Tipps für eine gesunde BlaseBlasenentzündung vorbeugen: So haben Bakterien keine Chance!

Eine Blasenentzündung ist äußerst unangenehm. Um so wichtiger ist es, Erkrankungen der Blase vorzubeugen. Wir haben die besten Tipps für dich zusammengestellt.

Inhalt
  1. Darmbakterien sind Auslöser für Blasenentzündung
  2. Warum ist Blasenentzündung eine Frauenkrankheit?
  3. Blasenentzündung durch Sex
  4. Tipps, um einer Blasenentzündung vorzubeugen
  5. Trinken ist das Wichtigste für eine gesunde Blase
  6. Richtig aufs Klo gehen als Prävention
  7. Unterleib warmhalten, um die Blase zu schützen
  8. Die richtige Intimpflege als vorbeugende Maßnahme
  9. Vaginalbereich immer trocken halten, um Keimbildung zu verhindern
  10. Blasenentzündung nach dem Sex vorbeugen
  11. Bärentraubenblätter bei den ersten Anzeichen
  12. Immunsystem schützen für eine gesunde Blase 

Dauernd zur Toilette müssen, Brennen, Jucken: Wer einmal eine Blasenentzündung hatte, wünscht sich keine Zweite. Aber wie kann man ihr vorbeugen? Und welche Faktoren begünstigen die Erkrankung? Wir verraten dir alles Wichtige über das empfindliche Organ und geben dir Tipps, um mit einer gesunden Blase durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

 

Darmbakterien sind Auslöser für Blasenentzündung

Nasse Klamotten sind nicht allein der Grund, warum es zu einer Blasenentzündung kommt. Auslöser für eine Blasenentzündung sind immer Bakterien, in den seltensten Fällen auch Pilze. „Die Ursachen können unterschiedlich sein“, sagt Dr. Ulrike Hohenfellner, Fachärztin für Urologie dem Online-Portal gesundheit.de. „Meist wird eine Blasenentzündung durch Darmbakterien ausgelöst.“ Und zwar zu 80 Prozent. Der Grund: Gelangen Darmbakterien in die Harnröhre, können sie dort eine Entzündung der Blasenschleimhaut auslösen. Eine Blasenentzündung ist die Folge.

 

Warum ist Blasenentzündung eine Frauenkrankheit?

Frauen sind von einer Blasenentzündung deutlich häufiger betroffen, weil ihre Harnröhre rund vier Zentimeter kürzer ist und näher am After anliegt, als die der Männer. Auch Frauen in den Wechseljahren klagen vermehrt über eine Erkrankung. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, wird die Blase anfälliger für Keime. Auch Diabetes kann die Anfälligkeit für Blasenentzündungen begünstigen.

 

Blasenentzündung durch Sex

Eine weitere Risikogruppe: Frauen, die sexuell aktiv sind. Blasenentzündungen als Folge von Sex werden auch liebevoll Honeymoon Zystitis genannt. Durch den sexuellen Akt können Bakterien schneller vom Analbereich in die Scheide und somit in die Harnröhre gelangen. Zudem können beim Sex durch die Reibung des Glieds in der Vagina die Schleimhäute des Intimbereichs verletzt werden. Dadurch haben es Bakterien leichter, sich auszubereiten.

 

Tipps, um einer Blasenentzündung vorzubeugen

Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, sollte vor allem in der kalten Jahreszeit, rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um einer gereizten Blase vorzubeugen. Unsere Tipps können dir helfen, dass deine Blase gesund bleibt:

 

Trinken ist das Wichtigste für eine gesunde Blase

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist das Allerwichtigste, um die Blase zu schützen. Trinke mindestens 1,5 Liter pro Tag, damit das Organ immer gut durchgespült wird.

 

Richtig aufs Klo gehen als Prävention

Beim Urinieren ist es wichtig, wirklich den ganzen Urin aus der Blase zu befördern. Oft hören wir zu früh mit dem Wasserlassen auf, wodurch nicht alle Bakterien hinaus geschwemmt werden. Zudem sollte der Po immer von der Scheide weg abgewischt werden. Das lernen wir zwar schon als Kind, doch viele Erwachsene vergessen das wieder.

 

Unterleib warmhalten, um die Blase zu schützen

Im Herbst und Winter ist es wichtig, den Unterleib warmzuhalten, um einer Blasenentzündung vorzubeugen. Besonders wichtig, sind Pullover und Strickjacken, die über die Nieren gehen. Aus einer meist harmlosen Blasenentzündung kann sich im schlimmsten Falle nämlich auch eine schmerzhafte Nierenbeckenentzündung entwickeln.

 

Die richtige Intimpflege als vorbeugende Maßnahme

Essenziell ist die richtige Intimhygiene. Frauenärzte raten stets dazu, den Vaginalbereich nur mit Wasser zu reinigen, da die Scheidenflora durch Duschgel schnell angegriffen werden kann. Wer ein Produkt zur Intimpflege nutzen möchte, sollte darauf achten, dass es mild ist und den sauren ph-Wert der Scheide nicht ins Ungleichgewicht bringt. Auf keinen Fall den Vaginalbereich mit Seife oder parfümierten Waschgels säubern.

 

Vaginalbereich immer trocken halten, um Keimbildung zu verhindern

Keime lieben ein feuchtes Klima, deshalb ist es wichtig die Scheide nach dem Duschen oder Baden immer gut abzutrocknen. Nach dem Schwimmen solltest du die Badesachen sofort ausziehen. Außerdem solltest du lieber Baumwollunterhosen als synthetische Unterwäsche tragen. Baumwolle kann nämlich Feuchtigkeit und somit auch Körperschweiß besser aufnehmen als künstlich hergestellte Stoffen.

 

Blasenentzündung nach dem Sex vorbeugen

Nach dem Sex sollten Frauen stets Wasser lassen, da sie dadurch die Keime herausspülen. Wer nicht zu den Frauen gehört, die nach dem Geschlechtsverkehr sowieso auf Klo müssen, sollte nach dem Sex ein Glas Wasser trinken, damit die Urinproduktion angeregt wird.

Außerdem sollte beim Geschlechtsverkehr darauf geachtet werden, Praktiken zu vermeiden, bei denen Darmbakterien in die Scheide gelangen. Im Klartext heißt das: Kein Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr während des Aktes.

 

Bärentraubenblätter bei den ersten Anzeichen

Bärentraubenblätter sind dank ihrer antibakteriellen Wirkung eines der effektivsten Hausmittel gegen Entzündungen der Blase. Es ist daher ratsam, schon bei den ersten Anzeichen Präparate mit Bärentraubenblättern einzunehmen. Rechtzeitig eingenommen können die natürlichen Helfer dafür sorgen, dass sich keine schmerzhafte Blasenentzündung entwickelt. So kannst du die Einnahme von Antibiotika vermeiden.

 

Immunsystem schützen für eine gesunde Blase 

Ein schwaches Immunsystem ist grundsätzlich eher anfällig für Krankheiten, also auch für eine Blasenentzündung. Versuche daher dein Immunsystem über die Ernährung zu stärken. Zusätzlich kannst du mit bestimmten Verhaltensweisen deine Abwehrkräfte unterstützen.

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