Sind sie zu hoch?Erwartungen an die Beziehung: Wie sie Liebe und Partnerschaft zerstören oder stärken können

Jeder Mensch hat Erwartungen. In Beziehungen können sie allerdings enorme Auswirkungen haben – negative und positive. Wir verraten mehr dazu und geben Tipps, wie Erwartungen eine Partnerschaft stärken können.

Inhalt
  1. Erwartungen an den Partner können die Liebe zerstören
  2. Was erwarte ich von einer Beziehung: Wunschvorstellung oder Realität?
  3. Erwartungen an die Beziehung: Wenn der Partner das unsichtbare Memo nicht erhalten hat…
  4. Übrigens, Überraschung: Auch der zweite im Bund hat Erwartungen

Menschen haben Träume, Wünsche, Vorstellungen – und Erwartungen. Das ist vollkommen natürlich und betrifft wohl auch so ziemlich jeden Lebensbereich. Dabei ist uns oft nicht bewusst, wie sehr wir uns und andere mit unseren Erwartungen beeinflussen. Das kann vor allem in einer Beziehung fatale Folgen haben.

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Erwartungen an den Partner können die Liebe zerstören

Dating heutzutage kann man beinahe mit Online-Shopping vergleichen: Liebe beruht oft nicht mehr auf einem glücklichen Zufall, sondern auf einem digitalen Auswahlverfahren. Natürlich hatten die Menschen auch im analogen Zeitalter Erwartungen aneinander – realistische wie unrealistische – allerdings entsteht heute leicht der Eindruck, es gäbe einen ganzen Katalog voll möglicher Partner und es gelte, den EINEN aus einem Pool zu fischen, der perfekt zur eigenen Wunschvorstellung passt.

Unsere Beziehungen beginnen also nicht nur damit, dass wir jemanden kennenlernen. Sie beginnen vor allem auch damit, dass wir unseren Partner mal mehr mal weniger bewusst permanent mit unseren Erwartungen oder vielmehr: mit unseren Wunschvorstellungen abgleichen. Das Ergebnis „Er/Sie passt nicht zu mir“, „Diese Beziehung ist nicht das, was ich wollte“… ist dabei leider wahrscheinlicher als ein Perfect Match. Und egal, wie lang ein Beziehung hält, früher oder später zerstören derartige Gedanken die Liebe…

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Was erwarte ich von einer Beziehung: Wunschvorstellung oder Realität?

„Darf ich denn gar keine Erwartungen an meinen Partner und unsere Beziehung haben?“, fragt sich jetzt manch einer. Doch, natürlich. Gar keine Erwartungen zu haben ist für Menschen vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit und Erwartungen sind ja auch etwas Gutes: Schließlich ist es wichtig zu wissen, was man braucht und möchte.

Wichtig ist nur, dass man seine Erwartungen reflektiert und hier auch lernt zu unterscheiden zwischen: „Das ist eine realistische Erwartung und die muss auch erfüllt werden, damit ich glücklich sein kann“ und: „Das ist eine Wunschvorstellung, die mein Partner nicht erfüllt und auch nicht erfüllen muss, weil er an dieser Stelle er selbst ist. Ich kann auch ohne die Erfüllung dieser Vorstellung von mir eine glückliche Beziehung mit meinem Partner führen.“

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Erwartungen an die Beziehung: Wenn der Partner das unsichtbare Memo nicht erhalten hat…

Das eigentliche Problem mit Erwartungen ist oft, dass der eine Mensch Dinge für selbstverständlich hält und erwartet, dass der Partner das genauso sieht. Womit wir bei unrealistischen Erwartungen wären. Der Partner kann einem nun einmal nicht jeden Wunsch von den Augen ablesen und welche Dinge „selbstverständlich“ sind und welche nicht, ist in vielen Fällen von Mensch zu Mensch verschieden. Deshalb ist Kommunikation das A und O: Wer seine wichtigen und essenziellen Erwartungen an den Partner und an die gemeinsame Beziehung reflektiert hat, sollte diese auch mit dem Partner besprechen. So hat der andere erstens die Möglichkeit, Erwartungen zu erfüllen oder zweitens auch zu widersprechen und zu erklären, warum er bestimmten Vorstellungen nicht entsprechen kann oder will. Plus: Auch Kompromisse können erst durch ein offenes Gespräch gefunden und beschlossen werden.

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Übrigens, Überraschung: Auch der zweite im Bund hat Erwartungen

Ein „Erwartungs-Gespräch“ ist in einer Beziehung mal früher mal später ohnehin sinnvoll, denn auch der Partner hat in aller Regel Wünsche und Vorstellungen. Bei all dem Reflektieren über die eigenen Erwartungen sollte deswegen eins auf keinen Fall verlorengehen: Die Frage, was denn der Partner eigentlich von einem selbst erwartet und welche Wünsche und Vorstellungen er für die gemeinsame Beziehung hat.

Erwartungen können eine Beziehung verbessern – und zwar, wenn sie ganz offen untereinander ausgetauscht werden.

 

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