Sind wir bereit?Zusammenziehen: So klappt es mit der ersten gemeinsamen Wohnung

Das Zusammenziehen ist ein wichtiger Meilenstein in Beziehungen: Leider kann der Traum sehr schnell zum Albtraum werden. Wir haben Tipps, mit denen es mit der ersten gemeinsamen Wohnung bestimmt klappt.

Inhalt
  1. Die erste gemeinsame Wohnung: Der Kennenlern-Crashkurs
  2. Wichtige Voraussetzungen für das gemeinsame Wohnen
  3. Zusammenziehen: Der nächste logische Schritt oder?

Zuhause können wir sein, wie wir sind: Ohne uns anzustrengen oder zu verstellen. Zieht ein Paar zusammen, kommt jeder mit diesem Bedürfnis nach einem Zuhause, aber auch mit jeder Menge anderen Wünschen und Vorstellungen. Dass alle Bedürfnisse und Vorlieben von zwei Menschen perfekt zueinander passen, ist dabei sehr unwahrscheinlich: Konflikte sind in der ersten gemeinsamen Wohnung also eigentlich ganz natürlich und gehören zum Prozess des Näher-Kennenlernens.

Kommunikationsregeln für die Beziehung: So stärkt ihr eure Partnerschaft

 

Die erste gemeinsame Wohnung: Der Kennenlern-Crashkurs

Egal, wie lange ein Paar sich kennt: Beim Zusammenziehen lernt man sich definitiv noch wesentlich näher kennen. Diesen Kennenlern-Crashkurs kann man ein wenig umgehen, indem man erstmal ein bis drei Wochen in einer Wohnung miteinander verbringt – und das vielleicht mehrmals. Ein solcher Testlauf ist allerdings keine Garantie: Ein paar Wochen können die meisten Menschen ihre eigenen Bedürfnisse gut zurückstellen, aber das funktioniert erstens nicht ewig und zweitens ist das natürlich auch keine gesunde Lösung.

Wie viel Ehrlichkeit verträgt die Beziehung? Ein Paarberater antwortet

 

Wichtige Voraussetzungen für das gemeinsame Wohnen

Verliebt sein reicht leider nicht für ein gutes Zusammenleben. Allerdings garantiert auch eine sehr lange Beziehung nicht, dass es in der ersten gemeinsamen Wohnung reibungslos läuft. Die folgenden Tipps sind aber immerhin einige wichtige Zutaten für das Erfolgsrezept:

1. Zwei Hauptmieter – weder zu dir noch zu mir

Im Idealfall zieht ihr gemeinsam in eine neue Wohnung, für die ihr auch beide gleichberechtigt als Hauptmieter eingetragen seid.

Zieht der eine zum anderen kann es leicht zu territorialen Streitigkeiten kommen – schließlich war derjenige, der schon vorher in der Wohnung gelebt hat, es gewohnt den Raum für sich zu haben. Im Fall einer Trennung hat zudem derjenige das Nachsehen, der nicht als Mieter eingetragen ist – er steht im schlimmsten Fall von heute auf morgen auf der Straße…

2. Die optimale Lage

Eine schöne und bezahlbare Wohnung zu finden, ist heutzutage wohl fast nirgends leicht. Wenn möglich solltet ihr jedoch versuchen, eine gemeinsame Bleibe zu finden, die von euren Arbeitsplätzen und euren früheren Wohnungen jeweils gleich weit entfernt ist. Letzteres ist wichtig, damit beide Partner gleich leicht an ihr soziales Leben vor dem Zusammenziehen anknüpfen können.

Kompromisse in der Beziehung: So können sie die Liebe zerstören

3. Wie viele Zimmer?

Eine gemeinsame Wohnung bedeutet nicht das Ende von Privatsphäre: Je nach finanziellen Möglichkeiten solltet ihr eher eine Drei- als eine Zwei-Zimmerwohnung mieten, damit es genug Rückzugsraum für jeden gibt. Manche Paare gehen sogar einen Schritt weiter und richten sich in der gemeinsamen Wohnung jeweils ein eigenes Zimmer ein.

4. Meine, seine oder neue Möbel?

Neue Möbel machen natürlich nur dann Sinn, wenn die vorhandenen ihre besten Tage hinter sich haben… Und finanziell gesehen ist es mit Sicherheit von Vorteil, sich keine komplett neue Einrichtung anzuschaffen. Wenn die Geschmäcker jedoch so gar nicht zusammenpassen, wird es schwierig. Hier sind Kompromissbereitschaft und Fairness gefragt: Vielleicht können sich beide auf die Schlafzimmereinrichtung des einen und die Wohnzimmereinrichtung des anderen einigen? Oder der eine kann nicht auf sein Bett verzichten, dafür darf der andere seine Couch behalten…

5. Sorgfältige Planung: Dem Umzugschaos vorbeugen

Der Umzug ist bei vielen Paaren, die zusammenziehen, der Tag, an dem schon die ersten Zweifel aufkommen. Dem Chaos und dem Schrecken beugt ihr am besten vor, indem ihr besonders sorgfältig plant, früh genug anfangt zu packen und vor allem: genug Hilfe organisiert! Seht das Ganze nicht als lästige Aufgabe, sondern ein aufregendes Erlebnis für euch und eure Freunde – spätestens bei Bier und Häppchen nach getaner Arbeit sind so alle glücklich.

Die besten Liebesstellungen: So seid ihr euch besonders nah!

6. Das liebe Geld

Zusammenzuziehen ist ein großer Schritt – und erfahrungsgemäß sollte man am besten einen nach dem anderen gehen: Deswegen sollte man trotz der gemeinsamen Wohnung nicht auch gleich die Finanzen zusammenlegen. Optimalerweise teilt man sich alle Kosten, die für Wohnung und Wohnen zusammenkommen, gerecht. Verdient einer weniger als der andere, kann man die Kosten im Verhältnis zu den Gehältern gerecht aufteilen.

7. Haushalt: Kosten und Pflichten

Ordnung oder kreatives Chaos? Gemeinsamer Wocheneinkauf oder für sich? Alles ist möglich: Ihr solltet es nur abstimmen und Regeln festlegen, bevor ihr zusammenzieht! Vor allem Punkte, die Konfliktpotenzial haben, sollten vorher geklärt sein – zum Beispiel durch einen Putzplan…

 

Zusammenziehen: Der nächste logische Schritt oder?

Ihr wollt zusammenziehen, weil ihr euch mehr Nähe und Zeit mit dem Partner wünscht? Dann legt los! Es wird schon schiefgehen, ohne dass es zur Katastrophe kommt. Wenn ihr allerdings über eine gemeinsame Wohnung nachdenkt, weil es einfach die nächste logische Stufe eurer Beziehung ist oder, weil es finanzielle Vorteile hätte – denkt lieber noch mal nach. Nicht für jedes Paar ist das Zusammenwohnen die beste Art zusammen zu sein, wie das Living-apart-together-Beziehungsmodell zeigt.

 

Weiterlesen:

Goodbye Beziehungsstress: Elena-Katharina Sohn gibt Tipps gegen die 10 größten Beziehungsfehler

"Ich mag seine Freunde nicht - was nun?" Das rät der Paarberater​

Schwiegermonster: So gehst du mit einer bösen Schwiegermutter um​

Kategorien: