Sexuelle StimulationCUV: Ist das der neue G-Punkt und wie diese Zone stimuliert wird!

G-Punkt war gestern, CUV ist heute! Italienische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es sich bei der erogenen Zone nicht nur um einen bestimmten Punkt handelt. Was genau dahinter steckt, verraten wir hier.

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Inhalt
  1. "CUV" - Was ist das?
  2. CUV Zone: Hier findest du sie!
  3. Gibt es den G-Punkt also gar nicht?

Orgasmus oder nicht Orgasmus, war lange Zeit in vielen Köpfen eine Frage des G-Punkts. Und den machte 1950 der Gynäkologe Ernst Gräfenberg auf der Suche nach dem erogensten aller Lustzentren der Frauen in der vorderen Scheidenwand ausfindig. Seitdem beschäftigt der nach Gräfenberg benannte G-Punkt Sexualforscher und Mediziner.

Wir zeigen dir Tipps und Tricks, wie die Stimulation der Klitoris gelingt!

 

"CUV" - Was ist das?

So nahm auch das Forscherteam um Prof. Emmanuele A. Jannini von der Universität Tor Vergata in Rom die Anatomie und Physiologie der sexuellen Reaktionen von Frauen unter die Lupe. Ihr in der August-2014-Ausgabe des Fachmagazins „Nature Reviews Urology“ veröffentlichtes Ergebnis stellt den jahrzehntelang oft verzweifelt gesuchten G-Punkt in Frage.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Bereich, der uns Frauen zum Höhepunkt bringen kann, sehr viel komplexer ist als nur ein bestimmter Punkt. Es handele sich vielmehr um einen "variablen morphofunktionellen Bereich", der Klitoris, Harnröhre und vordere Scheidenwand umfasst.

 

CUV Zone: Hier findest du sie!

Dieses so genannte "Concept of a clitourethrovaginal (CUV) Complex" kann bei Penetration stimuliert werden und orgasmische Reaktionen hervorrufen. CUV steht dabei für die drei Bereiche, um die es geht: Klitoris (engl. "clitoris"), Harnröhre (engl. "urethra") und Scheidenwand (eng. "vaginal wall").

Die Wissenschaftler haben durch verschiedene bildgebende Untersuchungen, wie zum Beispiel Ultraschall, sichtbar machen können, welche Bereiche im Körper der Frau wirklich auf Penetration reagieren - und stießen dabei auf CUV. Diese Bereiche sind durch Gewebe, Nerven und Blutgefäße miteinander verbunden. In der Studie heißt es wörtlich: "Die anatomischen Verhältnisse und dynamischen Wechselwirkungen zwischen der Klitoris, der Harnröhre und der Scheidenwand haben zu dem Konzept eines clitourethrovaginal (CUV)-Komplexes geführt, also zur Definition eines variablen, facettenreichen morphofunktionellen Bereichs, der, wenn er richtig bei der Penetration stimuliert wird, orgastische Reaktionen auslösen kann."

Und an den Worten "variabel", "facettenreich" und "morphofunktionell" können wir wieder herauslesen: Frauenkörper lassen sich nicht über einen Kamm scheren. In der Studie heißt es weiter: "Gezielte Stimulation des CUV-Komplex konnte orgasmische Reaktionen hervorrufen, aber nicht unbedingt bei allen Frauen, da eine erhebliche anatomische Variabilität in dieser Region existiert."

 

Gibt es den G-Punkt also gar nicht?

Es mag Frauen geben, die für sich entdeckt haben, dass sie auf einen ganz bestimmten Punkt an ihrem Körper ganz besonders reagieren. Aber den einen G-Punkt, der für alle Frauen gilt, gibt es nicht.

Das bestätigt auch die Forschung einiger Wissenschaftler am King's College in London. Sie untersuchten 1.800 Frauen und konnten nur bestätigen, dass es keinen G-Punkt gibt. Wenn die Frauen auf eine bestimmte Körperstelle reagierten, dann hatte die immer etwas mit der Klitoris zu tun.

Die Suche nach dem G-Punkt gehört damit wohl der Vergangenheit an: Es gehört eben doch einiges mehr dazu, als sich nur auf einen Punkt zu konzentrieren.

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