystem, Stress und Diabetes sein. Egal ob Sie bereits unter einer Blasenentzündung leiden oder einer Harnwegsinfektion vorbeugen möchten - Trinken ist Pflicht. 

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