TraumdeutungIm Traum verfolgt: Warum das jeder einmal träumt und was es bedeutet

Warum träumen wir eigentlich wenn wir schlafen und welche Bedeutung haben die Träume? 80 Prozent aller Menschen erinnern sich morgens daran, was sie geträumt haben. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, was der häufigste Traum ist und was er bedeutet. 

Inhalt
  1. Träume geben Erfahrungen aus dem Alltag wieder
  2. Diese Träume haben wir besonders häufig
  3. Viele unserer Träume sind von negativen Erfahrungen geprägt

Die Experten aus der Schlaf- und Traumforschung sind sich mittlerweile einig, dass wir in unseren Träumen Dinge verarbeiten, die uns in unserem Unterbewusstsein beschäftigen. Unsere Träume spiegeln also auch immer unseren allgemeinen Gemütszustand wieder. 

 

Träume geben Erfahrungen aus dem Alltag wieder

Der US-Psychologe Ian Wallace, beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der Traumforschung und hat festgestellt, was wir am häufigsten träumen. Laut Walllace träumt fast jeder Mensch in seinem Leben einmal, dass er verfolgt wird und fliehen muss. "In diesem Traum hat der Betroffene das Gefühl, dass etwas oder jemand ihn bedroht", schreibt Wallace auf seiner Webseite. Und er liefert auch gleich eine Erklärung dazu: "Im echten Leben gibt es eine Herausforderung, der man sich stellen will, doch man weiß nicht, wie."

Weiter erklärt Wallace: "Oft bedeutet die Bewältigung dieser Herausforderung eine große Chance in der eigenen persönlichen Entwicklung. Auch wenn sie furchteinflößend wirken - die Verfolger im Traum lenken unsere Aufmerksamkeit auf unsere versteckten Talente in unserem Streben nach einem erfüllten Leben." Dem Psychologen zufolge steht der Verfolger im Traum für einen Aspekt des eigenen Ich und symbolisiert ein Ziel, auf das man im echten Leben hinarbeitet. 

Wallace hat in seiner Zeit als Psychologe mehr als 150.000 Träume seiner Patienten analysiert. Seiner Erfahrung nach träumen wir also am häufigsten den Traum, in dem wir verfolgt werden. 

 

Diese Träume haben wir besonders häufig

Am zweithäufigsten träumen wir laut Wallace das uns die Zähne ausfallen. "Unsere Zähne stehen im Traum symbolisch dafür, wie selbstbewusst und stark wir uns fühlen", erklärt er. "Wenn sie ausfallen, bedeutet das, dass uns etwas im ‘wachen Leben’ Angst macht."

Auf Platz drei landet die erfolglose Suche nach einer Toilette. "Toiletten stehen stellvertretend für unsere Grundbedürfnisse", gibt der Psychologe zu bedenken. Wer im Traum Probleme hat eine Toilette zu finden, der kämpft laut Wallace im echten Leben damit, seine Bedürfnisse klar auszusprechen. Auf dem vierten Platz rangiert der Klassiker Nackt in der Öffentlichkeit zu sein. 

 

Viele unserer Träume sind von negativen Erfahrungen geprägt

All diese Träume sind von negativen Situationen beherrscht. Andere Experten bestätigen die Beobachtungen von Wallace, dass die meisten unserer Träume eine bedrohliche Handlung haben. Der finnische Traumforscher Antti Revonsuo von der Universität von Turku hat beispielsweise herausgefunden, dass zwei Drittel unserer Träume sich mit unangenehmen Situationen beschäftigen. Andere Studien zeigen, dass wir sogar noch öfter schlecht träumen.

Besonders junge Erwachsene träumen oft und intensiv, Frauen sogar noch häufiger als Männer. 2013 hat die "Apotheken Rundschau" eine Umfrage in Auftrag gegeben, in der es hieß, dass in Deutschland jeder Zweite regelmäßig oder ab und zu von negativen Träumen oder sogar Albträumen heimgesucht wird. 

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