Psychologie

Gewohnheiten ändern: So legst du schlechte Gewohnheiten ab und schaffst neue Routinen!

Schlechte Angewohnheiten: Jeder kennt dieses Übel, denn jeder von uns könnte mindestens eine schlechte Gewohnheit aufzählen. Lies, wie du sie abschüttelst und neue Routinen dauerhaft etablierst.

Gewohnheiten ändern
Foto: YakobchukOlena/iStock

Gewohnheiten bestimmen deinen Alltag: Sie geben dir Ordnung, Stabilität und Sicherheit. Wenn du deine bewährten Handlungsmuster Tag für Tag durchführst, denkst du kaum mehr darüber nach - du "funktionierst" einfach.

Klar, für dein Gehirn ist dies eher entspannend: Es funktioniert auf einem niedrigen Energielevel, da du nicht bewusst darüber nachdenkst, was du tust. Dabei können sich aber leider auch schlechte Gewohnheiten einschleichen, die dich dabei behindern, Neues zu realisieren.

Gewohnheiten ändern: Diese einfachen Tricks helfen dabei

"Das mache ich schon immer so!", antwortest du, wenn Freunde oder Bekannte dich fragen, wieso du bestimmte Dinge genau so und nicht anders machst... vielleicht ein erstes Anzeichen dafür, deine Handlungsmuster zu hinterfragen. So kannst du vorgehen:

  1. Werde dir bewusst darüber, was deine tatsächlichen Gewohnheiten sind und bewerte diese als positive, neutrale oder negative Muster. Das beginnt beim Aufstehen, meint das morgendliche Kaffeekochen bis hin zum Lesen oder Fernsehen am Abend. Überlege dir nun, welche dieser Gewohnheiten du ändern könntest. Welche Gewohnheiten geben dir eher ein schlechtes Gefühl und rauben dir Kraft, sowie verhindern das Erreichen deiner persönlichen Ziele.

  2. Den Auslöser für eine Gewohnheit auszumachen kann ein erster Schritt sein, um das Muster zu durchbrechen. Bist du dir über Reiz und Reaktion voll bewusst, kannst du den Auslöser abstellen. Ein Beispiel: Immer wenn du mit bestimmten Freundinnen ausgehst und Alkohol konsumierst, rauchst du.

  3. Neue, positive Auslöser schaffen: Um Gewohnheiten langfristig erfolgreich zu ändern, musst du neue, positive Auslöser schaffen, bzw. die alten Auslöser so unattraktiv, wie nur möglich, gestalten. Verzichte beim nächsten Treffen mit deinen Freundinnen auf das alkoholische Getränk und lade sie zum Beispiel in eine Nicht-Raucher-Bar ein. Hier müsstet ihr extra das Lokal verlassen, um zu rauchen: Das ist gleich nicht mehr ganz so attraktiv. Der Griff zum Glimmstängel bleibt im besten Fall aus.

Gewohnheiten langfristig ablegen

Um nicht wieder in schlechte Gewohnheiten zu verfallen, solltest du mit Belohnungen arbeiten. Gerade zu Beginn, hilft es enorm. Später wirst du deine alten, negativen Gewohnheiten gar nicht mehr vermissen, da sie sowieso nur Energieräuber waren.

Beispiel: Wenn du eine Woche lang mit dem Rad ins Büro fährst und das Auto stehen lässt, gönnst du dir einen Kinobesuch mit deiner besten Freundin!

Auch ein "Pakt" mit einer vertrauten Person hilft, nicht wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen. Ihr könnt eine Challenge gemeinsam antreten oder deine Vertrauensperson fungiert als "Kontrolleur", welchem du regelmäßig Bericht erstattest.

Aber: Vergiss nicht, das Menschen nun mal Gewohnheitstiere sind und Laster, bzw. Rückschläge nur menschlich sind. Auch kleine Fortschritte sind ein Grund zum Feiern! Einfach weiter am Ball bleiben! Setzte dich nicht unter Druck, eine Gewohnheit sofort ablegen zu müssen. Nicht alles was du tust, musst perfekt und effizient sein. Wenn dich der Schokoriegel am Nachmittag oder die Comedy-Serie am Abend glücklich machen, dann ist das eine schöne Sache und erstmal kein Grund, sie zu ändern.

Sieh dir das Video an: So änderst du deine Gewohnheiten ohne Mühe!

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Neue Routinen schaffen: So klappt es

Ein ganz einfacher, psychologischer Trick, kann dir helfen, neue Routinen dauerhaft in deinen Alltag zu etablieren.

Und zwar geht es dabei darum, eine bestimmte Sache 66 Tage lang zu wiederholen, bis sie zur Gewohnheit wird. Zum Beispiel: 66 Tage lang morgens früher aufzustehen und Dehnübungen zu machen oder 66 Tage lang früher ins Bett zu gehen. Ab dem 67 Tag wirst du gar nicht mehr darüber nachdenken, sondern es ganz automatisch tun. Dies funktioniert übrigens auch anders herum: Die Zeit von 66 Tagen genügt, um lästige Gewohnheiten und Verhaltensmuster dauerhaft abzulegen. Probiere es doch einfach mal aus!