Depressive GefühleWeinen nach dem Sex: Leide ich an postkoitaler Dysphorie?

Sex kann ohne Frage große Emotionen auslösen: Aber warum muss ich danach weinen? Wir haben Antworten.

Inhalt
  1. Postkoitale Dysphorie: Normalfall oder Ausnahme?
  2. Warum weine ich nach dem Sex?
  3. Hormone und Trennungsgefühle machen nach dem Sex depressiv?
  4. Ich weine nach dem Sex: Wann muss ich handeln?

Nach dem Sex sollte man sich glücklich an seinen Partner kuscheln – mit einem verliebten oder wenigstens zufriedenen Gefühl. Tränen, Gereiztheit oder sogar depressive Verstimmungen gehören so gar nicht zu einem solchen Moment. Was also ist der Grund dafür, dass viele Frauen es schon erlebt haben, dass sie nach dem Sex weinen müssen?

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Postkoitale Dysphorie: Normalfall oder Ausnahme?

Studien belegen, dass Tränen und negative Verstimmungen nach dem Sex keinesfalls eine Seltenheit sind – weder bei Frauen noch bei Männern. Dabei ist das Weinen nach dem Geschlechtsverkehr nur ein mögliches Symptom. Sexuelle Dysphorie kann sich auch als Melancholie, Unruhe, Beklemmung, Aggression oder sogar Depression zeigen.

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Warum weine ich nach dem Sex?

Was der Grund oder der Auslöser für sexuelle Dysphorie ist, hat die Wissenschaft noch nicht abschließend geklärt. Es wurden naheliegende Zusammenhänge mit sexuellem Missbrauch (im Kindes- und Erwachsenenalter) hergestellt, doch das scheint nicht die einzige mögliche Ursache für depressive Gefühle nach dem Sex zu sein: Auch eine starke emotionale Bindung zum Partner und Hormone stehen unter dem Verdacht, das als „Sexualfunktionsstörung“ geltende Phänomen hervorzurufen. Aber natürlich gibt es auch viele und komplexe psychische Faktoren, die zu den negativen Emotionen und Ängsten nach sexueller Intimität führen können: Hier kommen nicht nur Verlust- oder Bindungsängste, sondern auch Konflikte mit gesellschaftlichen Normen, Vorurteilen und Mythen ins Spiel. Einen positiven Aspekt könnte das Weinen nach dem Sex in einigen Fällen allerdings auch haben: Vor allem nach einem Orgasmus kann es bei einigen auch eine besondere Art des Loslassens und des Abfallens von Anspannung sein (hierbei sollten jedoch keine negativen Gefühle involviert sein).

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Hormone und Trennungsgefühle machen nach dem Sex depressiv?

Sex ist für viele Menschen mehr als nur eine körperliche Vereinigung: Das Gefühl einer starken emotional-körperlichen Verbindung kann nach dem Ende der Intimität Trennungsgefühle und somit eine sexuelle Dysphorie auslösen. Dass Hormone hier involviert sind oder den Effekt zumindest beeinflussen, wird bisher nur vermutet – belegende klinische Studien fehlen.

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Ich weine nach dem Sex: Wann muss ich handeln?

Wenn du nach dem Sex weinen musst und darunter leidest, solltest du handeln: Manchmal kann schon ein Gespräch mit dem Partner oder einer Freundin helfen, aber auch psychologischen Rat solltest du unbedingt in Betracht ziehen. Da die Gründe für postkoitale Dysphorie nicht abschließend geklärt sind, kann es sehr wichtig sein, das Problem für sich individuell und mit professioneller Hilfe aufzuarbeiten.

 

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