Zu viel SpuckeVermehrter Speichelfluss: Ursachen und was du dagegen tun kannst

Vermehrter Speichelfluss kann äußerst unangenehm werden. Aber wann leidet man eigentlich unter einer zu hohen Speichelproduktion, welche Ursachen gibt es und was kann man dagegen tun? Wir erklären es.

Inhalt
  1. Warum haben wir überhaupt Spucke im Mund?
  2. Ab wann handelt es sich um vermehrten Speichelfluss?
  3. Wer leidet besonders oft unter einer erhöhten Speichelproduktion?
  4. Erhöhte Speichelproduktion als Ursache von Krankheiten
  5. Was kann man gegen vermehrten Speichelfluss tun?

Vermehrter Speichelfluss (wissenschaftlich: Hypersalivation) kann schwerwiegende soziale Folgen haben, denn Betroffene leiden unter einer feuchten Aussprache und haben vermehrt Spucke in den Mundwinkeln, was gesellschaftlich nicht gerade gern gesehen wird. Wir verraten dir, die Ursachen und was du gegen Hypersalivation tun kannst.

 

Warum haben wir überhaupt Spucke im Mund?

Unser Speichel hat vier wichtige Funktionen:

  1. Speichel besteht überwiegend aus Wasser und verdauungsfördernden Enzymen, was dafür sorgt, dass unsere Nahrung magenfreundlich zu einem Brei verarbeitet wird, bevor wir sie runterschlucken.
  2. Unsere Spucke enthält viele weitere Nährstoffe, wie Fluorid, das unseren Zahnschmelz intakt hält.
  3. Da Speichel auch eine antibakterielle und schmerzlindernde Wirkung hat, sorgt er dafür, dass Wunden im Mundraum besser heilen können.
  4. Und zu guter Letzt: Unsere Spucke hält unsere Schleimhäute feucht, was für die Funktion des Sprechens, Schmeckens und Riechens wichtig ist.

Aphthe im Mund - was tun?

 

Ab wann handelt es sich um vermehrten Speichelfluss?

Im Normalfall produzieren wir etwa anderthalb Liter Speichel pro Tag. Eine Überproduktion an Speichel erkennst du daran, dass du so viel Spucke im Mund hast, dass du vermehrt Schlucken musst. Wird es besonders viel, kann es auch sein, dass du den Speichel ausspucken musst. Auch Sabbern im Schlaf und beim Sprechen sind Anzeichen für vermehrten Speichelfluss.

 

Wer leidet besonders oft unter einer erhöhten Speichelproduktion?

Besonders drei Gruppen sind oft von einer Überproduktion an Speichel betroffen.

  • Kleinkinder: Wenn Kleinkinder Zähne bekommen, geht das meist mit einer Hypersalivation einher. Das ist aber ganz normal und kein Grund zur Sorge.
  • Senioren: Im fortgeschrittenen Alter ist es der Zahnersatz, der häufig zu einem erhöhten Speichelfluss führt, da der Abfluss des Speichels blockiert wird.
  • Schwangere: In den ersten Monaten der Schwangerschaft kann es oft zu einer Hypersalivation kommen. Die vermehrte Spuckeansammlung im Mund wird mit Veränderungen des vegetativen Nervensystems in Verbindung gebracht. Meist klingt dies nach dem vierten Schwangerschaftsmonat ab. Es kann jedoch auch länger andauern.

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Erhöhte Speichelproduktion als Ursache von Krankheiten

Wenn andere Personen betroffen sind und ein erhöhter Speichelfluss länger anhält, ist es wichtig einen Arzt zu kontaktieren, weil die Überproduktion von Spucke ein Symptom unterschiedlicher Krankheiten sein kann.

Unter anderem kann vermehrte Speichelproduktion ein Anzeichen für folgende Krankheiten sein:

  • Erkrankung der Speicheldrüsen oder der Mundhöhle
  • Mandelentzündung
  • Tollwut
  • Parkinson
  • Infektionen
  • Zahnschmerzen

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Was kann man gegen vermehrten Speichelfluss tun?

Mit diesen Tipps kann es gelingen, die Speichelproduktion zu mindern:

  • Vermeide scharfe Speisen, Kaffee und Alkohol, da diese Lebensmittel die Speichelproduktion ankurbeln.
  • Als Hausmittel soll vor allem Salbei in Form von Tee oder Bonbons den Speichelfluss zu regulieren.
  • Auch mit Akupunktur soll es möglich sein, Hypersalivation zu minimieren.
  • In schwerwiegenden Fällen helfen spezielle Medikamente in Tabletten- oder Pflasterform vermehrten Speichelfluss wieder in normale Bahnen zu lenken.

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