Heilpilze der TCMVitalpilze erklärt: Wogegen helfen Reishi, Chaga und Co.?

Sie sollen Entzündungen lindern, das Immunsystem stärken und sogar Krebs heilen: Vitalpilze sind als Heilmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin verankert. Wogegen helfen Reishi, Agaricus und Verwandte? Wir geben einen Überblick über die bekanntesten Heilpilze.

Inhalt
  1. Mykotherapie: Können Pilze heilen?
  2. Agaricus blazei – der Mandelpilz
  3. Reishi - der Pilz der Unsterblichkeit
  4. Chaga - Vitalpilz der Antioxidantien
  5. Cordyceps - der chinesische Raupenpilz
  6. Hericium - der Heilpilz für Magen und Darm
  7. Einnahme mit dem Arzt besprechen
  8. Dosierung der Heilpilze
 

Mykotherapie: Können Pilze heilen?

Dass Pilze starke Wirkungen auf den Körper haben, weiß man. Denn schon von Kind auf an wird eingeprägt, dass der Fliegenpilz giftig und Vorsicht beim Pilzsammeln geboten sei. Champignons und Pfifferlinge gelten hingegen als Delikatesse. Zwischen Speise- und Giftpilzen verbirgt sich jedoch noch eine ganz andere Welt: Die der Heilpilze.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin stehen diese hingegen regelmäßig auf dem Speiseplan. Manche können ganz normal gegart, andere als Pulver verzehrt werden. In Deutschland gibt es meist letztere Form zu kaufen. Die Vitalpilze sind ein geschätztes Heilmittel – bereits seit Jahrhunderten werden sie gegen vielerlei Krankheiten und sogar bei Krebs eingesetzt. Die Heilwirkungen sollen vielfältig sein, doch insbesondere bei ernsten Erkrankungen wie Krebs weist die Verbraucherzentrale daraufhin, dass die Forschung nicht weit genug fortgeschritten ist, als dass sie reguläre Therapien ersetzen sollten. Trotzdem können Naturheilmittel gegen vielerlei Alltagsbeschwerden helfen. Ausprobieren lohnt sich. Aber welcher Vitalpilz hilft wogegen? Wir geben eine kleine Übersicht über die fünf bekanntesten Heilpilze.

Die Heilkraft der chinesischen Medizin (TCM)

 

Agaricus blazei – der Mandelpilz

Der Agaricus blazei wird auch Mandel- oder Sonnenpilz genannt. Er gehört zur Familie der Champignons, weist aber besondere Heilkräfte auf. Ursprünglich stammt der Pilz aus Südamerika, dessen Einwohner ihn auch als Pilz Gottes bezeichneten. Warum?

Die Wirkung des Agaricus

  • Stärkt das Immunsystem
  • Wirkt unterstützend bei der Behandlung von Krebs, da er die Metastasenbildung hemmt
  • Verringert die Nebenwirkungen einer Chemotherapie
  • Schützt vor und lindert Allergien
  • Reguliert den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und Blutdruck
  • Soll lindernd bei Osteoporose wirken
  • Bekämpft Müdigkeit und Stressymptome
  • Lindert allgemeine Altersbeschwerden
 

Reishi - der Pilz der Unsterblichkeit

In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt der Reishi-Pilz als Symbol der Unsterblichkeit. Er ist hart und als Speisepilz ungenießbar, als Pulver gemahlen und in Tee oder über Speisen aufgelöst wird er jedoch zu einem der ältesten Heilmittel bei zahlreichen Beschwerden.

Die Wirkung des Reishi

  • Kräftestärkend und vorbeugend bei Krebs
  • Gegen Bluthochdruck
  • antibakteriell
  • Immunsystem stärkend
  • Hilft bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Asthma
  • Lindert Schlafprobleme und beruhigt
  • Lindert Magengeschwüre
  • Wirkt entzündungshemmend und unterstützend bei Hepatitis, Nieren- und Gelenkentzündungen
  • Stärkt das Herz-Kreislauf-System
  • Soll Altersflecken verschwinden lassen

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Chaga - Vitalpilz der Antioxidantien

Der Chaga-Pilz mag es kalt – am wohlsten fühlt er sich auf Birkenstämmen im Norden. Der Heilpilz ist einer der wertvollsten Antioxidantien-Lieferanten. Da er jedoch auch Oxalsäure enthält, sollten täglich nicht mehr als die empfohlene Dosierung von 1-2TL eingenommen werden. Dann kann er jedoch sogar die Leistungsfähigkeit und Stressresistenz stärken.

Die Wirkung des Chaga-Pilzes

  • Krebsvorbeugend, hemmt das Tumorwachstum
  • Stärkungsmittel
  • Blutreinigend
  • Immunstärkend
  • Antioxidativ
  • Antibakteriell, antiviral
  • Leistungssteigernd
  • Wird zur Darmsanierung eingesetzt
  • Stärkt und heilt die Magen-Darm-Schleimhäute

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Cordyceps - der chinesische Raupenpilz

Der Cordyceps, auch Chinesischer Raupenpilz genannt, ist vor allem als Aphrodisiakum bekannt. Er wächst nicht an Pflanzen, sondern im Inneren von Schmetterlingsraupen, die er befällt. In der TCM wird er aber auch bei Leber-, Nieren- und Lungenerkrankungen empfohlen. Die wertvollen Wirkungen des Heilpilzes werden schon seit Jahrhunderten geschätzt, so dass er in Tibet als Tauchware diente. Bis heute ist der Cordyceps dort eine wichtige Einkommensquelle.

Die Wirkung des Cordyceps

  • Gegen Nachtschweiß
  • Potenzsteigernd
  • Bei Hyperglykämie
  • Cholesterinsenkend
  • Kräfteschenkend
  • Lindert Atemwegserkrankungen
  • Gegen Diabetes
  • Bei Leber- und Nierenerkrankungen
  • Stärkt das Herz-Kreislauf-System
  • Stärkt das Immunsystem
  • Unterstützt bei Chemotherapien
 

Hericium - der Heilpilz für Magen und Darm

Der Igelstachelbart sieht eher aus wie ein riesiges, weißes Fellknäuel. Der Hericium ist ein Baumpilz und wird als Delikatesse geschmacklich mit dem Hummer verglichen. Er soll aber nicht nur geschmacklich eine Wohltat für den Bauch sein. In der TCM wird der Vitalpilz vor allem zur Stärkung der Verdauungsorgane eingesetzt.

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Die Wirkung des Hericium

  • Stärkend für den gesamten Magen-Darm-Bereich
  • Wirksam bei Magen-Darm-Geschwüren
  • Heilt chronische Magenschleimhautentzündungen
  • Hilft gegen Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Wird bei Nervenkrankheiten eingesetzt
  • stimmungsaufhellend
 

Einnahme mit dem Arzt besprechen

Die berichteten Wirkungen der Heilpilze basieren zwar auf jahrtausender Erfahrung der traditionellen chinesischen Medizin, sind jedoch in vielen Fällen nicht wissenschaftlich belegt. Bei leichten und Alltagsbeschwerden können entsprechende Vitalpilze heilsam und lindernd wirken und einfach ausprobiert werden. Insbesondere bei schweren Erkrankungen sollte die Einnahme der Vitalpilze aber immer mit einem Arzt abgesprochen werden. Dann kann sich das entsprechende Pulver als unterstützende Maßnahme nützlich erweisen.

 

Dosierung der Heilpilze

Die meisten Vitalpilze werden als Pulver verkauft. Empfohlen werden ein bis zwei Teelöffel pro Tag. Das Pulver kann als Heißgetränk oder aber in Speisen eingemischt verzehrt werden, die Höchstmenge sollte aber nicht überschritten werden.

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