Rhabarber putzen

Rhabarber schälen: Ja oder Nein? So verarbeitest du das Saisongemüse richtig

Rhabarber schälen oder nicht? Wieso du das unbedingt tun solltest und wie es richtig geht, verraten wir dir.

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Rhabarber schälen: Ja oder nein? Jedes Jahr, pünktlich zur Rhabarbersaison startet die Diskussion aufs Neue darüber, ob man das süß-säuerliche Gemüse schälen muss oder nicht. Erfahre bei uns, wie es richtig gemacht wird.

Rhabarber schälen: So wird es gemacht

Rhabarber zu schälen ist wirklich kinderleicht! Lies in unserer Anleitung, wie du das anstellen kannst.

  1. Bevor es ans Schälen der Rhabarber-Stangen geht, solltest du sie von Erdresten befreien, indem du sie unter kaltem Wasser abspülst und putzt. 

  2. Im nächsten Schritt entfernst du die Blätter, sowie die trockenen unteren Enden mit einem Küchenmesser. Anschließend entsorgst du alles in der Bio Tonne. 

  3. Jetzt geht es ans Rhabarber-Schälen. Hierfür setzt du ein Küchenmesser oder einen Sparschäler am unteren Ende der Rhabarberstange an.  Ziehe die faserige Schale in langen Streifen nach oben hin ab. Das wiederholst du solange, bis sich keine Fäden mehr lösen. Sollten harte Stellen übrig geblieben sein, kannst du diese jetzt mit dem Messer entfernen.

Warum du Rhabarber schälen solltest

Nun, Hauptgrund für die Diskussion um die Frage, ob Rhabarber geschält werden sollte oder nicht, ist die in der Pflanze enthaltene, Oxalsäure. Der Rhabarber, welcher von Anfang April bis zum 24. Juni geerntet wird, enthält vor allem in seinen Blättern besonders viel von der Fruchtsäure. Deshalb sind diese generell weder zum Weiterverarbeiten, noch zum Verzehr geeignet.

Auch und gerade wenn es auf das Ende der Saison zugeht, steckt im Rhabarber besonders viel Oxalsäure. Grund hierfür ist, dass die Pflanze in diesem Zeitraum nochmal einen kräftigen Wachstumsschub hinlegt. Deshalb solltest du Rhabarber erst Recht nicht nach Ende Juni ernten, geschweige denn essen.

Prinzipiell verhält es sich so: Je grüner der ungeschälte Rhabarber, desto mehr Oxalsäure steckt in dem Gemüse. Was so problematisch an der Fruchtsäure ist, der das Gemüse seine leckere säuerliche Note verdankt?

Nun, zwar ist die Oxalsäure an sich -in geringen Mengen- nicht sonderlich gefährlich für deine Gesundheit. Jedoch kann sie, in größeren Mengen gegessen, Vergiftungserscheinungen auslösen. Hast du also einen empfindlichen Magen, dann raten wir dir den Rhabarber immer vor der Zubereitung zu schälen.

Menschen mit Vorerkrankungen und Nieren- oder Blasenproblemen, sollten hingegen ganz auf das Gemüse verzichten. Ihnen kann der Oxalsäure Gehalt im Rhabarber ernsthaft schaden.

Aus demselben Grund ist es übrigens auch keine gute Idee große Mengen Rhabarber roh zu essen. Gut, wenn du keine Vorerkrankungen hast, werden dir ein bis zwei geschälte! Stangen des Frühlingsgemüses nicht schaden.

Doch nach dem Kochen enthält der Rhabarber automatisch weniger Oxalsäure und ist somit viel bekömmlicher. Auf diese Weise stellst du doppelt sicher, dass du nach dem Essen des gesunden Rhabarbers keine Beschwerden hast.

Ein weiterer, kulinarischer Grund, der für das Rhabarber- Schälen spricht, ist, dass die Schale, gerade gen Ende der Rhabarbersaison, sehr faserig und damit holzig sein kann. Das stört beim Essen der leckeren Rhabarber Gerichte. Und wer möchte das schön?

Apropos Rhabarber Gerichte: Klick dich durch unsere Bildergalerie und entdecke die leckersten Rhabarber-Rezepte!

Artikelbild und Social Media: NelliSyr/iStock