Kochrezepte

"Heimathäppchen": 5 köstliche Rezepte aus der WDR-Sendung

Von Schwarzbrotsalat bis zu Lippischen Rosen: Es erwarten dich 5 leckere regionale Rezepte aus der Sendung "Heimathäppchen: So kocht NRW" im WDR.

WDR-Sendung Heimathäppchen: Rezept für Kuschelemusch mit Kabeljau
(1/6) © Andrea Kramp & Bernd Gölling

Echte "Heimathäppchen": Rezepte aus der WDR-Sendung

Regionale Küche aus der Region Nordrhein-Westfalen - dafür ist die WDR-Sendung "Heimathäppchen: So kocht NRW" bekannt. Inzwischen gibt es schon ein eigenes Kochbuch zur TV-Show mit vielen beliebten Rezepten. 

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Heimathäppchen-Rezepte zum Nachkochen

Ob traditionell oder modern - in der Sendung "Heimathäppchen" werden die unterschiedlichsten Gerichte aus NRW vorgestellt. Es wird sich quasi einmal durch das ganze Bundesland gekocht. Da kommt zum Beispiel die beliebte Düsseldorfer Senfsuppe auf den Teller, die nur echt ist, wenn sie mit dem gleichnamigen Senf zubereitet wird. Dieser muss in Düsseldorf nach einem Rezept aus dem Jahr 1726 hergestellt werden, um wirklich seinen Namen tragen zu dürfen. Auch das in NRW beliebte Gericht Pfefferpothast gilt nur als Original, wenn es nach Dortmunder Rezept gekocht wird.

Lippische Rosen wiederum rufen mit Duft und Geschmack Erinnerungen an Nachmittage bei Oma hervor. Das dünne Waffelgebäck ist ein leckerer Schmaus an einem kalten Sonntag, an dem wir uns nur zu gerne mit heißer Schokolade und einem Dessert aufwärmen. 

Auf den Geschmack gekommen? Dann wünschen wir jetzt viel Spaß beim Nachkochen unserer Lieblings-"Heimathäppchen"-Rezepte. 

Alle folgenden Rezepte stammen aus dem Buch "Heimathäppchen: So kocht NRW" (ZS Verlag, 16,99 Euro), erhältlich zum Beispiel über amazon.de

WDR-Sendung "Heimathäppchen": Das Rezepte-Buch zur TV-Show
Im Buch zur Sendung sind noch viele weitere tolle regionale Rezepte enthalten.
Foto: © Andrea Kramp & Bernd Gölling

Weitere tolle Rezeptideen für dich:

 

 
Heimathäppchen im WDR: Rezept für Schwarbrotsalat
(2/6) Andrea Kramp & Bernd Gölling

Rezept für Rheinischen Schwarzbrot-Tomaten-Salat

Ursprünglich stammt dieser Salat aus der Toskana. Doch mit Schwarzbrot und regionalen Tomaten wird aus ihm ein Stückchen NRW. 

Zutaten für 2 große oder 4 kleine Portionen

Für den Salat:

  • 200 g rheinisches Schwarzbrot (oder anderes Schwarzbrot)
  • 4 EL Öl
  • 6 Scheiben durchwachsener Räucherspeck
  • 300 g bunte Tomaten
  • ½ rote Zwiebel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 6 getrocknete Tomaten (in Öl)
  • Salz/ Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Schnittlauchröllchen

 

Für das Dressing:

  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Wasser
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL rheinisches Apfelkraut (ersatzweise Honig)
  • 2 TL mittelscharfer Senf
  • Salz/Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung:

  1. Für den Salat Schwarzbrot in grobe Würfel schneiden. In einer Schüssel mit dem Öl vermischen. Eine Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin bei mittlerer Temperatur braten, bis sie rundherum knusprig sind. Dabei nicht zu oft wenden. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
  2. Die Speckscheiben bei mittlerer Hitze auf jeder Seite etwa 5 Minuten in der Pfanne braten, sodass das Fett langsam ausbrät und das Fleisch braun wird. Dann herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen und kross werden lassen.
  3. Tomaten waschen und vierteln, dabei die Stielansätze entfernen. Die Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Beides zu den Tomaten geben. Getrocknete Tomaten abtropfen lassen, klein schneiden und hinzufügen.
  4. Für das Dressing alle Zutaten kräftig aufschlagen, mit Salz und Pfeffer würzen und über den Salat geben. Salat etwa 20 Minuten ziehen lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Kräuter untermischen.
  5. Krossen Speck mit dem Messer in feine Chips schneiden. Kurz vor dem Servieren die Brotwürfel und Speckchips über den Salat geben.
WDR-Sendung Heimathäppchen: Rezept für Düsseldorfer Senfsuppe
(3/6) © Andrea Kramp & Bernd Gölling

Rezept für Düsseldorfer Senfsuppe

Nur echt mit Düsseldorfer Senf aus Düsseldorf! 

Zutaten für zwei Personen:

  • ½ Stange Lauch
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 50 ml Altbier (ersatzweise mehr Gemüsebrühe)
  • 200 g Sahne
  • 1 EL scharfer Düsseldorfer Senf
  • 1 EL mittelscharfer Düsseldorfer
  • Senf
  • Salz/ Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL gehackte Petersilie

 

Zubereitung:

  1. Lauch waschen, längs vierteln und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Beides in einem Topf in der Butter andünsten und mit Mehl bestäuben. Brühe, Altbier, Sahne und beide Senfsorten hinzufügen, aufkochen lassen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Senfsuppe in Tellern anrichten und mit Petersilie bestreut servieren. Dazu schmeckt gebuttertes Landbrot. 

 

WDR-Sendung Heimathäppchen: Rezept für Kuschelemusch mit Kabeljau
(4/6) © Andrea Kramp & Bernd Gölling

Rezept für Kuschelemusch mit Kabeljau

Zu einem ordentlichen Kuschelemusch gehören immer Fisch und Kartoffeln. Es ist genau die richtige Mahlzeit, um Rest zu verwerten. 

Zutaten für zwei Personen:

  • 100 g Butter
  • ¼ l Weißwein
  • Saft von ½ Zitrone
  • Salz
  • ½ TL Zucker
  • 1 getr. Lorbeerblatt
  • 300 g Kabeljaufilet (küchenfertig)
  • 300 g gekochte Kartoffeln (vom Vortag)
  • 1 Zwiebel
  • 200 g Sahne
  • 1 Ei
  • Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Auflaufform mit 30 g Butter ausfetten. In einem Topf ¾ l Wasser, Wein, Zitronensaft, 1 TL Salz, Zucker und Lorbeerblatt aufkochen und 10 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  2. Das Fischfilet waschen und trocken tupfen. Hitze reduzieren und Fischfilet in den nicht mehr kochenden Sud legen. Zugedeckt etwa 10 Minuten gar ziehen lassen.
  3. Kartoffeln pellen, grob zerdrücken und in eine Rührschüssel geben. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Dann zu den Kartoffeln hinzufügen.
  4. Die Fischfilets aus dem Sud nehmen, den Sud beiseitestellen. Fisch in mundgerechte Stücke zerzupfen und zu den Kartoffeln in die Schüssel geben.
  5. Sahne und Ei verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2 EL Fischsud unterrühren und die Sahnemischung unter die Kartoffeln rühren. Falls die Masse zu trocken wirkt, noch etwas Fischsud hinzufügen.
  6. Kuschelemusch in die Auflaufform füllen, glatt streichen und die restliche Butter in Flöckchen auf der Oberfläche verteilen. Im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten überbacken, bis die Oberfläche appetitlich gebräunt ist. Dazu schmeckt ein grüner Salat.

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WDR-Sendung Heimathäppchen: Rezept für klassischen Pfefferpotthast
(5/6) © Andrea Kramp & Bernd Gölling

Rezept für klassischen Pfefferpotthast

Das Originalrezept soll aus Dortmund stammen. Zum allerersten Mal urkundlich erwähnt wurde es schon 1378. 

Für 4 Personen:

  • 1 Rote Bete (vorgegart und vakuumiert)
  • 2 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 600 g Rinderhüfte
  • Butterschmalz zum Braten
  • 3 EL Mehl
  • 1 l Rinderfond
  • 2 Scheiben Pumpernickel
  • 1–2 TL Pfeffer aus der Mühle
  • ½ TL Nelkenpulver
  • 2 getr. Lorbeerblätter
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz
  • 50 g Sahne
  • 2 Stiele Petersilie

 

Zubereitung:

  1. Rote Bete in feine Würfel schneiden, dabei am besten Einweghandschuhe tragen, da die Knollen stark abfärben. Möhren und Zwiebeln schälen und klein schneiden.
  2. Das Fleisch bei Bedarf von Fett und Sehnen befreien und in grobe Würfel schneiden.
  3. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen, das Fleisch darin rundum kräftig anbraten und mit etwas Mehl bestäuben. Das Fleisch dabei von einer Seite in Ruhe braten lassen und erst wenden, wenn es braun geworden ist. Herausnehmen und beiseitestellen.
  4. Backofen auf 180 °C vorheizen. Gemüsestücke in den Bräter geben und kräftig im Bratensatz anrösten. Bei Bedarf noch etwas Schmalz hinzufügen. Gemüse mit Fond ablöschen. Pumpernickel zerbröseln und mit Pfeffer, Nelkenpulver und Lorbeerblättern zur Sauce geben. Alles aufkochen und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.
  5. Zum Schluss die angebratenen Rindfleischwürfel hinzufügen. Das Fleisch sollte gut mit Flüssigkeit bedeckt sein, bei Bedarf noch etwas Wasser oder Fond angießen. Deckel auflegen. Pfefferpotthast im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 2 Stunden schmoren lassen.
  6. Lorbeerblätter entfernen, Sahne unterrühren und den Pfefferpotthast mit allen Gewürzen abschmecken. Der Pfefferpotthast wird in tiefen Tellern serviert. Ist er nicht flüssig genug, noch etwas Wasser oder Fond hinzufügen. Petersilie waschen und trocken tupfen, Blätter nach Belieben grob hacken und den Potthast damit bestreuen. Dazu schmecken Salzkartoffeln oder gebuttertes Graubrot.

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WDR-Sendung Heimathäppchen: Rezept für Lippische Rosen
(6/6) © Andrea Kramp & Bernd Gölling

Rezept für Lippische Rosen mit heißer Schokolade

Am besten schmecken Lippische Rosen, wenn sie noch warm gegessen werden. Sie können in einer Keksdose aber auch für den nächsten Tag aufbewahrt werden.

Zutaten für 10-12 Stück:

Für die Lippischen Rosen:

  • 100 g Mehl
  • 25 g Speisestärke
  • 30 g Puderzucker
  • Salz
  • 2 Eier
  • 125 ml Milch
  • Pflanzenöl zum Frittieren

 

Für die heiße Schokolade:

  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 1 EL Kakaopulver
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Speisestärke
  • 300 ml Milch
  • Lebkuchengewürz, Zimtpulver oder Chilipulver (nach Belieben)

 

Außerdem:

  • Rosetteneisen für Lippische
  • Rosen (im Online-Handel erhältlich)
  • Puderzucker zum Bestäuben

 

Zubereitung: 

  1. Für die Lippischen Rosen Mehl, Speisestärke, Puderzucker und 1 Prise Salz in einer Schüssel vermischen. Eier und Milch hinzufügen und alles zu einem dünnflüssigen Teig ohne Klümpchen verrühren. Den Teig 15 Minuten quellen lassen.
  2. Inzwischen das Frittieröl in einem hohen Topf auf 180°C erhitzen. Das Rosetteneisen erst für etwa 30 Sekunden in das heiße Öl und dann in den Teig tauchen, dabei darauf achten, dass der Teig nicht über den oberen Rand des Eisens hinausquillt, da die Rosen sonst am Eisen hängen bleiben. Das Eisen muss nur vor der ersten Rose extra erhitzt werden.
  3. Das mit Teig benetzte Rosetteneisen in das heiße Fett tauchen und leicht schütteln, damit sich die Rose löst.
  4. Die Rosen nacheinander frittieren, bis sie goldbraun sind, und dann auf Küchenpapier entfetten. So den gesamten Teig verbrauchen. Die Lippischen Rosen mit Puderzucker bestäuben.
  5. Für die heiße Schokolade die Schokolade fein hacken. Kakaopulver, Zucker und Speisestärke in einer kleinen Schale mit einem Schneebesen verrühren. Etwa 50 ml Milch hinzufügen und alles glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, Kakaomischung einrühren und unter Rühren nochmals aufkochen. Hitze reduzieren, gehackte Schokolade in die Milchmischung schütten und unter Rühren schmelzen lassen. Nach Wunsch würzen, in Tassen gießen und zu den Lippischen Rosen servieren.

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