SchwermetallMolybdän: Lebensmittel und Mangel des Spurenelements

Molybdän ist eines der wichtigen Spurenelemente für deinen Körper. In welchen Lebensmitteln Molybdän vorkommt und was es mit einem Molybdän-Mangel auf sich hat, liest du in diesem Artikel.

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Inhalt
  1. Molybdän: Für deinen Körper unentbehrlich
  2. Molybdän: Mangel und Überdosierung
  3. Molybdän: Lebensmittel mit einem hohen Gehalt

Molybdän ist ein Schwermetall, das nur in sehr geringen Mengen im menschlichen Körper vorkommt. Trotzdem ist es unentbehrlich. Wir stellen dir Lebensmittel mit Molybdän vor und verraten dir alles über einen Molybdän-Mangel sowie eine Molybdän-Überdosierung.

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Molybdän: Für deinen Körper unentbehrlich

Dein Körper besteht nur zu einem Bruchteil aus dem Spurenelement Molybdän. Etwa 8-10 Mikrogramm Molybdän befinden sich in deinem Körper, der Großteil davon in den Knochen, Zähnen, Nieren und der Leber.

Es ist überlebenswichtig, du kannst also nicht darauf verzichten. Pro Tag empfohlen sind für einen Erwachsenen 50-100 Mikrogramm Molybdän.

Molybdän ist für viele Vorgänge im Körper essenziell. So wird es in deinem Körper für die molybdänhaltigen Enzyme Xanthin-Dehydrogenase oder Xanthinoxidase (das zur Kontrolle des Harnsäurespiegels dient) gebraucht.

Für diese Vorgänge brauchst du Molybdän im Körper:

  • Stoffwechsel (bspw. Speicherung und Transport von Eisen, Schwefel oder Fluor)
  • Verstoffwechselung von schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein und Methionin)
  • Alkoholabbau
  • Harnsäureabbau

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Molybdän: Mangel und Überdosierung

Für all diese Vorgänge musst du genügend Molybdän in deinem Körper aufnehmen. Woran erkennst du also einen Molybdän-Mangel und wann tritt er auf?

Die Antwort darauf ist, dass gesunde Menschen nicht an einem Molybdän-Mangel leiden, selbst wenn du nur wenige Molybdän-Lebensmittel zu dir nimmst. Unter folgenden, seltenen Umständen kannst du allerdings einen Molybdän-Mangel entwickeln:

  • überwiegende Einnahme von Fertignahrung
  • künstliche Ernährung
  • Molybdän-Cofaktor-Defizienz
  • saurer Regen
  • Smog

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Die Symptome des Molybdän-Mangels sind unter anderem auf Stoffwechsel-Probleme zurückzuführen:

  • Nachtblindheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Speiseröhrenkrebs

Eine Molybdän-Überdosierung hingegen kann vorkommen, wenn du beispielsweise Molybdän-Präparate nimmst und dich zeitgleich molybdänreich ernährst. Allerdings ist auch die Überdosierung von Molybdän eher selten.

Da Molybdän vor allem über den Boden in unsere Lebensmittel gelangt, können Lebensmitteln aus stark molybdänreichen Böden für eine Molybdän-Überdosis sorgen. Es müssen aber rund 10 mg pro Tag aufgenommen werden, damit es dazu kommt. Symptome der Überdosierung sind:

  • Gicht
  • Durchfall

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Molybdän: Lebensmittel mit einem hohen Gehalt

Eine molybdänhaltige Ernährung ist nicht schwer. Das Schwermetall ist in vielen Lebensmitteln in ausreichend hoher Konzentration enthalten. Molybdän-Lebensmittel sind zudem für alle gängigen Ernährungsformen verfügbar, also brauchst du auch als Vegetarier oder Veganer keine Unterversorgung fürchten.

Über eine besonders hohe Molybdänkonzentration verfügen folgende Lebensmittel:

  • Buchweizen
  • Linsen
  • Hirse
  • Bohnen
  • Soja
  • Schweine- und Rinderleber
  • Rotkohl
  • Reis
  • Erbsen
  • Kartoffeln
  • Spinat
  • Roggen
  • Hafer
  • Erdnüsse
  • Weizen
  • Molke

Molybdän-Lebensmittel sind also vielfach verfügbar – über einen Mangel brauchst du dir in der Regel keine großen Sorgen machen. Wichtig ist nur, nicht ausschließlich Fertigprodukte zu essen.

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