Nach Milch-SkandalAeromonas hydrophila: Wie gefährlich sind die Bakterien wirklich für uns?

Riesen-Skandal in der Milchindustrie: Das Bakterium Aeromonas Hydrophila wurde in Produkten zahlreicher Milch-Marken der DMK GROUP gefunden. Wir erklären dir, was das Bakterium im Körper verursacht.

Inhalt
  1. Was ist das Bakterium genau?
  2. Welche Infektionsquellen gibt es?
  3. Ist Aeromonas hydrophila für den Körper gefährlich?
  4. Wie kann man die Infektion behandeln?

Nach dem deutschlandweiten Rückruf von Frisch-Milch zahlreicher Marken wegen Keimbelastung sind Verbraucher besorgt. Aber wie gefährlich ist das Bakterium Aeromonas hydrophila wirklich für unseren Körper? Wir gehen der Sache auf den Grund.

 

Was ist das Bakterium genau?

Bakterien der Gattung Aeromonas können sich bewegen und können auch ohne Sauerstoff leben und sich vermehren.

Es gibt verschiedene Unterarten des Bakterienstamms, wobei der Mensch vor allem mit der Gattung Aeromonas hydrophila in Kontakt kommen kann.

 

Welche Infektionsquellen gibt es?

Bei richtig gelagerten Lebensmitteln, die ausreichend erhitzt wurden, müssen wir uns meist keine Sorgen wegen eines Infektionsrisikos machen.

Allerdings besteht die Gefahr, dass bereits gekochte Lebensmittel mit Material in Kontakt kommen, das bereits von den Keimen befallen wurde. Das können beispielsweise Schneidebretter oder verschmutztes Wasser sein, wie das Kantonale Labor Zürich berichtet.

Kam es zu Krankheitsausbrüchen durch das Bakterium, waren bisher vor allem Fische und Meeeresfrüchte kontaminiert. Auch Eiersalat gilt als eine der Hauptinfektionsquellen.

Lebensmittelvergiftung: Diese Lebensmittel sind gefährlich und so kannst du dich schützen

 

Ist Aeromonas hydrophila für den Körper gefährlich?

Die Bakterien können in unserem Körper zu schmerzhaften Verdauungsbeschwerden führen. Dabei können die Keime verschiedene Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.

Bei der einen Form handelt es sich um eine Cholera-artige Version, die von wässrigem Durchfall begleitet wird. Bei der anderen Art der Magen-Darm-Erkrankung ist blutiger und schleimiger Durchfall eines der signifikanten Symptome.

Diese Hausmittel helfen gegen Durchfall

Nur in ganz seltenen Fällen, bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem, kann es wirklich gefährlich werden und Hautinfektionen durch Wunden und Blutvergiftungen verursachen.

Im Normalfall kommt es aber meist höchstens zu akuten Magen-Darm-Erkrankungen.

 

Wie kann man die Infektion behandeln?

Wie bei allen Magen-Darm-Erkrankungen sollten Betroffene vor allem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, da der Flüssigkeitsverlust bei Durchfall besonders hoch ist.

Diese Hausmittel helfen gegen Magen-Darm-Erkrankungen

Zudem kann eine Infektion mit Aeromonas hydrophila mit Antibiotika behandelt werden, da es sich um eine bakterielle Erkrankung handelt. Wenn du eines der betroffenen Milchprodukte zu dir genommen hast und Verdauungsbeschwerden feststellst, solltest du dich beim Arzt auf das Bakterium testen lassen. Aber keine Sorge: Es kann im Normalfall einfach behandelt werden und ist nicht gefährlich.

Auch interessant:

Kategorien: