ErziehungRegeln in der Erziehung: Diese 5 Regeln braucht jedes Kind

Um eine gute Entwicklung zu fördern, müssen Eltern ihren Kindern einige Regeln aufstellen. Diese 5 Regeln brauchen alle Kinder.

Inhalt
  1. Kinder brauchen Grenzen
  2. Kinder möchten Verantwortung lernen
  3. Kinder brauchen eine Struktur
  4. Kinder brauchen konsequente Eltern
  5. Ausnahmen bestätigen die Regel(n)

Dass sich Kinder an Regeln halten müssen, ist vielen Eltern klar. Doch welche Regeln sind die wichtigsten? Gibt es einige Regeln, über die sich alle Eltern einig sind? Hier kommen 5 Regeln, die alle Eltern aufstellen sollten - weil alle Kinder sie wirklich brauchen.

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Kinder brauchen Grenzen

Kaum ein Kind auf der Welt akzeptiert ein "Nein" der Eltern, ohne sich früher oder später dagegen aufzulehnen. Es ist eher die Norm als die Ausnahme, wenn das Kind auf ein "Nein!" mit Provokationen reagiert: Es fängt an zu schreien, zu weinen, zu protestieren.

5 Regeln, die alle Kinder brauchen
Kinder brauchen Regeln - Eltern müssen sie aufstellen
Foto: iStock

Bevor man als Elternteil nun in Panik gerät, sollte man sich vor Augen führen, dass diese Reaktion natürlich ist. Das wichtigste ist, in diesem Moment ruhig zu bleiben. Denn gerade jetzt beobachtet das Kind seine Eltern ganz genau: Wie reagiert Mama, wenn ich sie provoziere? Gibt sie nach? Wird sie verärgert oder gar wütend und aggressiv?

Aus der Reaktion der Eltern formt das Kind seine eigene Frustrationstoleranz, die es im Laufe des Lebens weiterentwickeln wird. In "Nein"-Situation konsequent, ruhig und geduldig zu bleiben, wird dem Kind später das Leben erleichtern: Wie die Mama mit frustrierenden Situationen und Provokationen umgeht, dient dem Kind dabei als Paradebeispiel.

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Kinder möchten Verantwortung lernen

Kinder möchten von Natur aus Verantwortung übernehmen. Die Aufgabe der Eltern ist es, eine alters- und persönlichkeitsgerechte Aufgabe für ihr Kind zu finden. Ob das Einräumen der Spülmaschine, das Füttern der Meerschweinchen, der Wocheneinkauf oder der Frühjahrsputz: Kinder möchten Aufgaben übernehmen, möchten helfen, sobald sie es können.

Sobald ein Kind sprechen kann, kann es auch Verhandeln, Diskutieren, Abwägen - und Provozieren (s.o.). Wenn ein Kind bewusst Unsinn baut, dann in der Regel nicht, um Mama oder Papa zu ärgern, sondern um zu sehen, wie man mit Problemen umgeht - wenn auch nur unbewusst. Zudem muss das Kind lernen, dass es für seine Handlungen Verantwortung trägt - und mit den Konsequenzen umgehen muss. Zerstört es ein Spielzeugauto, dann ist die logische Folge, dass es kaputt ist und es nicht mehr damit spielen kann. Reagieren Eltern mit einem Neukauf, lernt das Kind das Gegenteil.

Kinder müssen lernen, mit Frust und Widerstand umzugehen, mit negativen Gefühlen wie Trauer, Wut und Enttäuschung. Diese Gefühle des Kindes direkt zu eliminieren, ist auf Dauer der weniger hilfreiche Weg für das Kind.

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Kinder brauchen eine Struktur

Kinder wollen ihren Willen durchsetzen. Dafür geben sie alles. Sie achten akribisch darauf, ob Mama sich selbst widerspricht, ob sie inkonsequent ist und ob es nicht sogar einer Möglichkeit gibt, Mama und Papa gegeneinander auszuspielen. Für ihren Willen probieren Kinder alle Mittel aus, die ihnen in den Sinn kommen. Nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil sie eben Kinder sind, ihre Grenzen austesten möchten.

Sind die elterlichen Regeln also unverständlich formuliert, unübersichtlich oder leicht zu umgehen, wird das Kind es früher oder später ausnutzen.

Eltern sollten darauf achten, dass ihr Regelwerk eine für das Kind nachvollziehbare Struktur hat, dass es sinnvoll ist. Ist das Kind noch klein, gilt die Faustregel: Lieber wenige konkrete Regeln, als viele Regeln mit vielen Schlupflöchern. Je älter das Kind wird, desto komplexer können die Regeln werden - schließlich verstehen Kinder immer mehr, dass Regeln Ausnahmen haben können, ohne dass sie direkt komplett über Bord geworfen werden müssen.

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Kinder brauchen konsequente Eltern

Der häufigste Grund, warum Kinder Regeln brechen, ist die mangelnde Konsequenz der Eltern. Wenn die Regel lautet: "Kein aufgeräumtes Zimmer, kein Nachtisch", müssen Eltern konsequent sein - auch wenn es den Eltern oft mindestens genauso weh tut, wie den Kindern.

Das Kind muss mit Konsequenzen umgehen lernen, muss sie akzeptieren. Irgendwann wird es Gesetze befolgen müssen, die für alle Menschen gelten. Die elterlichen Regeln sind quasi die gesellschaftlichen Gesetze - in klein. Wie sich der Mensch an gesellschaftliche Strukturen anpassen muss, so muss sich das Kind an die familiären Strukturen anpassen.

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Ausnahmen bestätigen die Regel(n)

Bei diesen vier Regeln dürfen Eltern aber eins nicht vergessen: Kinder sind keine Roboter. Sie sind Menschen. Auch ihre Laune ist tagesformabhängig - wie die der Eltern auch.

Auch als Erwachsener gönnt man sich während einer Diät mal eine Mitternachtspizza, geht über rote Ampeln (wenn kein Auto fährt) oder greift mal zu einer Notlüge, wenn man keine Lust auf lange Diskussionen hat.

Das soll zwar nicht heißen, dass man den Kindern eben jene Ausnahmen beibringen sollte (das machen sie schon früh genug von selbst). Das bedeutet aber, dass Eltern auch mal ein Auge zudrücken sollten - und dem Kind den Nachtisch trotz eines unaufgeräumten Zimmers durchgehen lassen, wenn die Oma gerade ihren selbstgemachten Kuchen mitgebracht hat.

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